Über die unterschiedlichen Fragen, die sich für diejenigen auftun, die in Beziehung leben, sinnieren bekannte Persönlichkeiten. "Wer gibt mir Sicherheit, mich zu binden? Woher soll ich heute wissen, ob mein Partner und ich auch in zehn, zwanzig Jahren immer noch zusammenpassen?" als Beispiel für eine Zeit, in der die Lebenserwartung viel höher ist, als noch anno dazumal. Wo man noch zu Zeiten meiner Großeltern früh geheiratet hat, dann zog man die Kinder groß und nach den Kindern blieb eine vergleichsweise kurze Zeit der Gemeinsamkeit. Nicht so heute, heute folgt nach der Aufzuchtzeit der Kinder eine vergleichsweise viel längere Zeit, in der man das Zusammen sein mehr oder weniger genießen kann.
Wer dieses weniger genießt, der der gehört vielleicht zu der Hälfte aller Verheirateten Deutschlands, die sich wieder scheiden lassen. Und mit jedem neuen Lebensabschnitt darf auch ein neuer Lebensabschnittspartner kommen. Dabei lernt man loslassen, denn aus loslassen und der Leere, die daraufhin entsteht, erwächst ja bekanntlich etwas Neues.
Dauerhafte Beziehungen gibt es auch - die andere Hälfte der knapp 400 000 in Deutschland geschlossenen Ehen (für Österreich liegen im Buch keine Zahlen vor, doch kann es da nicht so viel anders sein...). Psychologen sind sich einig: Eine dauerhafte Beziehung kann sich erst dann entwickeln, wenn der eine sich auf den anderen einlässt, seine Schwächen akzeptiert und die eigene Verletzlichkeit preisgibt. Diese Paare haben offensichtlich im Laufe des Zusammenklebens gelernt, grundlegende Spielregeln des zwischenmenschlichen Zusammenlebens einzuhalten.
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