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 Bildquelle: Joujou, www.pixelquelle.de |
Von Tunneln umgeben
Geburt und Paradiesvertreibung
Richtig Leben und Sterben
Die Wurzel aller Probleme erkennen
Buchtipp
Weiterempfehlung dieses Artikels
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Von Eva Laspas
Egal ob Sie auf "Geburt" oder auf "Sterben" geklickt haben, Sie haben in beiden Fällen Recht. Die Parallelen von Geburts- und Sterbeprozess sind zahlreich. Der eigenartige Tunneleffekt kennt sowohl das Baby als auch der Sterbende. Nur das Babys nicht sprechen können. Eigentlich sind wir ja umgeben von Tunneln in unseren Lebensabschnitten. Dabei möchte ich einfach jetzt das hier hinstellen, was Sie in "Gespräche mit Gott - Zuhause in Gott" von Neale Donald Walsch lesen können: Es gibt kein Leben nach dem Tod, weil es keinen Tod gibt. Alles ist Leben, das, was wir "Tod" nennen, ist nur ein Tor zu einem anderen Lebensabschnitt.
Wir sind also umgeben von Tunneln: die Eizelle tanzt in einem Tunnel ins Licht bis zur Gebärmutter, wenn wir annehmen, dass die Gebärmutter lichter ist als der Eileiter. Auch die Samenzelle gelangt durch einen Tunnel ins Licht. Sind Ei- und Samenzelle dann verschmolzen, tanzen sie gemeinsam ins Licht der Gebärmutter. Dort im Licht und in der Wärme und All-Liebe der Mutter gedeihen wir lange lange Zeit ohne Zeit an sich zu empfinden, dann geht es durch einen Tunnel ans Licht. Vom Licht zum Licht sozusagen, daran erkennen wir, dass der Ausdruck "Licht" alleine schon relativ ist und davon abhängig, woher wir kommen. Kommen wir vom Stockdunklen, dann erscheint uns schon das Licht einer Kerze als hell...
Dabei fällt mir ein: Kann es sein, dass unsere Geburtserfahrungen die Erfahrungen beeinflussen werden, wenn wir eines Tages erneut die Daseinsform ändern und durch einen weiteren Tunnel gehen? (Dann empfiehlt es sich, die Geburtstraumen aufzuarbeiten beizeiten. Und dann sollten wir damit aufhören, Kaiserschnitt als bequeme Methode der Geburt anzusehen...)
Noch spannender ist es, nachzudenken, wie viele solcher Tunnel es noch geben kann in einer Folge? Oder ist eventuell der Tunnel, den viele im Sterbeprozess sehen, der selbe, den wir im Geburtsprozess sehen - gehen wir vielleicht nahtlos über von Leben zu Leben zu Leben ohne entspannende Pause dazuwischen?
Auf all diese Fragen gibt es natürlich keine Antworten, trotzdem können Sie, um mehr darüber zu erfahren, ins Kapitel "Tod" wechseln, denn dort habe ich einiges darüber aus interessanten Büchern dazu gefunden...
Hier geht es aber um das Leben nach der Geburt oder durch die Geburt, also das was wir Geburt nennen. (Je länger ich hier schreibe, desto mehr abstrahiere ich die einzelnen Begriffe und desto eher erkenne ich, dass alles worüber ich hier schreibe, sowieso EINES ist. Leben, Tod, Geburt, Sterben - alles ist EINES, zur gleichen Zeit und immer wieder EINES. Uhi.)
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Im Buch "Am Anfang erschuf Gott Eva" von den Autorinnen Claudia und Simone Paganini geht es um die "unbekannten Seiten" des Alten Testaments. Spannend das ganze Buch, dachte ich bei der Lektüre daran, wie es eigentlich dazu kommen konnte, die "Vertreibung aus dem Paradies" der Frau Eva in die Schuhe zu schieben.
Die Autorinnen bringen alte Bibeltexte zum Beispiel und widerlegen ihre bisherige Interpretation der Kirche, da sie extrem frauenfeindlich ist. Wie gesagt sehr spannend zu lesen das Buch, man muss als Frau aufpassen, nicht wütend zu werden...
Hier steht: "...Texte, wie die von der Erschaffung der Frau oder dem Sündenfall eigen sich ausgezeichnet, in eine ganz bestimmte Richtung (fehl)gedeutet zu werden. Ein Mann hat sich zum Ziel gesetzt, die Minderwertigkeit der Frau gemäß einer göttlichen Vorsehung zu belegen."
Meine Meinung dazu: Ein armer Schlucker, ohne Selbstbewusstsein geschlagen, unter Umständen die eigene Mutter im Kindbett verloren, als Waise im Kloster erzogen, vermisste die Liebe und suchte nun einen Ausweg aus der Minihölle in seiner verzweifelten Brust. Nix einfacher als die Frau dafür zu beschuldigen, dass die Menschen aus dem Paradies vertrieben wurden. Denn ist es nicht die Frau, die das Baby aus dem Schoß verdrängt? Zumindest für die damalige Zeit sah es ja ganz danach aus. Unter gewaltiger Anstrengung jagt die Gebärende ihre Leibesfrucht aus dem Paradies. Anstrengend, weil das Baby die Verdrängung gar nicht möchte, sie schon. Also nix einfacher, als da rundherum eine schöne Geschichte zu spinnen. Oder? Und fertig ist das Alte Testament, Genesis und wie sie alle so heißen möchten, von den Männern geschrieben, die sich aus dem Paradies verdrängt fühlten. (Vor allem hat keiner nachgedacht, dass diese vermeidliche "Verdrängung" ja auch positiv bewertet werden könnte - immerhin sind ja "da draußen" mehr Möglichkeiten, das Leben zu genießen...) Und wie viele Generationen sind darauf hereingefallen auf das Märchen?
Und damit kommen wir schon zum nächsten Punkt:
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Im Buch "Nackt zur Wahrheit" von David Deida heißt das erste Kapitel ebenso. Im Buch geht es darum, das Leben richtig zu Leben. Jeden Augenblick zu spüren und intensiv zu erleben. Indem wir sind, was wir sind. Nur das. Denn:
"Sie sind am Leben - im Moment jedenfalls. Sie spüren, wie Ihr Herz in Ihrer Brust schlägt...
Empfinden Sie Ihren Herzschlag als Geschenk an alle und spüren Sie dabei nach, wie Sie Ihre Augenblicke leben. Was haben Sie heute getan? Welche Pläne haben Sie für morgen? Wen lieben Sie und wie sehr lieben Sie ihn?
Egal wie viel Geld Sie verdienen oder wie oft Sie Liebe gemacht haben - eines Tages werden Ihre Beine kalt und gefühllos werden, Ihr Herz wird aufhören zu schlagen, Sie werden aufhören zu atmen, und alles wird entschwinden. In irgendeinem JETZT-Moment, der so real ist, wie eben dieser hier, wird Ihr Leben zu Ende sein...
Sind Sie bereit? Haben Sie wirklich vollkommen geliebt und Ihre verborgenste Gaben dargeboten? Zu einem richtig gelebten Leben gehört, dass man den Tod annimmt, indem man sich allem zu jedem Zeitpunkt von ganzem Herzen öffnet. Wenn Sie ganz offen sind, können Sie geben, ohne etwas zurückzuhalten, und etwas empfangen, ohne es von sich zu weisen. Wenn Sie ganz offen sind und Ihr Herz allem zugewandt ist, dann sind Sie Offenheit und eng verbunden mit diesem völlig offenen Moment. Jeder Teil dieses Momentes kommt ung geht als Offenheit.
Das lächeln Ihrer Tochter, die Umarmung Ihres Geliebten - jeder Moment ist wundersam und schon im Entschwinden begriffen. Jede Erfahrung ist zugleich tief und leer.
Ein Leben, das um der Erfahrung willen gelebt wird, ist ein Halbleben. Sie sind verkrampft, unsicher, einsam, nicht ausgefüllt. Ihre Erfahrung kann Sie nicht ausfüllen, denn kaum haben Sie sie gemacht, ist sie schon wieder verschwunden, ein flüchtiges Irrlicht, das Schlusslicht der Hoffnung, das immer weiter in der Ferne verschwindet.
Hält man nicht mehr an diesem Moment des Lebens fest, kann er sich ungehindert und strahlend wie eine Blüte entfalten. Wenn Sie sich weit öffnen und hingeben, tief atmen und Ihr Herz als Geschenk darbieten, werden Sie offen in diesem Moment hineingeboren..."
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Wie ich schon zu Anfang feststellte, je länger ich mich mit den einzelnen Begriffen herumschlage, desto mehr erkenne ich, dass es eben nur Begriffe sind und daher überhaupt nichts sagen. Im Buch "Das Leben tiefer verstehen" von Dalai Lama steht im Kapitel "Die Wurzel aller Probleme erkennen", dass unsere Sinneswahrnehmungen zu unserer Unwissenheit beitragen. Denn auf Basis dieser gesehen, scheinen Objekte auf wirkliche Weise aus eigener Kraft heraus zu existieren. Unser Geist tendiert dazu, diese irrtümlichen Erscheinungen zu akzeptieren, statt ihnen zu widerstehen. Er hinterfragt nicht, um festzustellen, ob sie korrekt sind, sondern akzeptiert einfach, dass die Dinge so sind, wie sie uns erscheinen.
"Wenn es um unser eigenes Selbst geht, dann betonen wir auch diese Verbindung und reden von "meinem Körper", "meinem Besitz", "meinen Freunden" oder "meinem Auto". Wir überbetonen die Attraktivität des Objekts, verdecken seine Fehler und Nachteile und entwickeln Anhaftung daran, da es uns scheinbar hilft, Wohlbehagen und Freude zu bekommen. Dadurch werden wir, wie an einem Nasenring, mit Gewalt zur Begierde hingezogen. Oder es kann sein, dass wir die Unattraktivi8tät des Objekts überbetonen, indem wir etwas Unbedeutendes zu einem großen Fehler aufblähen und die gute Qualität des Objekts unbeachtet lassen...
... Gröbere Auffassungen von "Ich" und "mein" erzeugen gröbere leidbringende Emotionen wie zum Beispiel Arroganz und Aggressivität. Sie verursachen nur Schwierigkeiten für Sie selbst, für Ihre Gemeinschaft und sogar für Ihr Land. Diese irrtümlichen Auffassungen müssen, klar erkannt werden, indem Sie Ihren eigenen Geist beobachten...
... Auf diese Weise werden wir durch unsere iegene Unwissenheit zugrunde gerichtet und Leben für Leben in diesem Kreis des Leides gefangen gehalten, das wir den Daseinskreislauf nennen."
Das Leben mögen wir also mit neuen Augen sehen: Sehen wir uns, wie wir wirklich sind. Denn:
"Selbsterkenntnis zu haben bedeutet, ein besseres Verständnis zur Realität zu gewinnen." (Dalai Lama)
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