 |
Zungendiagnose nach den Richtlinien der TCM
Zungenbeschaffenheit
Zungenareale und Organe
Zungendiagnose Zuhause
Sommer"grippe"
Rezept des Monats
Angebote
Angebote Folder (pdf)
Kontakt
Buchtipps zum Thema TCM
Noch mehr Bücher im Shop
Weiterempfehlung dieses Artikels
Diese Seite drucken
|
| |
von Eva Laspas
Die Zunge spiegelt den energetischen Zustand des gesamten Organismus wieder, denn zahlreiche Meridiane (Energieleitbahnen) laufen durch sie hindurch. Dadurch ist die Zungendiagnose eines der wichtigsten Hilfsmittel für TCM-Arzt oder TCM-ErnährungsberaterIn.
Wenn Sie zu einem TCM-Arzt oder TCM-ErnährungsberaterIn gehen, dann dürfen Sie ihm die "Zunge zeigen" - wichtig dabei ist, dass Sie an diesem Tag KEINE Zungenhygiene gemacht haben und auch ½ Stunde vorher nichts gegessen oder getrunken haben (Wasser ist o.k.). Sobald unser Magen verdaut, entsteht nämlich - bei gesundem Magen - ein hauchdünner Belag, der das Ergebnis unter Umständen verfälschen könnte.
|
 Eva Laspas, TCM-Ernährungsberaterin |
Die "beste" Zunge des Tages ist in der Früh nach dem Aufstehen, denn im Laufen des Tages wird sie sich immer verändern, je nach Tätigkeit. Ein Beispiel: Schauen Sie sich Ihre Zunge an und merken Sie sich, wie die Zungenspitze ausschaut. Dann telefonieren Sie über eine Stunde oder sprechen viel. Schauen Sie sich danach ihre Zungenspitze wieder an? Nun ist sie gerötet, was bedeutet, dass Ihr Herz ("Das Herz liegt auf der Zunge", wie unser Sprichwort sagt.) zur Zeit mehr arbeitet als sonst. Ruhen Sie sich dann eine Stunde aus ohne zu sprechen und schauen Sie Ihre Zunge wieder an... So erkennen wir, dass unser Körper die Energie immer dorthin schickt, wo wir sie am Meisten brauchen.
Was ich mit diesem Beispiel gleich zu Beginn des Artikels sagen möchte ist - wie auch immer Ihre Zunge aussieht gerade im Moment, ist sie zu einem Teil auch eine Momentaufnahme und kann innerhalb kürzester Zeit ihr Aussehen verändern... (z.B. nach eine halben Stunde Akupunktur bei einem TCM-Arzt)
Erst Beläge, Verfärbungen oder andere Beschaffenheiten, die immer da sind, zeigen dauerhafte energetische Veränderungen im Körper an.
Nach oben
|
Als erstes betrachten wir die Form der Zunge. Ob klein, dünn, groß, geschwollen, steif, zittrig oder schief alles hat eine Bedeutung. Je dünner und kleiner die Zunge, desto eher kann es sich um einen Mangel an Blut und Säften handeln. Eine geschwollene und blasse Zunge zeigt uns eher einen Mangel an Energie (Qi) oder gar Kälte.
Rote Pünktchen können Hitze oder Stauungen anzeigen. Risse oder Einkerbungen (sofern sie nicht angeboren sind) zeigen eher einen Mangel an Yin (Ruhe, Kühle...), deren Tiefe lassen erkennen, wie schwer derselbe ist. Oft nach Fieber (Hitze = Yang) zeigen sich Risse, die nach einigen Wochen wieder weg sind - der Körper hat den Yin-Mangel (Mangel an Kühle , entstanden durch das Fieber) wieder ausgeglichen.
Nach oben
|
Da die viele Meridiane und Blutgefäße durch die Zunge laufen, zeigen sie uns den Energiestatus des entsprechenden Organs. Blasen- und Nierenmeridian zeigen sich auf der Zungenwurzel, der energetische Zustand der Leber zeigt sich auf der rechten Seite, der der Gallenblase auf der linken. Das Herz auf der Zungespitze, dach gleich die Lunge. Magen und Milz eher in der Mitte.
Veränderungen, z.B. Rötungen, Risse, Schwellungen und Beläge geben nun die genauen Hinweise.
Ein dünner weißlicher Belag ist normal, ein dicker zeigt an, dass Kälte im Körper ist (zum Beispiel am Beginn einer Erkältung). Gelber Belag zeigt uns an, dass schon Hitze entstanden ist, z.B. eine Erkältung mit Fieber kann zu gelblichem Zungenbelag führen.
Schwarzer oder brauner Belag hat auch seine Bedeutung, daher ist es wichtig, dass Sie nicht vor der Zungendiagnose Kaffee oder schwarzen Tee trinken.
Fehlt der Belag zu Gänze, so ist das nicht etwa gut, es zeigt uns einen Erschöpfungszustand und Hitze.
Nach oben
|
| |
|
|
|