Inhalt dieser Ausgabe
Körper:
Geist:
Seele:
Beruf:
 
 
 
 
 
 
 
 
"Wir wissen wenig von unserer Seele, sie aber weiss alles von uns" (Leo Prothmann)  
 

Bildquelle: Dr. Caroline Kunz
Transpersonale Psychologie und holotrope Atemarbeit
  • Atem ist Leben
  • Was ist holotrope Atemarbeit?
  • Atemseminare
  • Was heißt "transpersonal"?
  • Das Ego transformieren
  • Transpersonale Psychologie
  • Kontakt
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    Atem ist Leben

    Expertenseite Dr. Caroline Kunz / Dr. Karl Stoxreiter

    Blockiertes Atmen hemmt unsere Lebensenergie, freies Atmen stärkt sie, das bedeutet:
    sich wohlfühlen im eigenen Körper, innere Ruhe finden, Kraft auftanken.

    Warum Atemarbeit?
    Der Atem reagiert auf alles, was uns innerlich und äußerlich bewegt. Bewusst eingesetzter Atem mobilisiert die Selbstheilungskräfte, er setzt blockierte Energien frei, löst Verspannungen und fördert Gesundheit und Wohlbefinden.

    Was bringt das genauer?
    Ziel der Arbeit ist es, die Atmung als Kraftquelle und Methode zu erfahren, mit der man sich auch selbst helfen kann. Hektische Lebensbedingungen tragen dazu bei, dass wir zu flach, zu hektisch, zu träge und einseitig in die Brust atmen. Sie spüren dies, indem Sie manchmal "schlecht durchatmen können", "keine Luft mehr bekommen", sich "atemlos" fühlen und sich unter Druck und Spannung stehend erleben. Antriebsschwäche, Infektanfälligkeit und depressive Verstimmungen können damit einhergehen.
    Stressauslösende Situationen, sowie Konkurrenz und Zeitdruck oder übermäßige Computerarbeit lassen sich mit frei fließendem Atem besser bewältigen, ebenso wie Probleme und Ängste in Familie und Beruf.

    Vertieft sich der Atem, nehmen wir mehr Sauerstoff auf, Spannungen lösen sich und der Körper wird entgiftet und entsäuert. Bewussteres Atmen fördert außerdem die Selbstsicherheit, das Körpergefühl und die Konzentrationsfähigkeit und erleichtert die Kommunikation.

    Sinnvoll ist die Atemarbeit bei gesunden Menschen zur Selbstentfaltung, Gesunderhaltung und Burn-out Prävention und Therapie.

    Bei best. Arten von Atemwegserkrankungen, Haltungsproblemen, funktionellen Verdauungsproblemen, Herz- und Kreislaufproblemen, und anderen, häufig multikausal bedingten Beschwerden aus dem psychosomatischen Formenkreis wie Erschöpfungs- und Spannungszuständen, Migräne und Ängsten eignet sich die Atemarbeit sehr gut zur Entspannung, Reinigung und zum nachhaltigen Abbau von chronischen Stressfaktoren .
    Durch den Abbau blockierter und gespeicherter Energien erhöht sich die Wahrnehmungs- und Empfindungsfähigkeit des Körpers. Der Zugang zu einem sinnlicheren Erleben wird möglich.
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    Was ist holotrope Atemarbeit?

    Holotrop heißt: in Richtung Ganzheit sich bewegend.

    Die Atemtechnik kommt aus dem Pranayma- Yoga und ist eine vertiefte beschleunigte Atmung.
    So wie psychische Widerstände zumeist mit einer Beeinträchtigung des Atmens gekoppelt sind geht der Weg vice versa , so dass über die Beschleunigung und Vertiefung der Atmung die Abwehr gesenkt und die Räume des Bewusstseins geöffnet werden.

    Die elektrische Gehirntätigkeit zeigt vorwiegend Theta und Deltawellen.:
    Holler (1991) zitiert zur Erläuterung der Gehirnwellen Kaye Hofmann aus "Play Ecstasy": "während unter Beta das normale Bewusstsein mit Streß, Sorgen, Ängsten verzeichnet ist, lockt Alpha mit stressabbauender Entspannung im Wachzustand.
    Theta gibt sich visionär und Delta besorgt die Aktivierung der Selbstheilungskräfte".


    Die intensive Selbsterfahrung stützt sich auf das Zusammenspiel von beschleunigter Atmung, evokativer Musik, prozessorientierter Körperarbeit und intuitivem Malen.
    Die Atemarbeit kann einzeln oder in der Gruppe durchgeführt werden, was sich eher bewährt hat.



















    Ablauf und Ziel
    Jeder Erfahrende hat einen Begleiter "Sitter" und liegt zu Beginn der Atemsitzung auf einer Matte. Einleitend wird eine Entspannungsübung angeboten, die das Aufgeben von Kontrolle, das Loslassen von vorgefassten Konzepten und Erwartungen erleichtert.
    Im Anfangsteil wird das beschleunigte vertiefte Atmen durch schnelle Rhythmen unterstützt, der Mittelteil besteht in eher dramatischen und ethnischen Klängen, der Schlussteil wird wieder von entspannenden und spirituellen musikalischen Variationen begleitet.
    Die Sitzungen dauern zwei- bis dreieinhalb Stunden, am Ende wird die Erfahrung durch intuitives Malen verdichtet.
    Die meist sehr intensiven Erlebnisse werden im Erfahrungsaustausch noch einmal lebendig, bei Bedarf therapeutisch begleitet und damit verstehbar und in das normale Alltagsleben integrierbar.

    Der Atem durchdringt die körperliche, seelische und geistige Ebene. Er ist das Verbindungsstück zwischen grob- und feinstofflichen Prozessen.

    Grundsätzlich geschieht offenbar folgendes: der Organismus reagiert auf die veränderte biochemische Situation (durch die Hyperventilation) damit, dass er verschiedene tiefliegende Spannungen (Blockaden) in Form von mehr oder weniger stereotypisierten Mustern an die Oberfläche bringt und sich von ihnen durch periphere Entladungen befreit. Er verbraucht dadurch enorme Mengen an Energie und vereinfacht seine Funktionsweise, indem er sie loswird. ( Grof, 1987, S.211).

    TRANSPERSONALE Bewusstseinszustände haben eine tiefe heilende Wirkung und unterstützen unsere Gesundheit auf körperlicher, mentaler, emotionaler und spiritueller Ebene.
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    Atemseminare

    Das Potenzial des Atems entdecken - im Kloster Pernegg/Waldviertel

    In der abgelegenen Stille des Klosters, von vier erfahrenen Coaches betreut, gibt es Zeit und Raum, Alltagsbelastungen abzulegen und sich selbst zuzuwenden. Vitalisierende Körperübungen aus der Bioenergetik unterstützen dabei den Atem frei und ungehindert fließen zu lassen, sodass das Lebendige zum Ausdruck kommen kann. Wird über längere Zeit versucht Gefühle weniger deutlich zu zeigen und den Lebensprozess zu beherrschen, so hinterlässt das Spuren.





    Es führt zu einer Starre in der Körperhaltung, zu eingeschränkter Atmung, auch mental steckt man in herkömmlichen Problemlösungen fest. Durch vertiefte und intensivere Atmung verbunden mit evokativer Musik, beginnt dann eine aufregende Reise zu sich selbst, herkömmliche Denkmuster lockern sich, dadurch öffnet sich ein Feld neuer Möglichkeiten, das Feld eines größeren Potenzials. Der Atem ist das Reisemittel auf dem Weg nach innen. Er belebt und beseelt, ist einerseits eine natürliche alltägliche Erfahrung, andererseits die Verbindung zur Seele, zum spirituellen Bereich unseres Seins.

    Bewusst abzuschalten, zur Ruhe zu kommen, innere Freiheit zu erleben, hilft Kraft zu tanken und offener für Neues zu werden. Menschen, die führen und andere anleiten, haben Gelegenheit ihre Zielsetzungen zu überprüfen und gewohnheitsmäßige Schemata zu hinterfragen, das eigene Potenzial und das von anderen Menschen zu erkennen und zu fördern. Das fordert die Auseinandersetzung mit sich selbst, Methoden, die für das "Trans-personale" (= das Persönliche überschreiten) öffnen, Wege, die dabei unterstützen das Wissen der herkömmlichen Psychologie mit spirituellen Weisheiten zu verbinden.

    Aktuelle Termine finden Sie hier.

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    Was heißt transpersonal?

    Trans heißt über die Person hinausgehend und setzt eine Persönlichkeit voraus die ein stabiles ICH aufweist.

    Die Grenzen zwischen ICH und DU, die Grenzen der linearen Zeit, der Dreidimensionalität, der Logik und der individuellen Biografie sind nicht absolut - das Bewusstsein ist in der Lage, sie zu transzendieren.

    Auf der Basis eines ausreichend starken ICH, wenn die Grundbedürfnisse im Leben genügend erfüllt worden sind, wenn der Teilsinn einer ausreichenden Lebensbewältigung erreicht ist , erwacht dann die Sehnsucht nach der großen Befreiung, der Hunger nach dem Gesamtsinn .
    (Wirtz und Zöbeli 1995 )

    Menschen in der Mitte ihres Lebens beschäftigen sich häufig mit existentiellen Fragen nach dem Sinn und erleben ein Leiden unter dem "existentiellen Vakuum"
    (Victor Frankl).

    Die spirituellen Wege wenden sich an die " erfolgreichen, scharfsichtigen Unzufriedenen" (Tart) die trotz dem Erwerb eines gesunden Selbst mit Wolf Biermann klagen, dass das ja nicht alles gewesen sein kann.
    ( Aus Jürg Zöbeli: wie viel EGO braucht der Mensch ?)

    An diesem Punkt sind wir reif für die spirituelle Suche, bereit, die Grundlage der KONSENSUS-TRANCE (TART), die Konditionierungen, die bewirken, dass wir aus Angst vor sozialer Ächtung und Isolation "tun wollen, was wir tun müssen", grundsätzlich zu hinterfragen.

    Die Entwicklung des Bewusstseins, seine Vertiefung, Erweiterung und Klärung ist das gemeinsame Anliegen von Psychotherapie und Spiritualität.
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    Das Ego transformieren

    Die Frage wer wir sind, unabhängig und jenseits von unserem Körper, unseren Gedanken und unseren Selbstbildern führt zum letzten grundsätzlichen Schattenaspekt des EGO, seiner faktischen Nicht-Existenz.

    Die spirituelle Praxis hilft, die Polaritäten des Lebens zu überwinden und das Ego zu transformieren. Vom EGO zum Selbst, dem Kern der Persönlichkeit.
    Das EGO zeigt sich im Außen, das Selbst ist das, was den Menschen im Innersten zusammenhält, die ursprüngliche Kraft, die uns zur persönlichen Entwicklung und Erfüllung drängt (Karen Horney 1975, S.176)

    Für die transpersonale Psychologie ist das Selbst offen zum Überpersönlichen. Für Erich Neumann ist es das dirigierende Zentrum, von dem alle Prozesse angestoßen, geleitet, kontrolliert und ausbalanciert werden. Nach C. G. Jung trägt das transpersonale Selbst den Funken des Kosmos in sich und kann auch als Gott in uns bezeichnet werden.
    Das Durchschreiten des "Egotodes" (vom Ego zum Selbst) muss somit auch gleich eingeschränkt werden, als es dabei um das Paradox von Tod und gleichzeitigem Durchbruch zum Leben geht.

    Das Resultat ist ein intensives, pulsierendes Lebensgefühl, ein unerschütterliches Vertrauen in das Leben an sich, ein müheloses mit sich SELBST in Fluss sein.
    Eine tiefe Zufriedenheit und die Fähigkeit , das Leben in allen Facetten zu leben und mit einem offenen Herzen einfach zu SEIN.
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    Transpersonale Psychologie

    Der Begriff transpersonale Psychologie wurde in Amerika von den humanistischen Psychologen Maslow und Sutich und vom Psychiater Stan Grof in den 60er Jahren geprägt.
    Über den humanistischen Ansatz hinausgehend bezogen sie die religiöse und die spirituelle Dimension der Psyche mit ein.

    Unter Berücksichtigung der Philosophia perennis (philosophisches Weltkulturerbe)
    entwickelten Ken Wilber, Stan Grof, Roger Walsh, Francis Vaughan u.a. eine differenzierte Theorie der transpersonalen Psychologie.

    Mit der üblichen Verspätung kam sie nach Europa und eroberte sich einen festen Platz neben der bereits etablierten analytischen Psychologie von C.G.JUNG, der als erster ein kollektives Unbewusstes im Menschen postulierte (Archetypen / Traumanalyse ),der Logotherapie Victor Frankls (Wien) und der initiatischen Therapie Graf Dürckheims in Rütte Schwarzwald (Deutschland).
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    Kontakt

    Dr. Caroline Kunz
    Ärztin und Psychotherapeutin
    Blaasstraße 19
    1190 Wien
    Tel:+43-1-369 49 17
    Fax:+43-1-369 49 17-20
    office@kunz.at
    www.kunz.at
    www.transpersonal.at

    Dr. Karl Stoxreiter
    Klin. Psychologe/ Psychotherapeut
    Graben 25,
    4020 Linz
    Tel: +43-676-7773979
    praxis@stoxreiter.at
    www.stoxreiter.at
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