Inhalt dieser Ausgabe
Körper:
Geist:
Seele:
Beruf:
 
 
 
 
 
 
 
 
Start Kochkurs 2008 "After Work Cooking" - Mit Spaß und Freude einfach und lecker kochen! - ab 07. März 2008 - 7 Abende bis Dezember - Mehr Infos hier...  

Quelle: Eva Laspas
Tipps aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
  • Vegetarismus aus Sicht der TCM
  • Fleisch - seit Urzeiten
  • Fleisch in kalten Regionen
  • Vom Lebensmittel zur Medizin
  • Kraftspender Fleisch ersetzen
  • Fleisch erdet - aus spiritueller Sicht
  • Umgang mit Fleisch in der Küche
  • Aktueller Buchtipp
  • Rezept des Monats
  • Termine 2008
  • Angebote
  • Telefonische Beratung
  • Angebote Folder (pdf)
  • Kontakt
  • Buchtipps zum Thema TCM
  • Weiterempfehlung dieses Artikels
  • Diese Seite drucken
  •  
    Vegetarismus aus Sicht der TCM aus Sicht der TCM
    (Traditionellen chin. Medizin)


    von Eva Laspas

    Wenn sich die Horrormeldungen über Tierhaltung und diverse Vergiftungen durch Fleischgenuss wieder einmal mehren, vergeht vielen von uns der Appetit auf Fleisch. Kein Wunder, wenn sich immer mehr Menschen dazu entscheiden, auf Fleisch zu verzichten.

    Die ist die eine Seite der Medaille, doch maß voller Fleischgenuss bringt unserem Körper auch wichtige Energie - chinesische gesehen, Yang-Energie. Yang-Energie gibt uns Wärme und Kraft, sie ist ein Teil unserer Lebensenergie.

    Eva Laspas,
    TCM-Ernährungsberaterin

    Ich persönlich bin weder für noch gegen Fleisch, sehe Fleisch wie alle anderen Lebensmittel auch:

    als Heilmittel von Mutter Natur

    Wenn wir Lebensmittel als Heilmittel ansehen, Mittel, die es unserem Körper erlauben, gesund zu bleiben und die Gesundheit zu erhalten, dann wird auch schon klar, was Paracelsus gemeint hat mit:

    Die Dosis macht das Gift.

    Egal was wir essen, wenn wir zuviel davon bekommen, macht es uns krank. Ich kann mich noch erinnern, vor ca. 25 Jahren, also ich gerade in die Drogistenlehre ging, war ein Fall in den Nachrichten, wo sich eine Frau mit Karottensaft trinken umgebracht hat. Sie wollte braun sein und trank täglich 3 l Karottensaft. Durch die übermäßige Aufnahme von Vitamin A (ist fettlöslich, Überschüssen können daher nicht ausgeschwemmt werden; man bedenke, welche Mengen an Karotten für 3l notwendig sind!!) starb sie an Leberzirrhose.

    So gehen sehr viele Menschen (leider) auch mit dem Verzehr von Fleisch um. Statt es als Heilmittel wohldosiert einzusetzen, wird die Güte der Mahlzeit daran gemessen, ob "das Schnitzl" über den Tellerrand schaut und möglichst wenig Beilage zu sehen ist.
    Vor 20 Jahren, als BIO und Körnerkost gerade Einzug hielt, hörte ich bei unendlich vielen Ernährungeberatungen, die ich damals noch in der Drogerie "Umstellung auf Vollwertkost" hielt, den mit Stolz vorgebrachten Satz, noch nie im Leben Salat gegessen zu haben.

    Ein Mittelmaß ist bei allem gut. Und maßvoller Umgang mit allen Ressourcen unserer Mutter Natur - und damit auch im Verzehr von Fleisch - ist für alle ein Gewinn. Für unsere Gesundheit, für die Leben der Tiere und letztendlich auch für Mutter Erde selber.


    Fleisch - seit Urzeiten

    Fleisch war lange Zeit ein mehr oder wenig fester Bestandteil der menschlichen Ernährung. Aus dieser Zeit sind unserem Gebiss auch die Eckzähne geblieben, die gemeinsam mit den flachen Mahlzähnen, eindeutig auf einen "Mischköstler" hinweisen.

    Doch die Art und Weise, wie wir damals zu unserem Fleisch kamen, hat sich (sehr zu ungunsten für Tier und Mensch) stark geändert. Wer kennt heutzutage noch die Gebete und Riten, bei denen man sich bei dem erlegten Wild bedankt hat, weil man mit dem Fleisch seine Familie, seine Babys und Kinder vor dem Erfrierungs- oder Hungertod retten konnte?

    Das im Winter kalte Klima unserer Region konnte nur überlebt werden, wenn man hie und da Fleisch zwischen die Zähne bekam. Je höher wir in den Norden kommen, desto kälter das Klima, desto wichtiger ist der Einsatz von Fleisch zur Gewinnung von Yang-Energie (Wärme und Kraft).

    Wenn ein Eskimo, der nahezu ausschließlich von Fisch und Fleisch lebt, auf Vegetarier umsteigen würde, würde er nicht lange leben. Yangenergie zu tanken, wenn es kalt ist, ist besonders wichtig.

    Je weiter wir in den Süden kommen, desto leichter fällt es den Menschen, fleischlos zu essen, hier übernimmt die Sonne das Yang zu ergänzen.
    Nach oben


    Fleisch in kalten Regionen

    Je kälter es ist, desto weniger "Grün" gibt es zu speisen. Und wenn wir mit einem Auge bei Mutter Natur bleiben, dann erkennen wir, dass es im Winter sehr wenig an "Grünnahrung" gibt. Natürlich ist es für uns Menschen aus dem 21. Jahrhundert sehr einfach, im Supermarkt alles zu bekommen, was wir möchten, doch ob das nach wochenlangen Reisen und diversen chemischen Behandlungen noch besonders gesund ist, ist die Frage.

    Die TCM-Ernährung plädiert auch dafür, sich nach Region und Jahreszeit zu ernähren. Kirschen im Sommer, Karotten im Winter. Daher kann der Fleischanteil in der Nahrung im Winter auch steigen. Besonders Menschen, denen häufig kalt ist, können als rasche Kraftnahrung zu Suppen oder Eintöpfen mit Fleischanteil greifen. Ihnen wird ungleich rascher wieder warm.
    Achten Sie aber auf BIO oder suchen Sie sich die Quelle gut aus, wo Sie Ihr Fleisch beziehen.
    Vereinzelt gibt es noch Menschen, die ihre Tiere glücklich aufziehen und leben lassen, ehe sie kurz und schmerzlos und unter Umständen, die so kurz wie möglich Angst erzeugen, geschlachtet werden.
    Nach oben


    Vom Lebensmittel zur Medizin

    In der Ernährungsberatung sehe ich immer wieder Menschen - besonders Frauen, die durch jahrelangen Fleischverzicht (und keine ergänzende Yangreiche Ernährung) Kälteerscheinungen im Körper haben. "Kälteerscheinungen" verwende ich hier für alle möglichen Beschwerden, die angesehen von kalten Händen und Füßen auftreten können, wie z.B. flüssigen Stuhl, Kreuzschmerzen, Menstruationsbeschwerden, etc.

    Wenn wir also Fleisch zur Erhaltung der Yang-Energie einsetzen und uns dementsprechend ernähren (auf Dosis achten!) und auch auf die Herkunft (Bio), dann steht Fleisch gleich unter einem anderen Aspekt.

    Lesen Sie hier noch einige Gedanken zum Thema - mehr über Inhaltsstoffe und dergleichen können Sie im Artikel meiner lieben Kollegin Claudia Nichterl lesen, deren Kochbuch "Die 5 Elemente Küche Vegetarisch" ich Ihnen diesmal vorstelle. Hier dazu auf www.enjoyliving.at...
    ...mehr lesen
    Nach oben


    Kraftspender Fleisch ersetzen

    Möchten Sie also auf "fleischlose" Kost umsteigen oder essen Sie schon länger fleischlos? Dann achten Sie darauf, dass Sie das fehlende Yang mit warmen Lebensmitteln, gekochten Speisen und warmen Gewürzen ausreichend ergänzen.
    Wenn Sie nicht so strikt vegan leben möchten, dann empfehle ich Ihnen, Kraftbrühen mit Fleisch im Winter, wenn es besonders kalt ist, wenn Sie schwanger werden möchten oder schon schwanger sind, bzw. nach der Geburt und in der Stillzeit.

    "Wärmespender" sind unter anderem:
    Anis, Basilikum, Bohnekraut, Chili, Curcuma, Curry, Dill, Maroni, Estragon, Fenchel, Frühlingszwiebel, Ingwer, Kardamon, Lauch, Leinsamen, Lorbeer, Meerrettich, Muskatnuss, Nelken, Paprika, Pefferoni, Petersilienblätter, Pfeffer, Rapsöl, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Senf, Thymian, Vanille, Wacholderbeeren, Walnüsse, Zimt, Zwiebel... lange kochen, braten, anrösten, grillen...

    Achten Sie darauf, besonders in der kalten Jahreszeit auf "auskühlende und kalte" Lebensmittel zu verzichten. Z.B. Yoghurt, Südfrüchte, Salate…

    Nach oben


    Fleisch erdet - Fleisch aus spiritueller Sicht

    Ein Blick in die Religionen der Erde zeigt uns auch einen sinnvollen Gebrauch mit Fleisch.
    Religionen haben auch schon immer Lebens-Regeln erstellt, die dem Klima entsprechend den Menschen Richtlinien für ein langes Leben geboten haben.
    Indien, das Ursprungsland vieler Religionen wie z.B. Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus, ist ein Land mit eher heißem Klima, nur in den nördlichen Regionen bekommt es im Winter 10 bis 15 Grad, was unserem Temperaturen gegenüber immer noch "warm" ist.
    All diese Religionen vermeiden weitgehend Fleisch. Das ist bei Temperaturen von im Sommer 40 - 50 Grad nicht nur für den Organismus ohne weiteres erträglich, es half auch, die Menschen vor Infektionen (z.B. durch verdorbenes Fleisch) zu schützen.

    Yogis lehnen Fleischgenuss auch strikt ab - doch ist ihr körperliches Betätigungsfeld weitaus geringer als das unsereins, z.B. Müttern mit 3fach Belastung oder ManagerInnen... Wer wenig körperliche Arbeit leitet (die Yang ist), verträgt auch reduzierten Fleischgenuss.

    Westliche Religionen (in kühleren Klimata angesiedelt) begrenzen Fleischverbot auf Zeiträume, z.B. zwischen Fasching und Ostern. Das ist dann auch schon genug der stark Yang-reduzierten Kost.

    Aus meinen Beobachtungen habe ich auch folgendes festgestellt:
    Menschen, die meditieren, bemerken, dass sie schwerer "hinkommen", wenn sie Fleisch gegessen haben. Fleisch erdet uns, Yang erdet uns. Wer bemerkt, dass er im Alltag ein bisschen den "Boden" unter den Füßen verliert, der kann mit etwas Fleisch wieder Anschluss bekommen.
    Viele Menschen, die mit Energien arbeiten, essen kein Fleisch mehr, da sie das Gefühl haben, dann die Energie weniger gut zu fühlen. Sie fühlen sich dann schwerer, die "Leichtigkeit" im Kopf fehlt. Doch wenn das Leben beginnt schwierig zu werden, wenn "erdige" Dinge wie Geldangelegenheiten (z.B.) nicht mehr richtig fließen, weil zu viel "geschwebt" wurde, dann ist es Zeit, sich wieder einmal zu erden und aufzuräumen.

    Osho schreibt in einem seiner Bücher über das Fasten, dass spirituelle Menschen glauben, durch das Fasten näher bei Gott zu sein, doch das Gefühl das sie durch das Fasten bekämen, wäre nicht die Gottesnähe, sondern die Nähe des Komas. Ähnlich könnte man den losgelösten, wurzellosen Zustand bezeichnen.
    Nach oben


    Umgang mit Fleisch in der Küche

    Ich empfehle Fleisch vom Bio-Bauern, bzw. von einem Bauern, der "weiß, was er tut". Feinfühlige Menschen können nicht nur fühlen, wie das Tier gestorben ist (dann kauft man es erst gar nicht). Ich wage es zu behaupten, dass JEDER von uns, wenn er eine Zeit lang nur Fleisch isst, das von glücklich gestorbenen Tieren kommt, es SCHMECKEN kann, wie das Tier gestorben ist, falls er einmal anderes vorgesetzt bekommt. (Leider sind die Quellen nicht immer die, die auf der Packung stehen.) Waschen Sie das Fleisch vor der Zubereitung unter fließendem Wasser, spüren Sie die Kraft und gedenken Sie kurz dem Tier, bedanken Sie sich für die Nahrung, die Sie bekommen. Seien Sie sich bewusst, dass Sie ein Kaiserlebensmittel vor sich haben.

    Bereiten Sie das Fleisch dann zu. Ideal ist es bei Suppen, etc. das Fleisch einmal aufkochen zu lassen. Da bildet sich manchmal ein grauschmutziger Schaum, je mehr Bio "drinnen" ist, desto weniger Schaum... (Qualitätskontrolle!). Leeren Sie alles in ein Sieb, waschen Sie das Fleisch unter fließendem Wasser gründlich zwischen Ihren Händen ab. Nehmen Sie es frischem Wasser in einem frischen Topf und bereiten Sie es wie gewünscht zu.
    Nach oben


    Aktueller Buchtipp:

    Die 5-Elemente-Küche Vegetarisch
    von Claudia Nichterl
    avBuch
    ISBN 978-370402240-0
    € 19,90
    Dieses Buch bei Amazon.de bestellen

    Da ich sowieso ein Fan von Claudias Kochbüchern bin, erübrigen sich hier wieder alle Worte... ;-) Danke auch Uwe für die wunderbaren, wirklich ansprechenden Fotos! (Damit das auch einmal gesagt ist. *hihi*)
    Unbedingt habenswert!
    Nach oben


    Rezept des Monats

    (Aus dem Buch "Die 5-Elemente-Küche Vegetarisch, von Claudia Nichterl, av Buch, siehe Buchtipps)

    Start Kochkurs 2008 "After Work Cooking" - Mit Spaß und Freude einfach und lecker kochen! - ab 07. März 2008 - 7 Abende bis Dezember - Mehr Infos hier...

    Chilli-Brownies
    200g Bitterschokolade
    2 EL Kakaopulvfer
    4 Eier
    150g Vollkornzucker
    150ml Sonnenblumenöl
    Mark einer Vanilleschote
    100g Walnüsse
    1-2TL getrocknete Chiliflocken
    1Prise Salz
    80g Dinkelmehl

    Den Backofen auf 170° aufheizen. Die Bitterschokolade im Wasserbad schmelzen. Die Eier mit Vollrohrzucker und Öl schaumig rühren. Vanillemark, Chiliflocken, Salz und Mehl unterheben.

    Die geschmolzene Schokolade und das Kakaopulver gut mit dem Teig verrühren. Zuletzt die Walnüsse hacken und ebenfalls unterheben. Das Backblech mit Backpapier auslegen und die Teigmasse gleichmäßig darauf verteilen.

    Im Backofen ca. 25-30 Min. backen. Den Kuchen auskühlen lassen und in kleine Rechtecke schneiden.
    Nach oben


    Kontakt

    Eva Laspas
    Ernährungsberaterin nach der TCM
    Info und Termine Institut Laspas:
    Polgarstr. 13E/RH7,
    1220 Wien
    Tel: 280 76 27,
    eva@laspas.at
    www.laspas.at
    ---------------------
    Kostenpflichtige telefonische Beratung:
    Tel.: 0900 970047 (1,81€ pro Minute)
    Ideal für Beratungen aus den Bundesländern (die Mappe kommt dann per Post) oder für Zwischenfragen zur persönlichen Befindlichkeit, zum Jahreszeitenwechsel...
    ... hier mehr darüber lesen
    Nach oben
         
         Eva Laspas,
    TCM-Ernährungsberaterin


     
    >zur aktuellen Ausgabe
    Service