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Sommerblumentage
Oberes Belvedere, Lovis Corinth
Raum im Bild, Kunsthistorisches Museum
Hieronymus Löschenkohl, Wien Museum
Liebe und Leid‘n beim Haydn, Palais Pallfy
Menschen im Hotel, Volkstheater-Empfangsraum
Die letzten Tage der Menschheit, L.E.O.
Eisenjahre, Chrisanna Burkhardt
Dan, Laiengruppe Lutzmannsburg
Piaf, Volkstheater
Fantasma, Akademietheater
Die Fledermaus, Staatsoper
Ein Geheimnis, Kino
Weiterempfehlung dieses Artikels
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Sommerblumentage in den Blumengärten Hirschstetten - Die Blumengärten Hirschstetten träumen am 16. und 17.Mai, jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr von der Farbenpracht des kommenden Sommers.
Der Sommer hat in den Blumengärten bereits im Mai Einzug gehalten und zeigt bereits jetzt, was in ihm steckt. |
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In den bekannten Themengärten der Blumengärten Hirschstetten bietet das Florarium jedes Jahr ein wiederkehrendes Pflanzen- und Farbenerlebnis der besonderen Art. Neben dem mediterranen Garten, dem Weinberg, dem mexikanischen Garten oder dem Labyrinth werden auch dieses Jahr auf einer großen Fläche die schönsten und neuesten Sorten an Sommerblumen den Besucher/innen präsentiert.
Hier haben pflanzenbegeisterte Besucher/innen die Möglichkeit die Sorten zu bewundern, die sich bald auch in den Beeten der Stadt in Parks und Anlagen ihre Pracht entfalten werden. So sind hier neben altbewährten Sorten jene neue Sorten ausgepflanzt, die vielleicht erst nächstes oder übernächstes Jahr im Handel erhältlich sein werden.
Somit ist es beinahe Pflicht bei einem Besuch in den Blumengärten Hirschstetten Papier und Bleistift bereit zu halten, um all die Namen der Sorten zu notieren, die man gerne auch in den eigenen Garten pflanzen will.
Die farbenprächtige Sommerblumenvergleichsschau ist in diesem Jahr wieder um ein Stückchen gewachsen und ist in der Weite der Anlage durch ihren eleganten Pavillon ganz leicht zu finden.
Natürlich geben die Gärtnerinnen und Gärtner der Blumengärten Hirschstetten gerne Tipps und Infos rund um die Kultivierung der prächtigen Sommerblumen.
Die Wiener Stadtgärtner/innen freuen sich auf Ihren Besuch!
Der Eintritt ist frei!
Blumengärten Hirschstetten
Quadenstrasse 15, 1220 Wien
Tel.: 4000/42110, Email: blumengarten@ma42.wien.gv.at
Zur Website
Erreichbarkeit: Buslinie 23A ab U1 Station Kagraner Platz bis Haltestelle Blumengärten Hirschstetten.
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Lovis Corinth
Oberes Belvedere
Prinz-Eugen-Straße 27
1030 Wien
Ausstellung vom 25. März bis 19. Juli 2009
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr
Die Reihe der Ausstellungen „Meisterwerke im Fokus“ beginnt mit dem Maler Lovis Corinth (1858 – 1925). Es werden zwölf Gemälde und zwei Grafiken, die größtenteils aus dem Bestand des Belvedere stammen, gezeigt.
Die letzten 14 Jahre seines Lebens musste Corinth mit den Folgen eines Schlaganfalles leben. Seine Mobilität und auch die optische Wahrnehmungsfähigkeit waren durch die Krankheit eingeschränkt. Trotz dieses Schicksalsschlages malte er noch mehr als 1000 Bilder. Der aus Ostpreußen stammende Künstler war um 1900 neben Max Liebermann einer der bedeutendsten Maler der Berliner Sezession.
Ein Stummfilm aus dem Jahre 1922 zeigt Corinth bei der Arbeit. Flink trägt er die Farben auf, den kleinen Finger der rechten Hand weggestreckt.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Bild „Dame am Goldfischbassin“, das die Frau des Künstlers an ihrem Lieblingsplatz im Wohnzimmer zeigt. Es ist ein farbenfrohes Gemälde mit einem Aquarium und vielen Zierpflanzen.
Der „Liegende weibliche Akt“ gilt als eines seiner Meisterwerke. Eine üppige Frauengestalt füllt das Bild bis zum Rand vollkommen aus.
Beim „Stillleben mit Chrysanthemen und Amaryllis“ bewundern wir eine Fülle von Blüten, die ins Unendliche wuchern.
Die „geschlachteten Kälber“ beeindrucken uns durch ungeheure Fleischmassen und lassen die blutige Arbeit der Schlachter erkennen.
Ein Lieblingsmotiv des Malers war die Landschaft um den Walchensee, an dessen Ufer das Haus des Künstlers stand.
Vom Künstler selbst sind zahlreiche Selbstporträts vorhanden. Er malte sich zumindest einmal im Jahr, meistens an seinem Geburtstag.
Die Gemälde lassen eindeutig erkennen, dass sich nach dem Schlaganfall in seiner Malerei ein Stilwandel vollzogen hat. Sein Handicap wird auch aus medizinischer Sicht dargestellt.
Am 2. Juli 2009 um 16.30 Uhr wird im Belvedere ein Vortrag von Prof. Dr. Hansjörg Bäzner, der Neurologischen Universitätsklinik Mannheim, über Corinths Schlaganfall und dessen Folgen, gehalten.
Das Belvedere bietet damit wieder eine ganz besondere Art einer Ausstellung, die sich eingehend mit einem speziellen Thema befasst.
Eine kleine sehenswerte und höchst interessante Ausstellung.
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
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Interieurmalerei 1500 bis 1900
Kunsthistorisches Museum
Ausstellung vom 31. März bis 12. Juli 2009
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr
Donnerstag bis 21 Uhr
Die Ausstellung zeigt 35 Werke aus eigenen Beständen, aus der Albertina, der Akademie der bildenden Künste und aus der Liechtensteinsammlung in Vaduz.
Die Interieurmalerei wurde ab dem 14. Jahrhundert zum beliebten Motiv. In damaligen Zeiten richtete sich der Blick von außen in das Innere des Gebäudes. In der Zeit als die niederländische Malerei ihren Höhepunkt erreichte, steht der Betrachter im Raum. Der Blick richtet sich durch Fenster in die Landschaft oder durch geöffnete Türen in die Nebenräume. Die verschiedenen Lichteffekte kommen in diesen Gemälden besonders gut zum Ausdruck.
Interieurmalerei war immer in den Blütezeiten der Wirtschaft und der Wohnkultur am beliebtesten.
Zu den Gemälden, die uns am meisten beeindruckten, gehört Jan Vermeer’s „Die Malkunst“.
Wir stehen in einem überladenen Salon mit buntem Teppichboden, reichhaltigem Mobiliar, Säulen und Fenster. Der Raum ist überfüllt mit dekorativen Kostbarkeiten. Als Blickfang befindet sich in der Mitte des Salons ein prächtiges gemaltes Porträt.
„Die flämische Haushaltung“ von Maerten van Cleve gewährt uns den Einblick in eine niederländische Stube. Auch dieses Gemälde ist von vielen Details geprägt. In der Stube spielt sich das ganze Leben ab. Es wird gegessen, getrunken und geplaudert. Erwachsene, Kinder und Tiere sind in einem Raum vereint. Alle menschlichen Bedürfnisse werden anschaulich dokumentiert.
Frans van Mieris „Kavalier im Verkaufsladen“ gewährt uns den Einblick in ein Geschäft. Im Hintergrund des in dunklen Farben gehaltenen Gemäldes, beobachtet der Inhaber des Ladens das Geschehen. Man wird dadurch selbst zum Voyeur.
Im Wien des Biedermeier stehen die Aquarelle von Jakob und Rudolf von Alt im Mittelpunkt.
Die liebevollen Pinselstriche, die farbenfrohe Natur und die fotoähnlichen Details erfreuen unser Auge.
Diese sehenswerte Ausstellung ist ein Muss für alle Kunstliebhaber!
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
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Sensationen aus dem Alten Wien
50-Jahr-Jubiläum
Wien Museum Karlsplatz
Ausstellung vom 24. April bis 16. August 2009
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertag: 9 Uhr bis 18 Uhr
Mit der Ausstellung Hieronymus Löschenkohl feiert das Wien Museum gleichzeitig sein 50-Jahr-Jubiläum. Es wurde im April 1959 mit der Sonderausstellung „Hieronymus Löschenkohl“ eröffnet. Diesmal findet eine Renaissance der Ausstellung statt. Wir erleben aber auch die Veränderungen in der Art der Präsentation von damals und heute.
Hieronymus Löschenkohl (1753 – 1807) war der erste „rasende“ Reporter im alten Wien. Unter Joseph II. begann eine Art Pressefreiheit. Die Zensur war gefallen. Er war immer aktuell und immer schnell. Aktualität ging vor Qualität.
Er war der einzige Kupferstecher ohne akademische Ausbildung und hatte es zu Beginn seiner Arbeit schwer, sich gegen die Konkurrenz in Wien durchzusetzen. Seine Arbeiten waren nicht so präzise und fein ausgeführt, wie zum Beispiel die der Firma Artaria & Comp. Er erschloss immer neue Schaffensgebiete und überholte mit seinem reichhaltigen Angebot alle Konkurrenten. Löschenkohl tauchte überall auf, wo etwas los war. In bunt kolorierten Stichen berichtete er von Kriegsschauplätzen, von großen Festen und Ereignissen bei Hof, Exekutionen und vieles mehr.
Löschenkohls Bilder sind häufig in Büchern zu finden, daher sind uns viele von ihnen bekannt.
Wir haben Einblick in Kriegsschauplätze, Musterungen und Zeichnungen von Türken, die er nicht gerade schmeichelhaft darstellt. Im Jahre 1781 kam er nach Wien und eröffnete bald das „Gewölbe“ auf der Wiener Luxusmeile, dem Kohlmarkt. Dort standen bald die Kunden Schlange. Er produzierte Kalender, Glückwunschkarten, Spiele, Fächer, Tapeten, Knöpfe, aber auch Entwürfe von besonders schönen Möbelstücken sind erhalten.
Leider ist von vielen Arbeiten nichts mehr vorhanden. Ohne die Sammlerpersönlichkeiten Max von Portheim und August Heymann, wäre dieser einzigartige Bestand der Sammlung im Wien Museum undenkbar. Sie wurde 1937 von der Stadt Wien angekauft.
Wir können viele Schattenrisse bekannter Schauspieler der damaligen Zeit bewundern. Immer wieder tauchen die Umrisse von Mozart und Haydn auch heute noch auf.
Ein schauriges Beispiel dieser Zeit ist eine Radierung von Hinrichtungen. Verbrecher wurden gerädert und gevierteilt und das Volk hatte noch sein Vergnügen daran. Kleinere Ganoven und Prostituierte wurden damit bestraft, dass ihnen die Haare abgeschnitten wurden. Sie mussten sich von der Bevölkerung beschimpfen lassen und wurden bei entwürdigenden Tätigkeiten zur Schau gestellt.
Adelige, Künstler und Leute, die auf sich hielten, ließen sich porträtieren. Löschenkohls Arbeiten besitzen bis heute Aktualität und hinterlassen uns einen umfangreichen Einblick in die Josephinische Epoche.
Zur Ausstellung ist ein wunderbar gestalteter Katalog zu erwerben, der in keiner guten Bibliothek fehlen sollte.
Dem Wien Museum ist mit dieser Ausstellung wieder ein großer Wurf gelungen. Sie ist für Alt und Jung wärmstens zu empfehlen.
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
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zum 200. Todestag von Josef Haydn
Palais Palffy
im März 2009
Eine biografisch - musikalische Collage von Topsy Küppers
Christos Marantos, Konzertpianist
Manchmal kann eine biografische, szenische Lesung die Gestalt eines Genies mehr erhellen oder sogar treffender vermitteln, als jede tiefsinnige Abhandlung.
Erkennt man in den traurigen Passagen, aus welch leidvollen Erfahrungen sie komponiert wurden? Oder sind die heiteren Musikstücke Reflexionen glücklicher Stunden?
Als Wegweiser durch ein stimmungsvolles Programm dienen die originalen Tagebuchnotizen, Briefe und überlieferten Aussprüche von Josef Haydn. Sie zeigen uns den innerlich zerrissenen Mann, den zutiefst Gläubigen, aber auch einen Menschen der sich auflehnt, vor allem gegen seine Frau. In seinen Briefen an seine – verheiratete - Seelenfreundin erkennen wir den verzweifelt nach Liebe und Zärtlichkeit Suchenden.
Seine persönlichen Erlebnisse in London sind ein aktuelles Beispiel der schwierigen Integration eines burgenländischen Katholiken an den "Way of Life" im englischen Königreich. Die charakterisierenden Texte führen uns von einem Musikstück zum nächsten. "Liebe und Leid´n beim Haydn", ist mehr als eine Collage aus szenischer Lesung und meisterhaft gespielten Musikstücken.
Diesen wunderbaren, lehrreichen und unterhaltsamen Abend verdanken wir der großartigen Künstlerin Topsy Küppers, die mit Elan, Witz, Charme und wunderbarer Stimme agierte.
Zu Beginn hören wir die verschiedensten Fassungen von Haydns Hymne „Gott erhalte“, die einst unsere Bundeshymne war und heute als „Deutschland, Deutschland“ in unseren Ohren klingt.
Wir lernen einiges, auch Unbekanntes über den Komponisten. Auch, dass er seine Ehefrau als „bestia infernala“ bezeichnete. Er verkroch sich in sein Arbeitszimmer, um der Besagten aus dem Weg zu gehen. Anscheinend haben wir es Frau Haydn zu verdanken, dass wir heute die vielen herrlichen Werke genießen dürfen.
Ein außergewöhnlicher Abend!
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
(aus der Serie „Unter fremden Himmeln“)
Ein Abend zu Vicki Baums Roman „Menschen im Hotel
Szenische Lesung im Volkstheater (Empfangsraum)
27. März 2009
In einer Fassung von Kathrin Hiller agierten
Preysing/Grusinskaja....................Christoph F. Krutzler
Baron von Gaigern........................Simon Mantel
Kringelein.....................................Claudius von Stolzmann
Flämmchen...................................Seraphine Rastl
Das Telefon klingelt unentwegt, Flämmchen, die Sekretärin des Fabrikanten Preysing nimmt Gespräche entgegen, gibt Auskunft, leitet weiter, verbindet und tippt eifrig in die Maschine.
Preysing diktiert ihr einen Brief an einen Geschäftspartner in London. Während des Diktates langt überraschend die telefonische Absage des angedachten Projekts ein.
Christoph F. Krutzler mimt den Geschäftsmann wie auch die launische Solotänzerin Grusinskaja, die an Depressionen leidet und Auftritte platzen lässt. Er spielt die ganze Skala von Charakteren und Gefühlen hinauf und hinunter. Ein großartiger Interpret dieser Rollen.
Der junge Baron von Gaigern, der verarmt ist und sich als Hochstapler gibt, war der Tänzerin nachgereist und versucht, ihr Herz zu erobern. Zuerst ziert sie sich, doch dann flötet sie in höchsten Tönen. Sie erliegt seinem Charme und sehnt sich danach, wieder auf der Bühne zu tanzen. Als sie am nächsten Tag feststellen muss, dass es Baron von Gaigern nur auf ihre Perlen abgesehen hat, verfällt sie in tiefe Traurigkeit. Er will ihr die gestohlenen Perlen zurückgeben, aber sie lehnt ab, da sie ihr nur Unglück bringen. Erfolglos versucht sie, den jungen Mann abzuhalten, sie zu verlassen.
Kringelein, ein junger Mann aus einem kleinen Provinznest, will das schönste Zimmer des Hotels. Er hat ein wenig Geld gespart und will damit die Vergnügen der Großstadt kennenlernen. Er lässt sich von Baron von Gaigern instruieren, wie er sein Geld unters Volk bringen soll.
Claudius von Stolzmann bringt die Rolle des unerfahrenen jungen Mannes
vom Land ausgezeichnet zur Geltung. Simon Mantel besticht als Hochstapler.
In allen Szenen kommt immer wieder Flämmchen vor. Mit Kringelein dürfte ihr ein Happy End gelingen.
Seraphine Rastl, als attraktive Sekretärin, gelingen alle Szenen mit Bravour.
Eine wunderbare szenische Lesung, die uns den Roman „Menschen im Hotel“ von Vicki Baum, die seinerzeit Österreich auf Grund der politischen Verhältnisse verlassen musste, in Erinnerung gerufen hat.
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
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L.E.O. - Theater (letztes erfreuliches Operntheater)
Ungargasse 18, 1030 Wien
Einen seltenen Höhepunkt konnten wir im L.E.O. erleben.
Das Monumentalwerk von Karl Kraus wurde als „Tragödie in 5 Akten mit Vorspiel und Epilog“ aufgeführt. Es ist ein ewig gültiges Dokument gegen den Krieg.
Martin Haidinger vom ORF las und spielte dieses einmalige Werk, das die menschliche Dummheit, die Gemeinheiten, den menschenverachtenden Zynismus der höheren Gesellschaft und des Pöbels dramatisch darstellt.
Der Vortrag gelang grandios. Martin Haidinger spielte jede Persönlichkeit und jede einzelne Szene in allen Facetten so großartig, als wäre ein ganzes Ensemble zum Einsatz gekommen.
Ein Stummfilm, Fotografien und Musikstücke untermalten das Geschehen.
Wir hörten Werke von Beethoven, Debussy, Poulenc, Prokofjew, Godowski und Arvo Pärt.
Auch das Trio bestehend aus Klavier, Violine und Flöte machte erstklassige Musik.
Ein verwöhntes Publikum war hingerissen und spendete tosenden Applaus.
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
von Chrisanna Burkhardt
Amalthea-Verlag
Buchhandlung Müller, 1030 Wien
Lesung am 31. März 2009
Aus dem soeben erschienen Buch „Eisenjahre“ haben Elfriede Irrall und Olaf Scheuring einige der humorvollen Anekdoten vorgetragen.
Im Buch geht es um Kurzgeschichten aus den 50iger Jahren. Sie spielen im ländlichen Raum und erzählen vom Kino, vom sonntäglichen Kirchenbesuch, von Friseurbesuchen, die gesellschaftlichen Einrichtungen, die Besatzungsmächte und sonstigen damaligen Erlebnissen.
Im Mittelpunkt steht der Schmied des Ortes, der liebenswürdig, optimistisch und immer mit guten Ratschlägen als Onkel zur Seite steht.
Ein kurzweiliges Buch, das in manchem Leser Erinnerungen auffrischen wird.
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
Schauspiel von Ana Schoretits
Theatergruppe Lutzmannsburg
Gasthof Pacher, Lutzmannsburg
Besetzungsliste:
| Dan (Daniel) | | Alexander Hirt |
| Magdalena | | Cora Zölss |
| Vera | | Helga Lambauer |
| Irene | | Anna Weber |
| Andreas | | Bernd Schuckert |
| Claudia | | Isabella Hauer |
| Dr. Merkats | | Martin Hirt |
| Direktor | | Heinz Hauer |
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| Spielleitung | | Elfriede Irrall und Olaf Scheuring |
| Bühnenbild | | Walter Stifter |
Und wieder einmal lohnte sich der Ausflug nach Lutzmannsburg.
Diesmal wurde am 28., 29.3. und am 4.4. und 5.4.2009 wieder ein neues Theaterstück aufgeführt.
Unter der professionellen Spielleitung von Elfriede Irrall und Olaf Scheuring konnten wir die Laiengruppe im Schauspiel „Dan“ bewundern.
Ana Schoretits ist die im Burgenland geborene Autorin, die das Stück in kroatischer Sprache verfasst hat. Für die Aufführung wurde es auf Deutsch in „Lutzmannsburger Mundart“ übersetzt.
Dan ist ein Mann um die 30, der auf geistigem Niveau ein Kind geblieben ist.
Er schleicht sich in den Garten der kürzlich zugezogenen Lehrerin Magdalena und spielt in der Sandkiste. Als er von ihr entdeckt wird, lehnt sie seine Anwesenheit schroff ab und weist ihm die Tür.
Ihre Kollegin Vera klärt sie über Dan und sein Verhalten auf.
Der junge Mann sucht immer wieder Magdalena’s Nähe. Er macht sich in Haus und Garten nützlich. Es entwickelt sich eine tiefe Freundschaft.
Dieses Verhältnis wird aber von Lehrern und Eltern der Schule nicht gern gesehen, da sie denken, dass dies dem Ansehen der Lehrerschaft schadet.
Der Direktor der Schule sucht mit juristischer Verstärkung Magdalena zu Hause auf und drängt darauf, diese seltsame Verbindung sofort zu beenden, andernfalls müsste die Lehrerin ihren Dienst quittieren.
Dan, der vom Inhalt der Briefe, die Magdalena von verschiedenen Leuten bekommen hat, Kenntnis erlangte, macht ihr einen Heiratsantrag. Sie lehnt ihn vehement ab. Nach langem Zögern und Überlegen kündigt sie ihren Dienst als Lehrerin, um die Ruhe in der Gesellschaft wieder herzustellen.
Mit der neuen Situation konfrontiert, überlegt sie, ob sie Dan nicht doch heiraten soll……..
Alexander Hirt, spielt die Rolle des Dan so überzeugend, dass man ihm seine Behinderung ohne weiteres abnimmt. Man vergisst, dass man hier einen Laiendarsteller vor sich hat.
Kein Wunder! Unter der Führung von dem routinierten Schauspielerpaar Elfriede Irrall und Olaf Scheuring, die ihre Erfahrung und ihr Können voll für diese Aufführung einbrachten, musste diese einfach ein Erfolg werden.
Das gesamte Ensemble wurde mit frenetischem Applaus bedacht.
Wir hoffen, dass wir bald wieder in den Genuss einer dieser fantastischen Aufführungen kommen dürfen.
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
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Regie: Michael Schottenberg
Bühne: Michael Zerz
Kostüme: Erika Navas
mit: Maria Bill, Stephan Schill
Musiker: Michael Hornek/Piano, Krzysztof Dobrek/Akkordeon
Volkstheater
Vorstellung am 11. April 2009
Maria Bill mit ihrer wundervollen bezaubernden Stimme hält uns einen Abend lang in Atem.
Sie spielt und singt die Piaf als wäre sie die Legende persönlich. Sie ist die Piaf! Maria Bill ist Weltklasse! Wenn sie die Chansons Milord, Mon Dieu, La vie en rose, Je regrette riens und viele andere der bekannten Lieder anstimmt, könnte man meinen, die Piaf ist wieder auferstanden.
Maria Bill hat diese Chansons schon vor vielen Jahren auch gesungen, aber die Ausdruckstärke und Intensität der Gefühle hat mit der Zeit noch zugenommen. Sie ist nicht mehr zu übertreffen.
Sie spielt die kleine Frau aus den Pariser Slums, die auf der Straße entdeckt wurde, in Nachtlokalen singt, die große Bühne der Welt erobert und sogar die Amerikaner begeistert.
Sie verschenkt ihre Liebe und muss manche Enttäuschungen einstecken.
Unter der wunderbaren Regie von Michael Schottenberg werden alle Gefühle geweckt. Man kann weinen und lachen. Melancholie und Lebensfreude werden packend dargestellt.
Die Höhepunkte und Tiefen im Leben der Piaf berühren das Publikum und gehen unter die Haut.
Wir erleben ihren Untergang durch Alkohol und Suchtgift. Sie starb mit 48 Jahren in den Armen ihres griechischen Gatten und im Gedanken an eine große Tournee. Es war ihre letzte virtuelle Reise voller Hoffnung.
Maria Bill hat diese Glanzleistung vollbracht und ließ die Piaf leben, singen, lieben, leiden und sterben.
Standing Ovations dankte die großartige Schauspielerin und Sängerin mit Zugaben.
Ein Abend, an dem man sich wünschte, dass er nie enden sollte.
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
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von René Pollesch
Premiere 19. April 2008
Akademietheater
Darsteller:
Sachiko Hara
Sophie Rois
Daniel Jesch
Hermann Scheidleder
Stefan Wieland
Martin Wuttke
Sofie Rois und Martin Wuttke sind die Hauptdarsteller dieser amüsanten Weltrettung.
In den Dialogen will man alles loswerden, was nervt. In Fantasma geht es um Illusionen. Da ist alles möglich, was im wirklichen Leben nicht so sein kann. Im wirklichen Leben spielt das Kapital eine Rolle, in der Fantasie die Liebe. Und da ist man sich nicht so sicher! Kann jeder lieben? Kann jeder geliebt werden?
Pollesch scheint das Kino zu lieben. Wir verfolgen das Geschehen zum Teil auf der Leinwand zum Teil auf der Bühne. Wie im magischen Theater treten die Schauspieler aus dem Bild in die Wirklichkeit.
Das Bühnenbild von Bert Neumann stellt den Eingang zu einer Geisterbahn dar. Darüber prangt der Schriftzug „Thriller“.
„Und wenn ich an dich denke, denke ich nur noch an das Projekt der kommunistischen chinesischen Partei, die Arbeit am kommunistischen Projekt aufzugeben und sich an den Aufbau des Kapitalismus zu machen“, diesen Satz vernimmt man einige Male.
Sachiko Hara sieht man im Film auf einer Achterbahn. Es ist eine witzige und unglaubliche Performance, was Wahrnehmungen anlangt.
Die geistreichen Wortspiele, die fantastischen Darsteller und das außergewöhnliche Ambiente ließen das Publikum zu Applausstürmen hinreißen.
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
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Johann Strauss (Arrangement Douglas Gamley)
Ballet – Choreografie Roland Petit
Wiener Staatsoper
Bella......Olga Esina
Johann.....Kirill Kourlaev
Ulrich.....Eno Peci
Orchester der Wiener Staatsoper
unter der Leitung von Michael Halàsz
Bella möchte ihren Mann auf die Probe stellen, ob er sie liebt, da er in der Nacht immer wieder unterwegs ist. Der Freund des Hauses, Ulrich, hilft ihr dabei, dies festzustellen. Er zieht im Hintergrund die Fäden. Eines Tages schenkt er Bella eine Schere, mit der sie letztlich ihrem Johann die Flügel stutzt.
Sie verwöhnt ihren Ehegatten und er bleibt gern bei ihr zu Hause.
Ein ganz hervorragender Tänzer ist Kirill Kourlaev in der Rolle des Johann. Leichtfüßig schwebt er über die Bühne. Er ist in seiner Technik grandios. Ein Weltstar!
Das Ensemble darf mit den Köpfen wackeln und mit den Händen tanzen. Es folgen eckige Figuren und ausgedrehte Beine. Ein Walzer ist kein richtiger Walzer und ein Cancan kein wirklicher Cancan. Eine Mixtur zwischen Wien und Paris.
Roland Petit’s Choreographie ist gewöhnungsbedürftig, aber einigen Zuschauern wird die Vorstellung sicher gefallen haben.
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
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Österreich-Kinostart am 10. April 2009
Der Regisseur Claude Miller führt drei Zeitebenen parallel. Wirklichkeit und Imagination geben seinem Darsteller viel Raum. Der Junge versucht das Geheimnis seiner Familie zu durchbrechen. Von einer guten Freundin wird er langsam in die Vergangenheit geführt und diese führt zurück in den Holocaust.
Eine Dreiecksgeschichte in der Zeitgeschichte, die Claude Miller raffiniert mit der Vergangenheit verstrickt. Nie zuvor hat man Juden in einem Holocaust-Film so sexy und körperbetont gezeigt. Im Film gibt es sie als liebende und sportliche Körper - und auch als vernichtete Körper in Todeslagern.
Ein spannend und klassisch in Szene gesetzter Film. Eine jüdische Familiengeschichte, die in Frankreich spielt.
Die wunderbaren Darsteller Mathieu Amalric, Cécile De France, Ludivine Sagnier und Julie Depardieu, Patrick Bruel machen das Geschehen noch wertvoller.
Ein Film von seltener Qualität, den man sich unbedingt ansehen sollte.
Hannelore Halper
„Die Virtuelle“
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