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Loslassen im Alltag
Trauer, ein Zeichen
10 Schritte zum Loslassen
Buchtipps
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Von Eva Laspas
Nach der Geburt geht es weiter mit Loslassprozessen, Abstillen, Tagesmutter, Kindergarten, Schule... jeder Wechsel im Leben ist von Menschen begeleitet, die man loslassen muss. Im Lebensalter müssen wir unsere Vorstellung der eigenen Leistungsgrenze loslassen, Fähigkeiten gehen wieder verloren, wenn wir sie nicht mehr nutzen. Letztendlich bedeutet auch Sterben loslassen des Lebens.
Udo Baer und Gabriele Frick-Baer schreiben in ihrem Buch "Vom Trauern und Loslassen": "Das Loslassen kann eine Herausforderung sein, die sich jedem Menschen stellt. Und dieses Buch handelt von Herausforderungen. Für das selbstverständliche Loslassen oder den Abschied, der herbeigesehnt wird (Endlich ist die Schule aus!), braucht es keine Bücher.
Das häufigste Gefühl, das den Prozess des Loslassens begleitet, ist die Trauer. Aber auch andere Gefühle können auftreten: Angst, Erleichterung, Freude, ja Gefühle der Befreiung."
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Ein Teil des Lebens machen die Abschiede, die alltäglich auf uns treffen. Wenn wir älter werden, müssen wir zunehmend von Plänen Abschied nehmen, die wir uns für die Zukunft aufgespart haben, die große Reise, das Haus... "Der Bereich des ungelebten Lebens wächst, der Bereich des lebbaren Lebens wird mit fortschreitendem Alter geringer. Mit 50 wird niemand mehr Schönheitskönigin (Warum eigentlich nicht? Warum gibt es keine Misswahl für 50jährige???) oder Fussballstar.", so das Autorenpaar. Besser ausgedrückt vielleicht, mit 50 nimmt die Chance ab, nächtelang durchzutanzen...
Wenn wir dieses Loslassen nicht akzeptieren und erzwingen wollen, was sich eigentlich verabschieden möchte, nehmen wir uns die Chance auf die Möglichkeiten, die noch bestehen. Und die Möglichkeiten sind immer noch viel größer als viele Menschen glauben.
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Wenn wir unbestimmt traurig werden, und nicht wissen warum, dann kann das ein Zeichen auf einen inneren Loslösungsprozess bedeuten, so die Autoren. Gehen wir dem Gefühl nach, erkennen wir oft den eigentlichen Grund. Zum Beispiel die innerliche Lösung vom Partner bzw. Partnerin oder einer beruflichen Tätigkeit, noch ehe uns bewusst klar ist, dass wir dabei sind ihn oder die Sache loszulassen.
Manchmal muss aber auch zuerst im Außen losgelassen werden, um dem Trauern Platz zu machen, das dann wiederum Loslassen und Veränderung im Erleben eines Menschen möglich macht.
Im Band 8 der Reihe "Bibliothek der Gefühle" der Autoren "Vom Trauern und Loslassen" betrachten wir das Trauern und Loslassen genauer, ehe wir dann lesen, was uns dabei unterstützen kann.
Einen anderen praktischen Ratgeber habe ich auch gefunden, mit dessen Hilfe wir lernen können, wie wir loslassen lernen. Autor August Höglinger geht dabei in seinem Buch "Loslassen ohne zu vergessen" zehn Schritte des Loslassen, bezieht sich auf Trennung oder Todesfall.
Er kennt mehrere Formen der Trauer.
Die Trauer über das ungelebte Leben, Chancen, die ich nicht wahrgenommen habe.
Trauer übe den Verlust eines geliebten Menschen.
Trauer darüber, dass ich nun alleine mit den alltäglichen Sorgen weiterleben muss.
Indirekte Trauer darüber, dass ich nicht loslassen und trauern kann. Dass ich auf der Stelle trete und nicht weiterkomme.
Trauer bekleidet auch das Bedauern meiner selbst. Diese Form ist eher eine Form des Selbstmitleids und verschlimmert das eigentliche Problem.
Die letzte Trauerform ist die Sühne. Gedanken dazu können sein: Ich trauere, weil ich um meine Schuld weiß, die ich nicht mehr begleichen kann. Durch meine Trauer- und Bußhaltung nutze ich die letzte Möglichkeit zu zeigen, dass ich meine Schuld bekennt und bereue.
Trauernde brauchen jemanden, der da ist. Jemanden, der zuhört und jemanden der schweigt. Gemeinsam dasitzen und schweigen. Der Trauernde bestimmt, wann wieder gesprochen werden kann. Mit anderen zu trauern ist ein großes Geschenk.
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