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 Quelle: www.pixelquelle.de |
Vom Wasser zum Holz
"Großer Schnee" - 7./8. Dezember
"Wintersonnwende" 22./23. Dezember
"Kleine Kälte" - 6./7. Jänner
"Große Kälte" - 20./21. Jänner
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von Eva Laspas
Die Traditionelle Chinesische Medizin entstand vor vielen tausend Jahren aus Naturbeobachtungen. Aus den Naturbeobachtungen leiteten die alten Taoisten dann die Vorgänge im und um den menschlichen Körper ab. Der Winter ist eine stille Jahreszeit in der scheinbar alles erstarrt ist, doch der Schein trügt. Die Natur sammelt lediglich Kräfte für den Frühling.
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 Eva Laspas, TCM-Ernährungsberaterin |
Winter bedeutet für uns den Tod des Lebens, Holz dessen Neubeginn. Und doch kann man das nicht so einfach sagen, denn jede Jahreszeit für sich endet und beginnt. Je nachdem, welche Ansicht wir hegen - ob die Geburt das Ende und der Tod der Beginn ist oder umgekehrt, können wir demnach auch den Winter und der Frühling derart zuordnen. (Für diejenigen, die an Heuschnupfen leiden zum Beispiel, könnte der Frühling das Ende der Jahreszeit sein, bei der sie nicht leiden.)
Auch die einzelnen Lebensphasen des Menschen können wir auf den Jahreskreis umlegen. Geburt ist Wasser, bald darauf ist der junge Mensch in der Holzphase, die Pubertät ist das Feuer, die Elternjahre die Erdphase, Metall ist der zweite Frühling, Zeit zum sortieren, dann kommt der Winter, das Greisentum und damit der Rückzug und die Vorbereitung in ein neues Leben. Für die alten Taoisten gab es ein Leben lang nichts Wichtigeres, als die Suche nach einer Möglichkeit, nahtlos überzugehen in ein neues Leben und möglichst die Erinnerung an das alte Leben nicht zu verlieren.
Langsam entwickelten sich dann die einzelnen Empfehlungen, nach denen auch heute noch die meisten Chinesen leben und zwar ohne dass sie darüber groß nachdenken. Sozusagen durch die Muttermilch werden dort von Generation zu Generation Lebenstipps zum Verhalten in einzelnen Lebensphasen und Jahreszeiten weitergegeben.
In den Buch "Gesund leben nach dem chinesischen Kalender" von Susanne Hornfeck und Nelly Ma finden wir interessante Tipps, Rezepte und Übungen, wie wir optimal unseren Körper an die jeweilige Jahreszeit anpassen.
Lesen Sie hier nun einige Tipps zu den kommenden Jahreszeiten bis zur nächsten Ausgabe der Virtuellen im Februar.
Die Bezeichnung "Großer Schnee" bezieht sich auf die Wetterverhältnisse in Nordchina, wo um diese Jahreszeit heftiger Schneefall einsetzt. Das Yin geht nun seinem Höhepunkt entgegen und doch spürt die Natur schon das wiedererwachende Yang, denn die Tiger beginnen mit der Paarung.
Empfohlen wird zu dieser Jahreszeit weiterhin wärmende Gewürze und Speisen zu sich zu nehmen, zum Beispiel Lamm, Wild, Maroni, Chili, Knoblauch, Ingwer...
Kopf und Füße sollen immer warm gehalten werden, denn über den Kopf geht die meiste Körperwärme verloren, das "Nachheizen" braucht viel Energie (Qi). Wer kalte Füße bekommt und auch mal an Blasenentzündung leidet, der kann jetzt seine Nieren z.B. mit gerösteten Walnüssen stärken.
Rezept:
Walnüsse in trockener Pfanne mit etwas Salz rösten. Morgens und Abends vor dem Schlafengehen 3 bis 5 Stück lange und ausgiebig zerkauen und mit einem Schluck Schnaps oder Reiswein (der schmeckt eher gewöhnungsbedürftig für mich) hinunterspülen.
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Im chinesischen Altertum wurde in dieser Nacht, wo der kürzeste Tag und die längste Nacht herrscht, der Beginn des neuen Jahres gefeiert. Ab hier beginnt auch das Yang wieder zu wachsen. In der Gesundheitspflege ist das der richtige Moment, um sich zu stärken. Die Wintersonnwende gilt als DER Jahresabschnitt für die Gesunderhaltung. Das wachsende Yang braucht besonders gute Pflege, um gut gedeihen zu können. Nur wenn der Körper genügend Yang-Qi zur Verfügung hat, ist der Mensch in der Lage, Krankheiten abzuwehren und lange zu leben.
Im Winter ist Bewegung großgeschrieben. Eine Spruchweisheit sagt: Wer sich im Winter einmal mehr bewegt, muss eine Tasse bittere Medizin weniger trinken. Weiterhin sollten wir uns warm ernähren und stärkende Kost zu uns nehmen.
Da jetzt unsere Ohren ganz besonders unter der Kälte leiden, können wir öfter eine Ohrenmassage machen:
Man reibt die Handflächen aneinander, bis sie heiß sind. Dann legt man sie über die Ohren und knetet anschließend Ohrmuschel und Ohrläppchen kräftig durch. Dann beide Zeigefinger in die Ohren stecken und den Gehörgang verschließen. Mit einer plötzlichen Bewegung wieder öffnen. Sechsmal wiederholen. Hilft bei Tinnitus, Ohrenschmerzen und Qi-Mangel in den Nieren.
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Um diese Zeit beginnt der kälteste Teil des Winters, in China wird und mit den Vorbereitungen zum Neujahrsfest begonnen, das in den Jänner oder Februar fallen kann. Da es auch bei uns im Jänner empfindlich kalt ist und wir leicht an Erkältungskrankheiten leiden, gibt es nun folgende Übung.
Händereiben:
Beide Hände ineinander verschränken, dass die Kerbe zwischen Daumen und Zeigefinger aneinander liegen. Dann die Hände kräftig reiben, so dass auch der Handrücken und die Außenseite der Finger berührt werden. Sie werden merken, dass dabei die Hände nicht nur warm, sondern tatsächlich heiß werden und sich der Kopf klärt. Auch für Menschen, die nicht in der Kälte, sondern in geschlossenen Räumen arbeiten, ist diese Übung sinnvoll. Sie fegt den Blutkreislauf und Stoffwechsel an und beugt Erkältungskrankheiten vor.
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(Aus dem Buch "Gesund leben nach dem chinesischen Kalender" von Susanne Hornfeck und Nelly Ma, bestellen hier.
Feuertopf:
(Fondue mit Suppe)
Zubereitung der Brühe:
Topf mit ausreichend Wasser füllen, darin aus Knochen und Fleischreste vom Lamm, sowie zwei dicke Scheiben Ingwer, eine Frühlingszwiebel und Koriandergrün eine kräftige Brühe bereiten.
Vorbereitung der Zutaten des Fondues:
Pro Person ca. 100g Lamm- oder Rindfleisch
1 Chinakohl
Glasnudeln
Frische Champignons oder ungarische Austernpilze (oder Shiitake-Pilze)
Tofu
Frischer Spinat oder Eisbergsalat
Fleisch in dünne Scheiben schneiden. Auf einem Teller kreisförmig anordnen. Dann wäscht man den Chinakohl und schneidet den ganzen Kopf in ca. 4 cm breite Streifen. Die Glasnudeln mit kochendem Wasser überbrühen.
Für den Dipp:
Sesampaste, ersatzweise Erdnussbutter
Helle Sojasauce
Reiswein
Chiliöl oder Sambal
Furu (salziger, fermentierter Tofu, in Gläsern im Chinaladen erhältlich)
Dunkler Reisessig oder Balsamico
Zunächst wird die Sesampaste oder Erdnussbutter mit etwas warmen Wasser cremig gerührt, ebenso der furu. Dann stellt man alle Dipp-Zutaten auf den Tisch, so dass jeder Gast damit in einem Schälchen seine individuelle Mischung anrühren kann. Mittlerweile hat die Suppe im Topf zu brodeln begonnen. Nun nimmt sich jeder mit seinem Stäbchen Fleisch oder andere Zutaten und kocht sie darin. Das Fleisch, das unbedingt sehr dünn geschnitten sein muss, verfärbt sich innerhalb Sekunden und sollte dann sofort, in Dipp getaucht, verzehrt werden. Ebenso alle anderen zutaten. Wenn die Brühe zu sehr einkocht, dann muss heißes Wasser nachgegossen werden. Zum Abschluss eines Feuertopfes bekommt jeder Gast ein Schälchen der inzwischen delikat aromatisierten Brühe. Als Beilage kann man chinesische Sesambrötchen - oder in Ermanglung derer auch Pita-Brote, reichen.
Ideal als Nachspeise ist dann:
Obst gebacken mit Topfenrahm
Äpfel
Birnen
Bananen
Honig
Rum
Etw. Wasser
Topfen
Rahm
Obst waschen, schneiden in der Backform anrichten, Wasser mit Rum und Honig mischen, darüber leeren. Bei 180° ca. 20 min.
Einstweilen Topfen und Rahm mischen, dazu reichen.
Guten Appetit!
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