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Was ist Visionssuche?
Die drei Herausforderungen
Warum Visionssuche?
Die 4 Phasen der Visionssuche
Visionssuche und Krankheit
Unsere nächste Visionssuche
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von Dr. med. Oskar Demmer

Dr. med. Oskar Demmer
oskar.demmer@wnr.at
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"Es gibt Zeiten in deinem Leben, da ist es nötig, alles hinter dir zu lassen. Zeit, hinauszugehen und mit Gott alleine zu sein, mit der Natur und ihren Wesen. Und an diesem einsamen Platz ist der Held / die Heldin, der Suchende oder der Pilger allein mit den Wesen der Natur. Und an diesem einsamen Ort geht der Mensch auf Innenschau, erhält wie ein Geschenk Antworten, Klarheit, eine Vision, die er mit zurücknimmt zu seiner Gemeinschaft, auf das sie weiter bestehen kann und blüht und damit das Leben weitergeht."
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Die Visionssuche in der Natur ist ein sehr altes und vielen Kulturen bekanntes Ritual der Selbstheilung und Sinnsuche. Es handelt sich um ein Initiationsritual, in der sich der Mensch einer Herausforderung in Gestalt seines Schattens stellt und sich mit ihm verbindet, um bereit zu sein für etwas Neues. Es handelt sich um einen tiefen Reinigungs- und Transformationsprozess hin zum Ganzwerden.
Initiation heißt Neubeginn. Es bedeutet "das Tor zum Geheimen öffnen" (Dürckheim). Das Geheime ist das innerste Wesen. Auf deiner Reise nach innen entdeckst du deine inneren Schätze: Klarheit, Mut, Liebe, Beziehungsfähigkeit, Freude, Glück, Sinnlichkeit, Kraft, Kreativität, Erfolg, ...
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Es handelt sich um ein Ritual, wo du dich mit der Natur neu verbindest, um bei deiner Reise nach innen, den Sinn deines Daseins zu erkennen und deine ganz persönliche Lebensaufgabe zu finden.
Auf der physischen Ebene handelt es sich bei der Visionssuche um ein Fastenritual. Darum wird es auch als "Vision-Fast" (engl., Visionsfasten) bezeichnet. Fasten ist ein wichtiger Teil der Zeremonie.
Tagebucheintragung: "Das Fasten bringt alles heraus, nichts kann unterdrückt werden. Der Hunger beginnt zu nagen und bringt mich in eine sehr große Schwäche. Ich wurde sehr langsam, setzte meine Schritte vorsichtiger. Ich ging sehr behutsam mit meiner Energie um und bewegte mich wie ein alter Mann - es war wie eine Vorschau aufs Alter!. Die Schwäche war anfangs unerträglich bis ich mein Tempo finden konnte. In dieser Langsamkeit wurde ich sehr achtsam und begann Einzelheiten und Kleinigkeiten wahrzunehmen. Im Zustand des Fastens intensivierte sich die sinnliche und geistige Wahrnehmungsfähigkeit und die Verbindung zu den Elementen und zu allem Lebendigen in der Natur wurde für mich stärker spürbar. Neues konnte in größerer Fülle entstehen. Ich nahm andere Energien wahr und begann mit Bäumen, Pflanzen, Tieren und Steinen zu kommunizieren. Stundenlang."

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Auf der mythologischen Ebene handelt es sich um einen Drachenkampf, bei dem sich der Held/die Heldin dem Drachen stellt, ihn tötet bzw. verwandelt, um den Schatz - seinen inneren Schatz - als Preis für sich zu erlangen.
Visionssuche ist ein Übergangsritual, bei dem du bewusst von einer Lebensphase in die nächste übertrittst. Der wichtigste Übergang ist der vom Jugendlichen zum Erwachsenen. Robert Bly, amerikanischer Psychologe: "In unserer Zeit gibt es nur mehr erwachsene Jugendliche oder jugendliche Erwachsene, keine erwachsenen Erwachsene."
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Vier Tage und vier Nächte allein in der Wildnis. Nur mit Schlafsack, Plane und den
notwendigsten Dingen des Lebens ausgerüstet. Fastend, ohne Essen (1), nur mit Wasser, Einsamkeit (2) und Ausgesetztsein (3) den Elementen (Die drei Herausforderungen) sind Teil der Zeremonie und alte Rituale, wenn Menschen auszogen, um sich selbst zu begegnen.
Somit gehört die Visionssuche zu den tiefgreifensten Erfahrungen in einem Leben. Einsamkeit, Fasten und den Elementen ausgesetzt zu sein, bringt dich rasch in deine Mitte und führt dich zurück zu deinen Wurzeln, verankert dich stark mit dem Mutterboden und bringt Klarheit in dein Leben.
"Die zivilisatorische Schicht, die uns von der Wildnis trennt, ist nicht dicker als drei Tage" - Robert Greenway
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"Bei der Visionssuche geht es nicht um Erleuchtung oder Mystifizierung -
es geht um Verwandlung und damit um Heilung." - Steven Foster
Es ist eine Herausforderung, der sich immer mehr Menschen stellen, die sich in Ihrem Leben an einem Wendepunkt oder in einer Krise befinden. Alleine auf dich gestellt erfordert es Mut, Ausdauer und Selbstüberwindung der inneren und äußeren Natur zu begegnen. Doch der Nutzen ist elementar: Es sind die zentralen Fragen des Lebens, die hier beantwortet werden. Es hilft erwachsen zu werden, Lebenskrisen zu bewältigen, sich neu zu orientieren, Klarheit zu finden, Sinn des eigenen Daseins zu erkennen, sich anzunähern und anzubinden an die Quellen unseres Lebens, seine ganz persönliche Lebensaufgabe zu finden und das Heilige in der Natur zu entdecken.
"Bei der radikalen Erfassung des Zustandes, kann Fortschritt passieren."
- Norbert Mayer.
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Die Vorbereitungsphase - die Auszeit (das Herzstück) - die Integrationsphase - die Phase des Handelns und Gestaltens
Die Vorbereitungsphase:
Sie besteht aus drei Tagen - hier geht es in erster Linie darum, die Absicht zu klären, wofür du 4 Tage und 4 Nächte fastend, alleine und den Elementen ausgesetzt, hinaus gehst in die Natur. Du wirst eingewiesen und unterrichtet, was alles passieren kann in der Auszeit, wann abgebrochen wird, Fragen der Sicherheit, Information über Tiere und Wetter, welche körperlichen Zustände dich erwarten können, die Vorbereitung auf das Fasten. Eigene, spontane Rituale wie auch vorgegebene Rituale werden empfohlen.
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Die Absichtserklärung ("Intent"):
Es handelt sich um einen Satz, mit dem du hinausgehst in die Auszeit. Dein Thema wird komprimiert in einem Satz, der dich in der "heiligen Zeit" begleitet und trägt.
Die Auszeit:
Ein Verabschiedungsritual entlässt dich in die "Heilige Zeit" und in den "Heiligen Raum", wo du nun für vier Tage und vier Nächte "unsichtbar" bist. Du spürst, du bist an der Grenze deines Ichs angelangt, am Rande deines Einflussbereichs. Du gehst über die bisherigen Begrenzungen hinaus und verlässt die "geschützte Zone" des zivilisierten Lebens. Verlassen und ungeschützt kommst du in Kontakt mit deinen Kräfte, von denen dich ein "sicheres" Leben bisher abgeschirmt hat.
Die Seminarleiter befinden sich im nahen Basislager und sorgen für deine körperliche und psychische Sicherheit.
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"Die wichtigsten Erfahrungen des Menschen sind die, die ihn an seine Grenze führen. Dass wir nur so lernen - weil es unseren ganzen Mut braucht. Und nur wer diese Grenze kennt, kennt das Leben. Der Rest ist nur Zeitvertreib, Routine, Älterwerden und Sterben, wobei man nicht einmal weiß, was man hier auf Erden eigentlich gemacht hat."
P.Coelho, 11 Minuten
Die Integrationsphase und die Phase des Handelns und Gestaltens:
"Verwende auf das Ende genau so viel Sorgfalt wie auf den Anfang." Lao Tse
Nach der Rückkehr kommt der "Ältestenrat" zusammen. Das heißt Teilnehmer und Leiter treffen sich, so wie es bei den traditionellen Übergangsriten üblich war. Und jeder erzählt seine Geschichte, zwanzig Minuten lang. Und der Kreis von Menschen, die daran teilnehmen, ist Zeuge und bestätigt und bekräftigt das Gehörte. Neben dem sehr berührenden Hören der Geschichten, wird das Erlebte noch einmal bewusst gemacht und viele Aha-Erlebnisse passieren in dieser Phase. Die "Edelsteine" und andere Geschenke werden eingesammelt.
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"Wenn der Held seine Aufgabe gelöst hat, ... bleibt ihm noch der Rückweg mit der Trophäe, die das Leben verwandeln soll. Dass er nun die Arbeit unternimmt, die Weisheitsrunen, das Goldene Vlies oder die schlafende Prinzessin in den menschlichen Bereich heimzubringen, wo der Segen in der Erneuerung der Gruppe, des Volkes, des ganzen Planeten oder der zehntausend Welten sich bewähren kann, schließt erst den Kreis, wie die Norm des Monomythos es fordert." J. Campbell
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Krankheit ist eine schmerzliche Aufforderung, sich mit wesentlichen Fragen des Lebens auseinander zu setzen. Besonders Fragen nach dem Sinn von Krankheit und des Lebens drängen in den Vordergrund. In dem in der Visionssuche diese Fragen gestellt werden, kommt der Betroffene mit all seinen Gefühlen in Kontakt, und erhält Zugang zu tiefen, verschütteten Seelenanteilen, die bewusst gemacht und integriert werden können.
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Diese Erfahrung des Ganz-Werdens öffnet den Zugang zur ursprünglichen Lebenskraft. In der Hinwendung zu den Seelenkräften und damit zum innersten Wesen, das wahrnehmbar wird, bekommt Heilung eine andere, tiefere Dimension, die jenseits von "krank" und "gesund" liegt. Ein neuer Umgang mit der Krankheit wird möglich und gibt Werkzeuge an die Hand, die den Erkrankten auch in den schwierigsten Momenten körperlicher Einschränkung handlungsfähig bleiben lassen.
Der Prozess der "Heilung" ist nicht notwendigerweise ein Weg, der alles kuriert, aber er birgt die Möglichkeit der körperlichen Genesung in sich. Der Weg der Heilung ist sehr individuell. Im Loslassen des Alten, der Hingabe an das Neue und dem Annehmen des Unannehmbaren eröffnen sich plötzlich neue Wege und schwierige Situationen bekommen einen tieferen Sinn.
"Nimmst du die initiatische Erfahrung an, so hat sie Durchbruchscharakter zur Heilung." - Karlfried Graf Dürckheim.
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Dr. med. Oskar Demmer
geb. 1963, verheiratet, 3 Kinder, Arzt für Allgemeinmedizin, Homöopath, Akupunkteur, Initiatischer Therapeut (nach Dürckheim, ausgebildet im Zentrum Metafor München), Visionssuche-Leiter, ausgebildet in der Tradition der School of Lost Borders (Steven Foster, Meredith Little - USA, Kalifornien), Mitbegründer des Zentrums "Wahrnehmungsräume-Zentrum für Gesundheit, Bewegung und Kommunikation" in Wien.
Tel.: 0043-1-5228080, 0043-2243-22931,
Fax: 0043-1-5267089,
Email: oskar.demmer@wnr.at
www.wahrnehmungsraeume.at (www.wnr.at)
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Susanne Demmer
geb. 1972, verheiratet, 3 Kinder, Diplomierte Physiotherapeutin, diplomierte Lebens- und Sozialberaterin, Chakren- und Energiearbeit, NLP-Trainerin, Visionssuche-Leiterin, Mitbegründerin des Zentrums "Wahrnehmungsräume-Zentrum für Gesundheit, Bewegung und Kommunikation" in Wien.
Kontakt: 0043-2243-22931,
Email: susanne.demmer@wnr.at
www.wahrnehmungsraeume.at (www.wnr.at)
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