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Noreia - Göttin Made in Austria?
Ist Isis Noreia oder Noreia Isis?
Wege zu den alten Göttern
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von Eva Laspas
Wie auch die anderen Göttinnen, über die ich Ihnen in den letzten Ausgaben der Virtuellen berichtet habe, gilt Noreia als die "Große Mutter" aller Gottheiten, diesmal speziell aus den Alpenländern der norischen Kelten. Jedenfalls galt Noreia als "polyvalente Gottheit)*". Also nicht nur die Muttergöttin schlechthin, sondern auch Schutzgöttin für Bergbau, des Schicksals, der Fruchtbarkeit, des Lebensglücks an sich und auch der heilenden Kraft des Wassers. Und weil sie die Große Mutter ist, die das Land nährt, das wiederum uns ernährt, gab man ihr keine Gestalt. Es mag auch als Bemessenheit gegolten haben, eine derart mächtige Gottheit von Menschenhand darstellen zu lassen.
)* Wenn man nicht genau weiß, welcher Gott wofür zuständig ist, dann spricht man einfach den Einen an, den man kennt und bitte ihn um Hilfe. Er wird sich entweder selbst bemühen oder die Aufgabe an andere Gottheiten weitergeben, die bessere Voraussetzungen haben.
So kam es, dass mit den Jahren jede Gottheit nicht nur einen Zuständigkeitsbereich hatten, sondern mehrere. Dies nennt man "polyvalentes Numen", also ein "Gotteswesen mit vielen Werten".
Ob Noreia jetzt tatsächlich eine "echt" österreichische Göttin ist, steht in den Sternen. Zahlreiche Funde zeugen davon, doch der Ursprung bleibt wie immer im Dunkeln. Im Glantal in Hohenstein und auf dem Ulrichsberg zum Beispiel wurden Heiligtümer gefunden, deren Inschriften vom Noreia-Kult zeugen. Und wer seine Gottheit liebt, der benennt auch seine Dörfer nach ihr, im Falle Noreias gleich zwei Dörfer, nur einige Meilen vom Ulrichsberg entfernt.
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In der Römerzeit wurde Noreia kurzerhand mit Isis gleichgesetzt oder aber Isis mit Noreia, je nachdem, von welcher Warte aus man die Sache betrachtet. Da Isis auch als Göttin Mutter, als Frauen- und Fruchtbarkeitsgöttin angesehen wurde, lag es wohl den Römern nahe, sie mit Noreia in einen Topf zu werfen. So auf die Art: "Was interessieren mich die komischen Gottheiten der Barbaren, sind eh alle gleich und können den romanischen Gottheiten kein Wasser nicht reichen…", was auf Lateinisch vielleicht nobler klingen mag, welches ich aber erstens nicht mehr ausreichend beherrsche und zweitens Sie hiermit nicht strapazieren möchte. ;-) Das lassen wir dem Albert Uderzo über… (Asterix, der Gallier: "Die spinnen, die Römer.")
Dabei steht ganz außer Frage, dass diese beiden Göttinnen kaum verschiedener sein können. Hat Noreia ihren Ursprung in der Alpenregion und wurde die Stammesgöttin des Landes, das wir heute Kärnten nennen, so ist Isis eine ägyptische Göttin, deren Wurzeln man eindeutig dort suchen und finden mag.
Nichts desto trotz - es gab also diese römische "Vereinfachung" der Götinnen und daher gibt es auch Statuen, deren drei bis heute gefunden wurden und den Namen Isis-Noreia erhielten. Im Volk waren Riten und Bräuche so tief verwurzelt, dass die Christen bei der "Übernahme" Angst bekamen, kurzen Prozess machten und der Göttin die Macht zu rauben versuchten, indem sie der Statue Hände und Kopf abschlugen…
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Die Autoren des gleichnamigen Buches Vicky Gabriel und William Anderson leiten uns in liebevoller Art an, die Priesterschaft in der Naturreligion zu erlangen, um in Einheit mit Mutter Natur zu gelangen. Die Einweihung ist in 13 "Monde" geteilt und beginnt mit dem ersten Neumond zwischen 21. Februar und 21. März.
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Wege zu den alten Göttern
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