Inhalt dieser Ausgabe
Körper:
Tao Training: Psychologie der Muskulatur
"Tao der Ernährung" (TCM)
Religio - Zurück zum Ursprung
Zen in der Kunst des Kochens
Geist:
xp-erience! it: Religio
Die weibliche Seite des Buddha
Tao: Entwicklung von...
Buddhismus
Gedankensplitter...
Ausgewählte Literatur
Seele:
Religion und Spiritualität
Methoden der Achtsamkeit
Maya-Zeit: 10.2.09 - 9.3.09
Kultur Wien
Beruf:
Zen in Leben und Arbeit
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Zen in Leben und Arbeit
Zen ist das Leben selbst
Was willst du von deinem Leben?
Leben und Arbeiten aus einer neuen Perspektive
Buchtipp
Weiterempfehlung dieses Artikels
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Zen in Leben und Arbeit
Buchvorstellung des gleichnamigen Buches von Brigitte van Baren
Mehr Kraft zur Zen. Konnte mit dem Begriff Zen vor noch wenigen Jahren wenige Menschen etwas anfangen, bzw. dachte man, dass Zen eine Religion sei, gibt es heutzutage kaum einen Bereich, den man mit Zen nicht besser bewältigen könnte. Zen setzen wir mittlerweile mit Stille, Achtsamkeit, Meditation und Selbsterforschung gleich. Doch was ist Zen nun wirklich? Ist es Religion, Philosophie oder Lebenseinstellung? Für die Autorin des Buches "Zen in Leben und Arbeit", Brigitte van Baren ist Zen ein Lebensaspekt: Abwaschen, WC-Reinigen, Gutachten schreiben, Sport treiben, schlafen, Essen, Liegen, alles ist Zen. Zen ist frei von Dogmen und zugänglich für alle Menschen, für Gläubige, Ungläubige und Atheisten.
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Zen ist das Leben selbst
Zen ist eine Lebensweise, die man erlernen kann, deren Beherrschung Übung verlangt. Übungen wie Meditation und Achtsamkeit, wobei diese besonders in alltäglichen Abläufen geübt werden kann, wie schon oben erwähnt. Waschen Sie ab und tun Sie dabei nichts anderes. Die Lebensweise des Zen ist begründet auf Ruhe, Besinnung, Meditation und Achtsamkeit für Dinge, die man tut, mit dem Ziel, Einsicht in die eigenen tiefen Schichten zu erlangen. Wenn diese Entwicklung fortschreitet, ist der Geist im Stande eine allumfassende Einheit zu erfahren, die einen letztendlich wieder ins normale Alltagsleben zurückführt.
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Was willst du von deinem Leben?
Diese große Frage, die uns immerzu beschäftigt, mögen wir in verschiedenen Lebensabschnitten unterschiedlich beantworten. Ist es am Anfang unserer Karriere eine möglichst hohe Position in der Firma, kann es in der Lebensmitte schon ganz anders aussehen. In traditionell indischer und chinesischer Kultur unterscheidet man deutlich drei Lebensphasen. Bis zum 25. Jahr, die erste Phase, hier geht es um körperliche Entwicklung und Berufswahl. Ab 25 geht es in der zweiten Phase um die Bereiche Heirat und Aufzucht der Kinder, ehe man ab dem 50. Lebensjahr in die dritte Phase eintritt, in der man - je nach persönlichem Reifeprozess - sich einem Durchbruch ins Transzendente zu öffnen. Dabei ist die dritte Phase vor allem auf die Bewusstwerdung zugrunde liegender psychologischer Muster und dazugehörender wiederkehrender Themen gerichtet.
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Leben und Arbeiten aus einer neuen Perspektive
Um nun einen Schritt von der Theorie in die Praxis des Zen zu wagen, müssen wir aus einer neuen Perspektive heraus leben und arbeiten. Hier wird also aus einem etwas abstrakten Begriff nun eine Lebenshilfe. Durch die Zen-Praxis betrachtet können z.B. "Stress" und "Zeitdruck" ganz anders gelesen werden.
Wer richtig in die Stress- und Zeitfalle gegangen ist, der hat das Gefühl gelebt zu werden. (Mehr dazu in unserer Juni-Ausgabe!) Wir lassen uns mitreißen von der Hektik des Lebens. (Auch wenn es uns immer wieder gelingt, aus der Zeitfalle auszusteigen, kaum passen wir nicht auf, schon sind wir wieder drinnen. Zu viele Zeitfresser (PC, TV,…) nagen an der Zeit. Es ist ein Bewusstwerdungsprozess, zu erkennen, dass die Zeit an sich gar nicht existiert, trotzdem hat der die Macht, der mehr Zeit zu haben scheint. Wer wenig Zeit hat, hat keine solche, nachzudenken über Leben und Sinn… Was den Herrschern von Jahrhunderten noch mit Bildung gelang, gelingt nun mit dem Sähen von Zeitfressern.)
Wörter wie "müssen" nehmen das "wollen" ein und schon hat die Aufgabe eine gänzlich andere Wirkung auf uns.
Aus der Falle kommen wir, indem wir des öfteren Abstand nehmen - öfter und regelmäßiger, denn danach nehmen wir klarer Wahr und haben ein schärferes Urteilsvermögen. Diese Reflexionsmomente können wir schon in die Tagesplanung aufnehmen, fixe Momente, wo wir und innerlich kurz beruhigen und in Stille einfach sitzen. Wenn es uns gelingt, etwas Abstand zwischen uns und der Arbeit zu schaffen und eine entspannte Haltung in dem so geschaffenen Raum einzunehmen, dann lädt man Kreativität ein und seine Batterie wieder auf.
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Buchtipp:
Zen in Leben und Arbeit
v. Brigitte van Baren
Verlag Inspire (Kamphausen)
ISBN 978-3-89901-163-0
€ 17,50
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