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Orale Ersatzbefriedigung
Tipps für einen guten Start ins Leben
Comfort Food
Fazit und das Thema Geld
Buchtipp
Weiterempfehlung dieses Artikels
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Buchbesprechung des Buch "Mutter Tochter Weisheit" von Dr. Christiane Northrup
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Babys lernen sich selber durch das Nuckeln zu trösten, das Training dazu beginnt schon im Mutterleib. Sobald sie halbwegs ihre Hände benutzen können, wir alles, deren sie habhaft werden können, erst einmal in den Mund gesteckt, denn dadurch lernen sie ihre Welt kennen.
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Die Freue und die Lust, die es dabei empfindet, sind ganz grundlegende Bedürfnisse, die uns Menschen ein Leben lang begleiten. Und unser Verhältnis zur Fülle des Lebens prägen.
Zu Nuckeln ist ein orales Bedürfnis eines Baby und es wird nur zum Teil über die Nahrungsaufnahme befriedigt. Zusätzlich zur Nahrungsaufnahme prägt auch die Art und Weise, wie das Kind gefüttert wird, seine Erfahrungen. Diese Prägung geht so tief ins Unterbewusstsein, dass spätere Störungen oft davon angeleitet werden können. Normalerweise geschieht durch das innige und liebevolle füttern und versorgt werden eine enge Vernetzung von Gehirn und Magen-Darm-Trakt, durch die wir lernen, uns mit uns selbst und unseren physischen Bedürfnissen wohl zu fühlen.
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Geschieht diese Vernetzung nicht, können Menschen also ihre orale Befriedigung in der frühen Kindheit nicht ausreichend befriedigen, werden sie im späteren Leben immer wieder versuchen, diesen Entwicklungsschritt nachzuholen. Daumenlutschen, Rauchen, Fingernägelkauen, Drogen und andere Süchte sind einige der Ersatzbefriedigungen.
Wichtig ist daher, unseren Kleinen alle Möglichkeiten zu bieten, damit sie genügend Zeit haben, alle ihre oralen Bedürfnisse zu befriedigen. Zeit ist dabei ein Faktor, der bei jedem Kind unterschiedlich ist.
Dr. Christiane Northrup schreibt dazu in ihrem Buch: "Alles was ein Baby tröstet und ihm oder anderen nicht schadet, ist völlig in Ordnung...
Ich staune immer wieder darüber, wie viele Menschen der Kriegsgeneration fürchteten, Kinder könnten dadurch verzogen werden, dass sie am Daumen lutschen, einen Schnuller haben oder eine Kuscheldecke zum Schlafen brauchen...
Am Ausgeglichensten sind in der Regel Kinder, die sich ihrem eigenen Tempo entsprechend entwickeln dürfen, und nicht jene, denen man in dem irregeleiteten versuch, sie "zu ertüchtigen", zu früh die Flasche, den Schnuller oder die Schmusedecke wegnimmt. In vielen Fällen werden dadurch nur die eigenen Kindheitserfahrungen weitergegeben..."
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Im Buch "Mutter Tochter Weisheit" von Dr. Christiane Northrup finden Sie viele Tipps, wie Sie und Ihr Kind gleich von Anfang an harmonieren. Einige habe ich Ihnen hier aufgeschrieben:
Erlauben Sie Ihrem Baby, seine oralen Bedürfnisse auf seine Weise und in seinem Tempo zu befriedigen. Kinder unter einem Jahr kann man nicht verziehen!
Stillen Sie nach Möglichkeit mindestens vier bis sechs Monate, ohne feste Nahrung zuzuführen.
Achten Sie darauf, dass Ihr Kleinkind sich möglichst viel bewegen, bzw. krabbeln kann, anstatt seine Bewegungsfreiheit durch Tragen oder das Sitzen im Hochstuhl zu befriedigen.
Erkennen Sie Ihr eigenes Bedürfnis nach Genährt werden an, und lernen Sie, sich selbst auf gesunde Weise zu trösten.
Gehen Sie davon aus, dass Ihr Kind versteht, was Sie sagen, selbst wenn es noch nicht sprechen kann. Ein Kind ist äußerst empfänglich für die Gefühle, die hinter den Worten stehen.
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"Dieser amerikanischen Ausdruck gilt für Lebensmittel, die wir essen, wenn wir uns einsam oder leer fühlen. Häufig sind es Speisen, die wir aus unserer Kindheit kennen, wie Nudeln oder Kartoffelbrei.
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Wenn es dann heißt, dass man diese Gerichte auch gesundheitlichen Gründen nicht essen sollte, reagieren wir darauf meist völlig irrational, so wie eine Freundin, die neulich zu mir sagte, dass sie keine Bohnen mehr essen sollte, weil diese zu viele Kohlehydrate hätten, am Vortag aber mit viel Appetit nacheinander Käsekuchen, Baguette und Nudeln verspeist hatte! Als ich sie fragte, weshalb sie dann nicht einfach mehr Gemüse und Obst esse, erwiderte sie, ‚das verträgt mein Magen nicht'.
Wenn Sie bei dem Thema so viel Irrationalität begegnen, können Sie sicher sein, dass diese den Gefühlen aus der nonverbalen Zeit vor dem dritten Lebensjahr entspringt!", beschreibt Dr. Christiane Northrup in ihrem Buch, wie Essen die Seele bestimmen kann.
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Essen für die Seele ist bei jedem von uns verschiedene Nahrung. Die schönste Nahrung für die Seele sind Streicheleinheiten, berührt werden, Küsse und gehalten werden. Dazu brauchen wir auch unseren Mund, unsere Hände, unseren Körper. Wenn wir davon ausgehen, dass wir jedes Mal, wenn wir Naschereien in den Mund stecken, eigentlich gehalten werden möchten und Trost brauchen, dann gelingt uns unter Umständen der Schritt von Essen für die Seele hin zum Nahrung für die Seele... ;-) und das macht uns ungleich schlanker.
Ach ja, zum Thema Geld: Wenn wir als Babys immer bekommen haben, was wir gerade brauchen, dann erwuchs in uns das Gefühl der Fülle und das vertrauen, dass immer genug für uns da ist.
Wurden wir nach Uhrzeit gefüttert oder sonst wie geschnitten in unseren Bedürfnissen, weil Erziehungsratgeber meinten, man dürfe Kinder nicht "verzeihen" und zu viel mit ihnen schmusen, dann wuchsen wir auf mit dem Gefühl des Mangels...
Hoffe, das hilft Ihnen, mit sich ins Reine zu kommen und zu erkennen, dass das Gefühl des Mangels nicht mehr gelten muss, außer Sie möchten das.
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