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Bildquelle: www.pixelio.de, Kurt-F. Domnik
Das Tao der Ernährung
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    Das Tao der Ernährung

    Von Eva Laspas

    Die Erkenntnisse über TCM-Ernährung entstanden vor mehr als 2000 Jahren und konnten damals wie heute Menschen helfen, ihre Gesundheit zu pflegen. Durch Akupunktur und chinesischer Heilkräutertherapie vom TCM Arzt verschrieben und ausgeführt, können auch viele Krankheiten geheilt werden. Ob für Sie eine TCM-Therapie ideal ist, besprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, TCM-Arzt oder Ihrer TCM-Ernährungsberaterin, die Sie gegebenenfalls zu einem TCM-Arzt Ihres Vertrauens weiterempfehlen wird.

    Die alten chinesischen Gelehrten, auch Taoisten genannt, verglichen unseren Körper mit einem Gefäß, in dem unsere Seele wohnt. Ich vergleiche unseren Körper gerne mit einem Palast, der auf einer festen Grundmauer steht. Die Grundmauer unseres Palastes kann über die Ernährung gestärkt, gepflegt und wieder aufgebaut werden. Alle anderen Techniken und Therapien bauen auf dieser Basis auf.
    Sollten wir daher nicht ganz besonders gut auf dieses Fundament achten?

    Warten Sie daher nicht bis morgen, fangen Sie heute schon an, etwas für Ihr Fundament zu tun. Achten Sie darauf, wie Ihr Körper auf bestimmte Lebensmittel reagiert. Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und essen Sie nichts, worauf Sie nicht wirklich Lust haben! Machen Sie öfter mal eine Pause während der Arbeit und entspannen Sie sich. Lüften Sie häufiger und gehen Sie in der frischen Luft spazieren - über die Atemluft bekommen wir Energie!

    Die TCM-(Basis)Ernährung passt sich an die Tages- und Jahreszeit an, wählt bewusst die Zubereitungsmethode und empfiehlt auch ein gesundes "Essverhalten" - also eine Tischkultur, die der Aufnahme des (Ess-)Qi's förderlich ist. Natürlich wird auch auf die unterschiedlichen Lebensphasen eingegangen, also Ernährung für Kinder, Schwangere, ältere Menschen und so weiter. Es ist ein sehr komplexes Thema, eine Umstellung darf ruhig ein Jahr oder länger dauern.
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    Essmeditation für Sie:

    Damit Sie sehen, dass eine Meditation auch ganz eine einfach Übung sein kann, die wir täglich zwei bis drei Mal ohne großen Zeitaufwand unternehmen können, habe ich Ihnen hier die Übung des "Essen im Tao" aufgeschrieben. Ich empfehle Sie nicht nur Menschen, die gerne Abnehmen möchten, auch die Menschen, deren Magen öfter Probleme macht, haben schon gut davon profitiert:

    Planen Sie für Ihre Nahrungsaufnahme gute 30 Minuten ein. Richten Sie sich die Nahrung auf dem Teller schön an, achten Sie auf die Farbzusammenstellung des Speisen, haben Sie das Gefühl, der die Farbe Ihres Tellerinhalt überwiegt in eine Richtung, nehmen Sie mittels kleiner Zusätze (etwas Karottenraspel, etwas Rettich, ein Salatblatt, Pinienkerne...) farbliche Veränderungen vor.

    Setzen Sie sich gemütlich auf einen Stuhl, so dass Ihr Rücken gerade und Ihre Knie nicht in den Magen stehen. Nun nehmen Sie eine Gabel und nehmen die Hälfte an ihres Fassungsvermögens auf. Führen Sie nun die Gabel so langsam zum Mund, dass Sie die Einzelheiten der Nahrung auf der Gabel noch wahrnehmen, dessen Geruch riechen können.
    Nehmen Sie nun den kleinen Bissen in den Mund. Dann legen Sie die Gabel neben den teller. Nehmen Sie nun ganz bewusst die Sinneseindrücke wahr, die sich Ihnen in Ihrem Mund nun bieten. Kauen Sie langsam, kauen Sie gut, achten Sie, was passiert. (Spüren Sie sofort einen Schluckreflex, dann war der Bissen vielleicht zu groß und Sie haben gar keinen Platz im Mund, um zu kauen?) Kauen Sie bewusst und so lange, bis ein Brei entstanden ist. Schlucken Sie langsam eine kleine Menge, achten Sie dabei immer wieder auf die Geschmäcker, die auf den unterschiedlichen Regionen Ihrer Zunge explodieren.
    Und so fort... bis Sie nach ca. 20 Minuten ein Gefühl der Sättigung fühlen und vielleicht der Teller noch gar nicht leer ist...
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    Über die Hintergründe:

    Abgesehen von der Zusammensetzung der Mahlzeiten kommt es beim Essen auch sehr auf die innere Einstellung zum Essen an. Ideal ist, mit Lust und Freude seine Mahlzeit einzunehmen, dabei keinen Zeitdruck zu haben und keine "Nebenbeschäftigung" wie Lesen oder Fernsehen zu betreiben. Förderlich ist, nur zu essen, das heißt, wirklich ganz "bei der Sache" zu sein und Bissen um Bissen zu genießen.

    In netter, lustiger Runde speist es sich viel besser - das kennen Sie aus eigener Erfahrung - chinesisch gesehen kann das Qi aus der Nahrung dabei besonders gut im Körper aufgenommen werden, weil der Magen entspannt ist.

    Heftige Diskussionen oder Streitereien der Kinder führen dazu, dass sich das MagenQi "verknotet" - auch das kennen Sie sicherlich aus eigener Erfahrung (etwas hat mir auf den Magen geschlagen) - daraus resultieren Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Aufstoßen, Blähungen oder gar Magenschmerzen. Dauerhafte emotionale Belastungen von Magen und seiner Schwester Milz können dann zu Ess- und Verdauungsstörungen und auch zu Übergewicht führen.

    Hastig geschlucktes Essen erfreut unseren Magen schon allein daher nicht, weil er ja keine Zähne hat, um zu kauen! ;-)
    Wie oft Sie einen Bissen kauen sollen? Die TCM-Ernährung, die sehr auf Individualität achtet, schlägt nur ungefähr vor - 10-15 Mal. Jedenfalls sollte aus dem Bissen im Mund ein echter Brei entstanden sein. Aber um überhaupt ausreichend kauen zu können, darf ein Bissen auch nicht zu groß sein!

    Sind wir von der Nachkriegsgeneration aufgezogen worden, dann liegt uns das "Teller aufessen" dermaßen im Blut, dass es wirklich sehr schwer ist, auf dem Teller den letzten Bissen liegen zu lassen, nur weil wir satt sind. Doch es gelingt, mit Geduld die alten antrainierten Essmuster zu überwinden. Wenn Sie ausreichend kauen, werden Sie nach ca. 20 Minuten ein Sättigungsgefühl spüren. Und dann dürften Sie aufhören. ;-) Wer zuviel erwischt hat, bemerkt ein belastendes Gefühl, Völlegefühl oder gar Schläfrigkeit. Alles Qi und Blut aus dem Körper wird zu Verdauung herangezogen, langfristig überlasten wir dadurch den Verdauungsapparat und fördern Feuchtigkeit und Schleimbildung. Mehr darüber in meinem Buch "Ernährung nach den 5 Elementen zum Be-greifen"
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    Buchtipp:

    Diesmal stelle ich Ihnen wieder ein typisch chinesisches Kochbuch vor. Lassen Sie sich von den unterschiedlichen Geschmackskompositionen verführen und genießen Sie ein solches Mahl in oben beschriebener Meditation:

    Chinesisch Kochen
    v. Wynnie Chan
    Verlag Umschau
    ISBN 3-86528-219-9
    € 16,90
    Dieses Buch bei Amazon.de bestellen
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    Rezept des Monats:

    (aus dem Buch Chinesisch Kochen v. Wynnie Chan, siehe oben)

    Kung Po Huhn
    Ein Rezept aus Szechuan, einer Region, die für ihre scharfe Küche bekannt ist.
    Es soll das Lieblingsessen des Statthalters des letzten chinesischen Kaisers gewesen sein. Kung Po ist der Titel des Palastbeamten.
    Zu der scharfen Sauce gehört unbedingt Klebreis.

    1 EL Raps- oder Olivenöl
    2-3 rote Chilischoten, entkernt und in Ringe geschnitten
    2 Knoblauchzehen gehackt
    400 g Hühnchenbrust, in 1 cm große Würfel geschnitten
    1 TL Chili-Bohnensauce
    50 g Bambussprossen aus der Dose, abgegossen
    50 g Wasserkastanien aus der Dose, abgegossen
    1 EL chinesischer Reiswein oder Sherry
    100 ml Hühnerbrühe oder Wasser
    50 g geröstete, ungesalzene Erdnüsse
    2 Frühlingszwiebel, in 1 cm lange Stücke geschnitten

    Für die Sauce 1 TL Maisstärke in 1 EL Wasser gelöst.

    Das Öl bei hoher Temperatur in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Chili und Knoblauch darin einige Sekunden rühren. Huhn und Bohnensauce dazugeben und einige Minuten pfannenrühren. Dann Bambussprossen, Wasserkastanien, Reiswein und Brühe zugeben und aufkochen. Langsam die Maisstärke einrühren und weiter rühren, bis die Sauce dick und glasig ist. Kurz vor dem Servieren die Erdnüsse und Frühlingszwiebeln untermischen.
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    Kontakt

    Eva Laspas
    Ernährungsberaterin nach der TCM
    Info und Termine Institut Laspas:
    Polgarstr. 13E/RH7,
    1220 Wien
    Tel: 280 76 27,
    eva@laspas.at
    www.laspas.at
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         Eva Laspas,
    TCM-Ernährungsberaterin


     
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