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 Bildquelle: Anna Schulz, www.pixelio.de
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Religionen und Gott
Alles ist Eins
Die drei Schätze und die Leere
Doch: Das Wesentliche ist unaussprechlich
Sufi - Weg des Herzens und der Heilung
Buchtipps
Weiterempfehlung dieses Artikels
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Wozu leben wir? Was ist der wirkliche Grund unserer Anwesenheit hier auf Erden? Ist es tatsächlich unsere Bestimmung, Tag für Tag in einem gewissen Trott vor uns hin zu wursteln oder steckt ein tieferer Sinn dahinter?
Immer mehr Menschen gelangen immer früher an einen Punkt im Leben, an denen sie den Lebenssinn suchen. Früher oder später gelangen sie zu der Erkenntnis, das der wirkliche Grund der ist, unser spirituelles Bewusstsein zu entwickeln.
Irgendwann erkannte der menschliche Geist erstmals seine Spiritualität, erkannte, dass es neben der dinglichen Welt noch eine andere tiefer gegründete Welt geben müsse, die er durch Intuition und Inspiration, durch Phantasien und Traum erfahren konnte. Bedeutende Zeugnisse dieser Entwicklung sind die Schöpfungsmythen aus aller Welt, die alle gewisse Gemeinsamkeiten besitzen. Ein indianisches Wort sagt dazu:
"Die Menschen müssen das tun, was die Götter zu Anfang taten." Was heißen soll, das die Menschen schöpferisch tätig sein müssen. Dazu bedarf es einer beständigen Verbindung zu ihrer Schöpfergottheit..." (aus ‚Die Schöpfermythen der Menschheit', Dietmar Först)
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In der östlichen Philosophie gibt es auch das Denken, das wir durch den Faktor der Energie (Qi) mit allem verbunden sind, ja alle eins sind. Ich versuche immer die Dinge zu veranschaulichen. Und hier gefällt mir am Besten das Beispiel mit der Plakatwand. Wenn Sie ganz nahe an eine Plakatwand herangehen, dann sehne Sie, dass das Bild aus ganz vielen einzelnen Punkten besteht. Manche sind dichter, manche weiter auseinander.
So ist es auch mit dem Qi - es gibt feines Qi, das sich wie ein leichter Spätsommernebel auf die Wiese legt, es gibt aber auch Qi, das dicht und schwer ist wie Nebel, bei dem man nicht einmal mehr die eigene Hand vor Augen sieht. Dazwischen gibt es zahlreiche Variationen.
Im Buch "Tao Meditationen" von Bruce Frantzis (siehe Buchtipps) geht es um das Vollkommen im Sein entspannen. Es erzählt und zeigt uns die eine der beiden taoistischen Meditationen, die Wasser-Meditation (die andere ist die Feuer-Meditation). Dabei versteht es sich als ein sehr umfassendes Anleitungs- und Übungsbuch. Nach einer Einleitung über die Wasser-Methode im historischen Kontext und ihrer Beziehung zur Feuer-Methode, geht es in die Praxis. So steht dort geschrieben:
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Alles in der Gesamtheit der Schöpfung, auch die Energie des Körpers, wird von den Taoisten unter dem Aspekt der Qualitäten von grober und verfeinerter Energie wahrgenommen.
Grobe Energie - der erste Schatz, der Körper - wird als Vermischung von drei verschiedenen Arten von Energie betrachtet:
(1) das, woraus der physische Körper besteht (Knochen, Blut, Gewebe, Organe usw.);
(2) das, was den physischen Körper antreibt, das Chi, das durch die Akupunkturmeridiane fließt und alles im Körper zum Funktionieren bringt; und
(3), das, was sich in grober, instinktmäßiger Gefühlsenergie äußert (wie beispielsweise bei einem rasenden oder unterwürfigen Tier).
Verfeinerte Energie - der zweite Schatz, das Chi -wird als Vermischung von zwei verschiedenen Arten von Energie betrachtet:
(1) das, was Ihren niederen Mentalkörper treibt, das heißt, die Energie, welche Ihnen die Kraft zu denken verleiht, zumindest auf einer konkreten Ebene; und
(2) das, was Sie Ihre höheren Emotionen wahrnehmen lässt (jene, die sich nicht ausschließlich um das eigene Selbst drehen, wie zum Beispiel Liebe und Mitgefühl).
Wenn Sie anfangen, Shen zu erfahren - den dritten Schatz -‚ dann bewegen Sie sich in die Tiefen Ihres Bewusstseins und Ihres Wesens und beginnen im innersten Kern Ihres Seins das zu erkennen, was nicht durch Zeit und Raum gebunden ist. Auf der Ebene des Geistes fangen Sie an, spirituell lebendig zu werden, verbunden mit sich selbst, mit anderen und der Umwelt... (Zitat Ende)
So sind wir also alle miteinander verbunden und derart auch verbunden mit Gott. Wir sind Teile Gottes. Wenn wir nun alle Teile Gottes sind, dann kann es nicht stimmen, was uns manche Kirchenmänner einreden möchten: Gott ‚straft' uns - die Angst vor dem Jüngsten Gericht in den Menschen zu schüren, gehört für mich zur Sparte Machtmissbrauch. Verzeihen Sie mir meinen Gedankengang, aber Gott würde doch niemals einen Teil von sich selber bestrafen, oder was meinen Sie?
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Darin sind sich die Weisen und Erleuchteten aller Kulturen und aller Zeiten einig. Doch wenn sie uns die letzte Wahrheit nicht mitteilen können - die alten Meister des Zen haben ein geschicktes Mittel gefunden, mit dem sie uns herausfordern, sie selbst zu finden: das Koan. Seit etwa tausend Jahren werden die Koan als Mittel der Schulung zur Erleuchtung verwendet, und sie haben ihre Sprengkraft als Verblendungsvernichtungsmittel bis heute nicht verloren.
Lesen Sie - wenn Sie schon fortgeschrittene Lektüre brauchen - dieses Buch: Aufzeichnungen aus der Klause der Gelassenheit - die 100 Koan des Shoyoroku Con Cong-Rong-Lu (siehe Buchtipps)
Jedes Koan besteht aus der Ankündigung, einem Beispiel und dem Lobgesang, wo alles ungefähr erklärt wird. Lassen Sie mich Ihnen hier etwas vom ersten Koan aufschreiben, damit Sie ein ungefähres Bild bekommen:
1. Der Welt-Geehrte besteigt den Lehrsitz
Ankündigung:
Wenn du den Eingang verschließt und ein Nickerchen machst, empfängst du
allerhöchste spirituelle Kraft. Wenn du umherschaust, alles genau unter die Lupe
nimmst und unaufhörlich krumme Sachen redest, ist das Durchschnitt und darunter.
Wie kann man nur auf einem geschwungenen Lehnstuhl hocken und aus Teufelsaugen
wütende Blicke um sich werfen? - Wenn es hier jemanden gibt, der nicht einverstanden
ist, so soll er nach vorn kommen! Und man kann es ihm nicht einmal verübeln.
Beispiel:
Der Welt-Geehrte bestieg eines Tages den Lehrsitz. Mahjushri, der Bodhisattva der Vollkommenen Weisheit, kündigte ihn mit dem Holzhammer auf dem Schlagbrett an und sagte: "Prüft genau die Lehre des Königs der Lehre. Die Lehre des Königs der Lehre ist wie dies!" Und alsbald stieg der Welt-Geehrte vom Lehrsitz herab.
Lobgesang:
Erkennst du im ersten Teil dieses Auftritts den Wind der Wirklichkeit?
Unaufhörlich verwandelt das Schiffchen des Webstuhls die Ordnung des Ganzen,
Webt ihn weiter, den alten Brokat, und schreibt ihm die Formen des Frühlings ein.
Bedauerlicherweise hat der "Herr des Ostens" etwas preisgegeben - aber was?
Die Ankündigung zum ersten Köan einer Sammlung von einhundert "Öffentlichen Aushängen" hat naturgemäß besonderes Gewicht;
hier führt sie sogleich ins Zentrum des Chan-/Zen-Buddhismus, zur Einübung ins Samädhi...
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Sufismus heißt die mystische Strömung des Islam. Hier wird durch Meditation, Atemtechnik und Versenkung versucht, sich Gott zu nähern, mit dem Göttlichen eins zu werden. Durch Erfahrung überwinden die Sufis konfessionelle Schranken, übern Toleranz und ehren das Leben. Während ihrer langen Tradition haben sich Sufis ein großes Know-How an spirituellen Techniken angeeignet, das jeder erwerben und für sich nutzen kann.
Yan d'Albert, Sufi und Neo-Derwisch, beschreibt in seinem Buch "Sufi - Weg des Herzens und der Heilung" die universelle Botschaft der Sufi, die an alle spirituelle Suchenden gerichtet ist. Dazu gibt es auch die CD, auf der Sie durch Übungen und Elemente-Rituale der Sufis geführt werden. (Beides siehe Buchtipps)
Die folgende orientalische Geschichte macht uns etwas deutlicher, mit welcher Problematik wir uns konfrontieren müssen, wenn wir erforschen wollen, was "Sufismus" ist:
Eine alte Sufi-Geschichte erzählt von einem Wanderzirkus, der sich einst mit seinem Elefanten in einer Gegend niedergelassen hatte, wo die Menschen noch nie ein solches Tier gesehen hatten. Im Dorf erzählte man sich wundersame Dinge über das Tier, und vier Bürger wurden so neugierig, dass sie sich sofort auf den Weg zu ihm machten. Als sie den
Stall betraten, gab es kein Licht, und sie nahmen ihre Untersuchungen im Dunkeln vor.
'"Was ist das denn für ein seltsames Ding?", fragten sich die vier. Der eine berührte den Rüssel des Elefanten und meinte: "Klar, das ist eine Wasserpfeife."
"Nein", widersprach ein anderer, der ein Ohr erfühlte, "es ist ein Fächer".
Der dritte sagte: "Es muss eine Säule sein", denn er bekam ein Bein zu fassen.
Und der vierte, der über den Rücken strich, war überzeugt davon, dass es ein Thron sei.
Sie begannen darüber zu streiten, und jeder glaubte, Recht zu haben. Schließlich gingen sie wieder zurück in ihr Dorf und erzählten dort ihre jeweilige Version weiter. Doch konnte jeder nur das beschreiben, was ihm bekannt war, und keiner gab ein vollständiges Bild ab. So erfuhren die Bürger der Stadt nie die Wahrheit über den Elefanten.
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