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Aktuelle Ausstellungstipps und -rezensionen
  • Spurwechsel (bis 28. Februar 2007)
  • Felix Salten (bis 18. März 2007)
  • Denkraum Donaustadt -
    Jänner bis Juni 2007
  • Bücher im Shop
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    Aktuelle Ausstellungstipps und -rezensionen

    Spurwechsel
    Wien lernt Auto fahren

    Ausstellung im Technischen Museum
    vom 12. Oktober 2006 bis 28. Februar 2007

    1140 Wien, Mariahilfer Straße 212

    öffnungszeiten:
    Mo - Fr 9.00 - 18.00 Uhr
    Sa, So, Feiertag 10.00 - 18.00 Uhr

    In Verbindung mit der Ausstellung "Großer Bahnhof" im Wien Museum behandelt das Technische Museum die Entwicklung des Autoverkehrs in der Großstadt.
    Während es in Wien um 1914 geradezu 4000 Autos gab, ist deren Anzahl bis heute auf über 650.000 gestiegen.
    Schon zu Beginn des Autozeitalters hieß es, dass Wien im Verkehr zu ersticken drohe. Einige gut Situierte zeigten ihren Reichtum mit der Anschaffung eines Vehikels. Dieser Luxusartikel war anfangs nur für Vergnügungsfahrten gedacht. Der Familienausflug wurde im neu erworbenen Automobil vorgenommen. Man stellte sich neben das geliebte Objekt in Positur und ließ sich stolz fotografieren.
    Damals gab es nur 16 Verkehrszeichen gegen die sich aber die Autofahrer wehrten und sie ließen Zweifel aufkommen, sich "so viele" merken zu können.

    Wegen der hohen Unfallsrate wurde in den 30iger Jahren die Verkehrserziehung an den Schulen eingeführt.
    Der rumpelige Straßenbelag, das Katzenkopfpflaster, wurde durch einen feineren Belag ersetzt. Heute sind durchwegs alle Straßen asphaltiert. Die Autos müssen nicht mehr über die Unebenheiten rumpeln sondern gleiten ruhig und leise dahin.
    Wir bewundern die ersten Automobile, die für die damalige Zeit sicher komfortabel gewesen sind, uns aber im Gegensatz zu den heutigen Autos, nur ein Lächeln entlocken können.

    Jetzt sind die Autos mit fast ebenso viel Elektronik ausgestattet wie ein Flugzeug. Früher konnte man noch alle Teile selbst zerlegen und wieder zusammensetzen, während man heute gerade noch bis zur nächsten Werkstätte gelangen kann und das Fahrzeug am Computer angeschlossen wird, um den vorhandenen Fehler zu entdecken.
    Um 1980 entwickelte der Verkehrsexperte Hermann Knoflacher einen "Geh-Zug". Dabei handelte es sich um ein von ihm entwickeltes Holzgestell für Fußgänger in der Breite eines Autos, um den Fußgängern ebenso viel Platz einzuräumen wie den Fahrzeugen. Dies war eine Art von Protest gegen das überhandnehmen des Autoverkehrs.
    Nun benötigen wir das Auto hauptsächlich als Transportmittel, zur Fahrt in die Arbeit und für manche ist es lebensnotwendig, um ihren Unterhalt damit zu verdienen.

    Diese Entwicklung führte zu Hektik, verstärkter Konzentration und Nervosität.
    Und der alte "Autofahrergruß" (mit dem Zeigefinger an die Stirn getippt) ist noch immer aktuell. Man meint schließlich doch der bessere Fahrer zu sein und mit der eigenen Fahrkunst alle anderen zu übertreffen.
    Im Jahre 1970 brach die große Energiekrise aus. Die Autofahrer waren angehalten, ihr geliebtes Vehikel an einem Tag der Woche nicht in Betrieb zu nehmen. Man konnte selbst einen Wochentag auswählen, an dem man das Auto stehen ließ und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fuhr. Oft wurde dabei geschwindelt und so mancher steckte abwechselnd einen Zettel mit einem anderen als nur den ausgewählten Wochentag hinter die Windschutzscheibe.

    Die Auseinandersetzungen zwischen Autofahrer und Umweltschützern entfachen noch immer große Debatten. "Freie Fahrt" oder "Autos raus aus der Stadt" ist ein noch weiterhin bestehendes Problem.
    Die Anzahl der Autos wird weiter steigen und dadurch auch der Bedarf an Parkplätzen und Garagen. Der Straßenausbau wird forciert und die Streitigkeiten ob auf diesem oder jenem Platz eine Tiefgarage errichtet werden soll, werden weiterhin ausgetragen.
    Für Kinder ab 6 Jahren gibt es auf 400 m2 ein gesondertes Rahmenprogramm über die verkehrte Stadt. Die Kinder können selbst den Verkehr planen, Verkehrszeichen entwerfen, in Elektroautos fahren und die Fahrweise in Tunnels ausprobieren.
    Das Technische Museum bietet damit eine interessante humorvolle Schau, die uns die Entwicklung des Autoverkehrs und wie dieser unser Leben beeinflusst, auf anschauliche Art und Weise darstellt.

    Hannelore Halper

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    Felix Salten

    Schriftsteller - Journalist - Exilant
    Ausstellung vom 5.12. 2006 bis 18.3.2007

    Jüdisches Museum Wien
    1010 Dorotheergasse 11
    öffnungszeiten:
    So - Fr. 10.00 - 18.00 Uhr

    Das jüdische Museum zeigt eine umfassende Dokumentation dieses leider in Vergessenheit geratenen großartigen Schriftstellers, Journalisten, Theater- und Filmkritikers.
    Als Siegmund Salzmann wurde Felix Salten in Budapest 1869 geboren. Er schrieb unter verschiedenen Pseudonymen, die auch dazu beitrugen, dass uns sein Name nicht so geläufig ist, wie er es eigentlich sein sollte. Seine Werke erfreuen sich noch heute größter Popularität.
    Er war ein unglaublich vielfältiger Schriftsteller und einer der ersten großen Freunde des neuen Mediums Film. Er arbeitete eng mit Billy Wilder und Walter Reisch zusammen, schrieb Drehbücher, lieferte Ideen und führte auch Regie.
    Die Ausstellung gewährt uns Einblick in das Privatleben Saltens. Wir können in seine private Fotosammlung und in seinen Schriftverkehr Einblick nehmen. Die Familienfotos zeigen einen gut aussenden Mann mit seinen entzückenden Kindern.
    Reich ist auch die Auswahl an Filmplakaten und Filmszenen.
    Der größte Erfolg Saltens war das Buch "Bambi. Eine Lebensgeschichte aus dem Walde". Walt Disney verfilmte das Buch und machte Salten dadurch unvergesslich.
    Das Buch und dazu das Filmplakat "Die kleine Veronika", "5 Minuten Amerika" und natürlich "Die Mutzenbacher", Geschichte einer Wienerischen Dirne von ihr selbst erzählt, machten Salten weltberühmt. Die enge Freundschaft mit Artur Schnitzler dürfte bei diesem Roman auf ihn abgefärbt haben. Salten bereitete auch Schnitzlers "Liebelei" für die Filmleinwand vor.
    Er schrieb Libretti für Operetten, wobei das bekannteste davon jenes für "Die lustige Witwe" ist.
    Salten arbeitete mit dem damals neu gegründeten Paul Zsolnay-Verlag zusammen und er folgte seinem Freund Artur Schnitzler als Präsident des österreichischen PEN-Clubs. Er legte dieses Amt infolge der Streitigkeiten zwischen der deutschnationalen und der anti-nazistischen Bewegung zurück. 1939 emigrierte Salten in die Schweiz. Seine Arbeit als Journalist wurde ihm dort untersagt.
    1945 starb er in der Emigration.
    Dem jüdischen Museum ist es nunmehr zu verdanken, dass uns dieses überragende Genie endlich nahe gebracht wurde. Leider gehörte auch er der Elite einer Zeit an, um die wir alle durch das damalige menschenverachtende Regime betrogen wurden.

    Ein Besuch dieser interessanten reichhaltigen Ausstellung ist unbedingt empfehlenswert!

    Hannelore Halper

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    Denkraum Donaustadt - Jänner bis Juni 2007
    im Seminarraum der Apotheke zum Löwen von Aspern


    "mehr oder weniger", Mahlzeiten zwischen Mangel und überfluss
    Seminarraum der Apotheke zum Löwen von Aspern

    Genussvolles Essen, das in seiner tradierten Form gesunde Ernährung bisher eher ausschloß, beginnt nach einer Allianz mit der Gesundheit zu suchen. Dies verlangt eine Neuorientierung unseres Geschmacksinns. Die Lebenswirklichkeit in unserer Wohlstandsgesellschaft erlaubt jedoch nicht allen sozialen Gruppen die Auseinandersetzung mit gesundem Essen. Daher wird es zunehmend wichtiger, das Thema Ernährung nicht ausschließlich selbstbezogen zu behandeln sondern auch mit Strategien zum verantwortlichen Handeln für andere zu verbinden. DENKRAUM DONAUSTADT lädt Sie von Jänner bis Juni ein, gemeinsam mit Expertinnen und Experten auch über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken.

    Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

    Bärbl Zechner
    Konzept DENKRAUM DONAUSTADT


    JäNNER
    Christian Wrenkh - Koch und Gastronom, Begründer des Kochsalons
    Donnerstag, 25. Jänner 07 um 19 Uhr
    "Glücksküche - ein Ausdruck der Sehnsucht nach dem wahren Geschmack."

    FEBRUAR
    Hanni Rützler - Ernährungswissenschaftlerin, Gesundheitspsychologin
    Donnerstag, 22. Februar 07 um 19 Uhr
    "Lust und Frust am Geschmack"

    MäRZ
    Thomas Askan Vierich - Autor, Chefredakteur Best of Vienna, Falter Verlag
    Donnerstag, 22. März 07 um 19 Uhr
    "Leben Restaurantkritiker kürzer?"

    APRIL
    Karl Michael Brunner - Professor für Soziologie am Institut für Soziologie und empirische Sozialforschung an der Wirtschaftsuniversität, Wien
    Donnerstag, 26. April 07 um 19 Uhr
    "Geschmacksunterschiede: Wie Menschen ihren Ernährungsalltag gestalten"

    MAI
    Verein "Wiener Tafel"
    Donnerstag, 31. Mai 07 um 19 Uhr
    "Versorgen statt entsorgen"

    JUNI
    Karin Keiblinger - Humanbiologin, Bioexpertin
    Donnerstag, 28. Juni 07 um 19 Uhr
    "Die gute Schuljause - gesund, biologisch, up to date"

    Eröffnung der Ausstellung von Frenzi Rigling
    "Protokolle"


    CLUB DER KLEINEN LöWEN
    für Kinder ab 5 Jahren

    "TISCHLEIN DECK DICH" - Willkommen in der Kinder-Kochwerkstatt!

    Samstag, 24. Februar 07 / Beginn 10:30 Uhr
    "In der Früchteküche"

    Samstag, 21. April 07 / Beginn 10:30 Uhr
    "In der Getreideküche"

    Samstag, 16. Juni 07 / Beginn 10:30 Uhr
    "In der Kräuterküche"

    Konzept: Sylvia Schlagintweit


    "5 - UHR TEE"
    Spezialführungen durch den Heilkräutergarten
    mit Dr. Wilhelm Schlagintweit

    Donnerstag, 10. Mai um 17 Uhr
    "Heilkräuter - ein Genuss"

    Donnerstag, 14. Juni um 17 Uhr
    "Vom Garten in die Küche"

    Eintrittspreise:
    Veranstaltungen im Seminarraum Euro 5,-/ermäßigt Euro 3,-
    Führungen durch den Heilkräutergarten Euro 4,-/ermäßigt Euro 3,-
    Kinderveranstaltungen Euro 4,-/ermäßigt Euro 3,-

    Anmeldung zu den Veranstaltungen erbeten:
    Apotheke Zum Löwen von Aspern, 1220 Wien, Groß-Enzersdorfer Straße 4a
    T 01/282 13 82
    Fax 01/283 04 81
    E-mail Büro:
    office@apo-aspern.at
    Informieren Sie sich über das Programm von DENKRAUMDONAUSTADT unter www.apo-aspern.at
    oder direkt in der Apotheke zum Löwen von Aspern.

    Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: U1Kagran/Bus 26a oder
    U3 Schlachthausgasse /Bus 84A
    Nachlesen bei www.plan.at
    www.apo-aspern.at

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