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Shiatsu und Burnout -
ein kongeniales Team

  • Burnout Definition
  • Was ist Shiatsu?
  • Burnout - die Erschöpfung
  • Wie kann nun Shiatsu bei Burnout helfen?
  • Sonstiges
  • Weiterempfehlung dieses Artikels
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    Shiatsu und Burnout - ein kongeniales Team

    von Silvia Bierbaum und Susanne Schiller

    Burnout (ausbrennen oder ausgebrannt zu sein) beschreibt den Zustand einer körperlichen, geistigen und gefühlsmäßigen Erschöpfung. Man ist psychisch und physisch am Ende. Shiatsu ermöglicht es, energetisches Ungleichgewicht festzustellen und durch das Aufspüren und Behandeln von leeren Energieleitbahnen, den sogenannten Meridianen, werden die Kräfte wieder aufgebaut. So kann über die Körpertherapie mitgeholfen werden, die eigenen Kräfte wieder herzustellen
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    Burnout Definition:

    Für den Begriff "Burnout" gibt es verschiedene Definitionen, eine davon stammt von Schaufeli & Enzmann die besagt:
    Burnout ist ein dauerhafter, negativer, arbeitsbezogener Seelenzustand "normaler" Individuen. Er ist in erster Linie von Erschöpfung gekennzeichnet, begleitet von Unruhe und Anspannung, einem Gefühl verringerter Effektivität, gesunkener Motivation und der Entwicklung dysfunktionaler Einstellung und Verhaltensweise bei der Arbeit.

    Diese psychische Verfassung entwickelt sich nach und nach, kann den betroffenen Menschen aber lange unbemerkt bleiben. Sie resultiert aus einer Fehlpassung von Intention und Berufsrealität. Burnout erhält sich wegen ungünstiger Bewältigungsstrategien, die mit dem Syndrom zusammenhängen, oft selbst aufrecht. (vgl.:Schaufeli & Enzmann, 1998, S.36 aus Burisch M., Das Burnout-Syndrom, 3. Auflage, Springer Verlag Heidelberg 2006, S.19.)

    Bei allen Definitionsversuchen bleibt die Grundaussage immer dieselbe. Wenn man den menschlichen Körper mit einem Atomkraftwerk vergleicht, dann ist es so, dass das Kraftwerk normal mit ca. 70% seiner Kapazität läuft, bei Bedarf fährt man die Leistung auf 100% hoch und wenn es erforderlich ist kann man kurzfristig über die kritische Schwelle hinaus gehen.
    So ist es mit unserem Körper auch, nur, dass man im Burnout, die Leistung kontinuierlich in die Höhe schraubt, aber irgendwann nicht mehr hinunter regeln kann, d.h. man "fährt" immer mit 100% und mehr, und irgendwann kommt es zum Megagau, und das ganze System bricht zusammen. Zum Unterschied vom Reaktor hat aber der menschliche Körper keine sichtbaren Warnleuchten. Daher wird das Phänomen vielfach erst bemerkt, wenn das Burnout voll ausgebrochen ist. (Eigene Definition Silvia Bierbaum)
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    Was ist Shiatsu?

    Der Ursprung von Shiatsu entstand aus einer manuellen Therapieform, die aus der Zwei-Hände-Technik aus der über 2000 Jahre alten chinesischen Medizin hervorgegangen ist. Im 10. Jahrhundert verbreitete sich die traditionelle chinesische Massage- und Druckpunkttherapie "Anma" in Japan. Im 20. Jahrhundert entwickelten Tokujiro Namikoshi und Shitsuto Masunaga aus Elementen von Anma und der westlichen Physiotherapie eine sehr effektive Grundform, welche Mitte der 50er Jahre als legitime Therapieform in der japanischen Medizin anerkannt wurde.

    In den 70er Jahren verbreitete sich Shiatsu in Europa. 1993 wurde in Österreich der Österr. Dachverband für Shiatsu (ÖDS) gegründet, welchen es 5 Jahre (1998) später gelang Shiatsu als Teilbereich der Massage gewerberechtlich zu verankern. Nach weiteren 5 Jahren (2003) wurde ein eigenständiges und eindeutiges Ausbildungsprofil festgelegt, das mindestens 3 Jahre dauert und mit einem Diplom abschließt.
    Homepage Marianne Prebio:
    www.shiatsu.prebio.at
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    Burnout - die Erschöpfung

    Burnout (ausbrennen oder ausgebrannt zu sein) beschreibt den Zustand einer körperlichen, geistigen und gefühlsmäßigen Erschöpfung. Man ist psychisch und physisch am Ende. Die Energiereserven sind aufgebraucht und auch die Willenskraft, die bislang noch alles aufrecht hielt, versagt. Man fühlt sich niedergeschlagen, depressiv und leidet oftmals an Schlafstörungen - Symptome, die in der westlichen Medizin mit der Empfehlung, sich Ruhe zu gönnen, längerem Krankenstand und Medikamente behandelt werden. Doch man kann noch sehr viel mehr tun. Shiatsu ist eine Möglichkeit, das Problem an der Basis zu lösen und hilft, eine Spirale der Selbstheilung in Gang zu setzen.

    Der Körper benötigt, um gut funktionieren zu können, die Möglichkeit ausreichend zu schlafen und Zeit, die Kraftspeicher wieder aufzufüllen. Gibt es diese Möglichkeit nicht und wird die Notwendigkeit der Entspannung ständig ignoriert oder durch Aufputschmittel wie Kaffee noch boykottiert, sind Konsequenzen für den Organismus unausweichlich. Es verhält sich wie mit einen Gehaltskonto. Kommt jedes Monat Geld darauf, kann man es ruhig ausgeben. Gibt man jedoch über einen längeren Zeitraum immer nur aus und zahlt nie etwas ein, wird das Minus überhand nehmen und man kommt an den Punkt, wo nichts mehr geht. Betroffen sind beispielsweise Menschen, die Mehrfachbelastungen ausgesetzt sind, ManagerInnen genauso, wie auch berufstätige, allein erziehende Mütter.

    Sehr oft findet man Burnout-PatientInnen im sozialen Arbeitsbereich, wie zum Beispiel in der Pflege: zu Beginn steht das Engagement und der Ehrgeiz des Pflegepersonals. Es wird viel Kraft eingesetzt, man ist motiviert, jedoch bringen die anstrengenden Arbeitsanforderungen und der Personalmangel Erschöpfung mit sich. Man beginnt, eigene Bedürfnisse zurück zu stellen. Körperliche Beschwerden wie Rückenschmerzen und Verdauungsprobleme machen sich bemerkbar. Die Überforderungen führen zu ständiger Gereiztheit den PatientInnen und KollegInnen gegenüber. Schließlich verliert der Betroffene die Freude an der Arbeit. Selbstmitleid, Pessimismus aber auch Aggression und depressive Verstimmungen sind die Folge.
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    Wie kann nun Shiatsu bei Burnout helfen?

    Shiatsu ermöglicht es, energetisches Ungleichgewicht festzustellen und durch das Aufspüren und Behandeln von leeren Energieleitbahnen, den sogenannten Meridianen, werden die Kräfte wieder aufgebaut. Befindlichkeitsstörungen wie Schlafprobleme, Verdauungsstörungen oder Bluthochdruck werden schon nach einigen Behandlungen stark verbessert oder ganz behoben.

    Ein typischer Fall aus der Praxis ist z.B. Barbara S. (Name geändert) 45 J. Beruflich als Krankenschwester tätig, ist sie eine Kollegin die bei jedem Dienst einsprang, immer Zeit hatte und nie "nein" sagen konnte. Die eigenen Termine wurden verschoben bzw. abgesagt wenn sie auf der Station gebraucht wurde. Eine einfache Verkühlung zwang sie für einige Tage ins Bett. Das war der Zeitpunkt wo ihr Körper nicht mehr die Kraft besaß aufzustehen und auch die Beklemmungsgefühle im Brustbereich anfingen. Panikattacken, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme und massive Kopfschmerzen waren an der Tagesordnung. Jeder Handgriff wurde zu einer Belastung. Einschlafhilfen in Form von Tabletten wurden immer häufiger verwendet.
    Barbara S. begriff bald, dass es so nicht mehr weitergehen konnte. Durch die Gespräche mit ihrem Arzt wurde sie auf Shiatsu aufmerksam und wollte die Behandlungsmethode versuchen. Bereits während der dritten Behandlung begann sich der Körper zu entspannen. Zu Beginn der Stunde waren noch die Augen geöffnet und die Atmung sehr unruhig und oberflächlich. Jedoch bereits nach der ersten halben Stunde fielen die Augen zu und die Atmung wurde zusehends ruhiger und tiefer. Nach dieser Behandlungsstunde war erstmals auch ein Durchschlafen ohne Medikamenteneinnahme möglich. Auch das Beklemmungsgefühl und die Kopfschmerzen besserten sich nach nur wenigen Behandlungen. Sie nahm sich selber wieder bewusster wahr und begann, ihren eigenen Körper zu spüren und sich wohl zu fühlen. Weiters fing sie an, sich selber wieder mehr Raum zu geben bzw. zu nehmen. Zusätzlich lösten sich ihre Verdauungsprobleme. Schon nach weiteren drei oder vier Behandlungen, spürte die Klientin, wie die Energie zurückkehrte. Sie fing an ihre Lebenssituation zu hinterfragen. Auffallend war auch ihre Körperhaltung. Waren zu Beginn die Schultern noch nach vorne gezogen, waren jetzt der Gang und die Haltung aufrechter und strahlten Selbstbewusstsein aus. Zuletzt hatten eine Ernährungsumstellung, ein neues Hobby als Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag und die Änderung im Bewusstsein, auch ruhig einmal "nein" sagen zu können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, dazu geführt, dass die Klientin ihr Burnout überwunden hat.

    An welchen Begleitsymptomen die Betroffenen speziell leiden, hängt nicht zuletzt von den unterschiedlichen Persönlichkeitsmerkmalen ab. Gerade deshalb ist Shiatsu, als eine ganzheitliche Körpertherapie, die die Untrennbarkeit von Psyche und Körper als gegeben ansieht, in besonderem Maße geeignet. Der/die ShiatsupraktikInnen hilft dem Klienten zu erkennen, wie sehr ihr Zustand mit ihrer Lebensweise zu tun hat, ihrer mentalen Einstellung und damit, wie sie mit ihrem Körper umgeht. Man ist aufgefordert, seine eigene Lebenssituation kritisch zu hinterfragen. Burnout ist kein Schicksal, dem man sich ergeben muss. Vielmehr handelt es sich dabei um das Ergebnis einer Reihe von Entscheidungen, die man letztlich selber getroffen hat. Somit liegt es auch in der Verantwortung jedes Einzelnen, neue Wege einzuschlagen. Schließlich gilt es die Ursache des Burnout und nicht nur seine Symptome zu beseitigen.
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    Sonstiges:

  • Literatur
    vgl.:Schaufeli & Enzmann, 1998, S.36 aus Burisch M.,
    Das Burnout-Syndrom, 3. Auflage, Springer Verlag Heidelberg 2006, S.19.)
  • Homepage Marianne Prebio: www.shiatsu.prebio.at
    Link zum Autorinnenprofil: hier
    Kontakt:silvia.bierbaum@chello.at
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