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Kleidung als Gefühl
  • Was unsere Haut für uns leistet
  • Machen Sie Ihr persönliches Experiment
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    Kleidung als Gefühl

    von Eva Laspas

    Kleidung hat im besten Fall zweierlei Funktionen für uns: Sie unterstützt die Arbeit unserer Haut und macht uns gleichzeitig schöner. Der Gesundheitsaspekt steht ganz bewusst an erster Stelle - bewusst lebenden Menschen unserer Zeit ist mittlerweile klar, dass wir unseren Körper unterstützen müssen, damit er uns lange dient.

    Was unsere Haut für uns leistet

    Unsere Haut schützt uns vor Witterung, sie gleicht Hitze und Kälte ebenso aus wie Feuchtigkeit. Als erste Barriere stellt sie sich den Attacken von Viren, Bakterien, Pilzen und Co. entgegen. Zusätzlich scheiden wir auch über die Haut (nicht nur über den Darm) Abfallprodukte aus. Es herrscht also reger Betrieb auf unserer Körperoberfläche, rund einen halben Liter Wasser benötigt die Haut dazu, um die unterschiedlichsten Stoffe aus dem Körper abzutransportieren – Wasser, das auf unserer Haut verdunstet.

    Damit können wir klar die erste Funktion von Kleidung erkennen: Sie sollte wie eine zweite Haut sein. Wir wollen ihre Wirkung sehen und fühlen, aber nicht spüren. Fühlen? Spüren? Wo liegt da der Unterschied, werden Sie fragen? Ganz recht so ...
     

    Machen Sie Ihr persönliches Experiment

    Atmen Sie ein paar mal tief ein und aus. Spüren Sie, wie Sie ruhiger werden. Achten Sie mehr und mehr auf Ihren Körper. Gehen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit zu Ihrer Körperoberfläche. Beginnen Sie bei den Füßen, hören Sie in sich hinein. Wie fühlen sich Ihre Füße an? Zwicken die Schuhe womöglich? Wie fühlen sich Socken oder Strumpfhose an? Gehen Sie weiter die Beine hinauf. Spüren Sie die Nähte Ihrer Hose auf der Außenseite Ihrer Beine? Ist Ihr Rock vielleicht unangenehm eng? Spazieren Sie so langsam in Gedanken auf Ihrem Körper und beachten Sie, wie Ihre Kleidung auf Ihren Körper wirkt. Schnürt der Bund Ihrer Kleidung womöglich den Bauch ein? Kann die Bluse den Schweiß auffangen und ableiten oder staut sich Nässe auf der Haut? Fühlt sich der Stoff Ihres Hemdes angenehm an?
    Wenn Sie Lust haben, arbeiten Sie anschließend nach diesen Erkenntnissen Ihren Kleiderschrank durch: Misten Sie dabei rigoros aus, was sich für Sie nicht gut anfühlt. Sortieren Sie aus, worin Sie sich erstickt fühlen, was Sie kratzt, wo etwas zwickt. Dabei kann es passieren, dass wir gerade die Kleidungstücke weggeben wollen, die wir sowieso nie so recht mochten, die wir aus Gewohnheit getragen haben. Aber es können auch Stücke sein, mit denen wir noch nie außer Haus gegangen sind. Vielleicht machen Sie dieses Experiment nun jedes Mal, ehe Sie das Stück kaufen, das Sie probieren.

    Was nun? Die übrigen Stücke begutachten Sie, aus welchen Materialien sie bestehen. Findet sich in einem Stück keine Angabe der Materialien, sollten Sie es auch weggeben. Am besten kaufen Sie gar kein Kleidungsstück, das keine Angaben über sein Material beinhaltet. Jeder Hersteller, der etwas auf die Qualität seiner Ware hält, schreibt hinein, woraus der Stoff gemacht ist. Qualität muss man nicht verstecken.
    Vielleicht entdecken Sie nun Ihre Lieblingsmaterialien an Hand der wenigen Stücke, die übriggeblieben sind? Dann bleiben Sie bei diesen Materialien. Sie können aber auch Neues ausprobieren, wir haben Ihnen in der Zeitschrift „Festival der Sinne-Journal“ (
    www.festivaldersinne-journal.at) eine kleine Sammlung zusammengestellt. Sie erhalten diese Zeitschrift kostenlos beim Festival der Sinne in Wien (16. und 17. Mai), Graz (19 u. 20. Sept.) oder bei einem unserer Partner in Österreich. Hier finden Sie unsere Partner: www.festivaldersinne-journal.at/wo.htm

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