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Der Atem, das Leben, das Tao
Die Lebensenergie mit dem Ziel der Heilung lenken
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von Eva Laspas
Wer tief atmet, tankt viel Energie. In Situationen von Stress oder Angst, versagt jedoch die tiefe Atmung, wir atmen flach, zu wenig (Sauerstoff) Qi strömt nach, unser Gehirn verliert als erstes seine Leistungsfähigkeit. Viele Situationen im Geschäftsleben könnten besser verlaufen, wenn wir bewusst an unsere Atmung denken und bei Stress, Angst oder anderem Unangenehmen erst mal "tief einatmen".
Die alten Taoisten haben durch Naturbeobachtungen viele Gründe gefunden, Atemübungen zu praktizieren. Sie haben dann unterschiedliche Atemstile entwickelt.
|  Eva Laspas, TCM-Ernährungsberaterin |
Die wichtigsten Gründe sind:
die richtige Atmung verbessert die Gesundheit
sie führt auch eine gewisse geistige Frische, eine größere Bewusstwerdung herbei
die Atmung ist ein Faktor des Austauschs mit der Umwelt und dem Universum und zeigt uns unsere wechselseitige Abhängigkeit.
es besteht die Möglichkeit, sich bestimmte Atemprozesse bewusst zu machen, die im Normalzustand unbewusst bleiben.
die Atmung und der Ablauf der emotionalen Reaktionen stehen in enger Beziehung miteinander, folglich ist der Atem eine Brücke zwischen unserem Gefühlsleben und unserem organischen Leben,
der Atem scheint in direkter Beziehung zu der großen Leerheit, dem Wuji zu stehen und öffnet die Pforten der spirituellen Welt.
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In den neueren Qigong-Schulen nimmt die Beherrschung der Atmung noch immer einen wichtigen Platz ein. Qigong ist dennoch ein neuerer Begriff, früher hat man diese Aktivitäten unterm dem Namen "Daoyin" zusammengefasst: Die Lebensenergie mit dem Ziel der Heilung lenken.
Auf alten Jadetafeln, die aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. stammen, kann man erkennen, dass die Übungen darauf abzielen, das Qi in der Körpermitte zu sammeln und zu verdichten, um es dann im ganzen Körper zu verteilen. Das wichtigste dabei ist immer, dass Qi im Fluss bleibt. Denken Sie an einen Fluss, der durch eine Landschaft fließt. Solange das Wasser sich bewegt, wird der Fluss gesund bleiben, stagniert es jedoch, wird es brackig und kann leicht umkippen.
Das Qi, das im Körper nicht fließt, das sozusagen stagniert, gilt als Ursprung aller Krankheit. Steht das Qi still, dann ist der Organismus tot. Wenn Qi Stagniert, dann führt das zu einer schlechten Verteilung im ganzen Körper. Da gibt es Stellen, wo zuviel Qi ist und andere, wo zu wenig davon ist. Das ist der Ursprung jeder Krankheit. Krebs, als eine der größten Krankheiten unserer Zeit, wird nach Ansicht der Taoisten eine sehr heftige langandauernde Qi-Stagnation hervorgerufen, die nach einem bestimmten Bewusstheitszustand ausgelöst worden ist.
Es daher durch Atmung und Bewegung in Fluss zu halten, sollte unser höchstes Ziel sein. Fließendes Qi hält unseren Geist ruhig und macht ihn klar. Stehen Sie also vor einer größeren Entscheidung, dann brauchen Sie einen klaren Geist. Atemübungen können ihnen helfen, Ihren Geist klar zu machen.
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