Inhalt dieser Ausgabe
Körper:
Indigourlaub: Spirituelle Wüstenreisen
Reichtum und Wohlstand
Beziehungen erfüllt leben
Menschenbeziehungen
"Luftholen" ist ... (TCM)
Geist:
Unser Inneres Kind
Beziehung zum ICH
Beziehung als Spiegel
Ausgewählte Literatur
Seele:
Dolmar®-Methode
In Beziehung - zu mir selbst
Maya-Zeit: 10.7 - 9.9.08
Kultur Wien
Beruf:
Mein Leben und ich
+ Gewinnspiel
Kunst und Gesundheit - 5 Elemente Energiebilder von Eva Friederike Laspas. Infos hier.
Aktuelle Ausstellungstipps und -rezensionen
Am Puls der Stadt
Phantastischer Realismus
Mit "Der Virtuellen" ins Theater:
Verliebt, verlobt, verheiratet
Wiener Volkstheater - Karl Skraup-Preis
Mirandolina von Carlo Goldoni
Volkstheater Spielplan
Weiterempfehlung dieses Artikels
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Aktuelle Ausstellungstipps und -rezensionen
Am Puls der Stadt 2000 Jahre Karlsplatz
Ausstellung vom 28. Mai bis 26. Oktober 2008
Wien Museum
öffnungszeiten:
Di - So und Feiertag 9 - 18 Uhr
Eine der umfangreichsten Ausstellung ist zur Zeit im Wien Museum dem Thema "Karlsplatz" gewidmet. Es ist eine geschichtliche Reise durch zwei Jahrtausende. Einst umgab den Wienfluss eine liebliche Aulandschaft, wo Flora und Fauna gediehen. Zur Römerzeit kreuzten Fernstrassen den großen Platz und entlang der Limesstraße entdeckte man repräsentative Grabstätten. Im Mittelalter befanden sich hier die größten Spitäler Wiens. Das Heiligengeist-Spital und das BÜrgerspital waren auch die größten in Europa. Sie waren wichtige Standorte fÜr die Medizin- und die Sozialgeschichte der Stadt. In der Vorstadt "Wieden" entwickelten sich Wohngebiete und Gewerbebetriebe. Am Wienfluss gab es zahlreiche MÜhlen. Einige Namen erinnern heute noch daran. Nach der ersten TÜrkenbelagerung 1529 wurde das Glacis erbaut. Vor diesem SchutzgÜrtel fanden viele Kampfhandlungen statt. 300 Jahre hielten diese Schutzbauten und machten den Karlsplatz zu einem Niemandsland.
Als kaiserliches Denkmal und imposanter Sakralbau ist die Karlskirche noch heute das schönste Barockjuwel Wiens.
In der Zeit von 1750 - 1850 entstanden viele Neubauten und Alleen. Das Glacis war begrÜnt und lud zu Spaziergängen ein. Während dieser Zeit entstanden berÜhmte Veduten. Das heute längst vergessene Kärntnertor diente als Schauplatz wichtiger FestzÜge.
Während der GrÜnderzeit wurden wichtige Kulturbauten errichtet. Die evangelische Schule, das KÜnstlerhaus und das Musikvereinsgebäude sind noch heute Baujuwele am Karlsplatz. Der Wienfluss allerdings, war damals eine Übelriechende Kloake. Um 1900 wurde er eingewölbt und der Bau der Stadtbahn wurde begonnen..
Die Secession wurde als Symbolbau der KÜnstlervereinigung (Jugendstil) errichtet und das goldene "Krauthappel" glänzt noch immer in der Sonne.
Der Karlsplatz war auch Schauplatz von politischen Aufmärschen in der Vorkriegszeit und das Gebiet fÜr den Schwarzmarkthandel während der Nachkriegszeit.
In den Jahren ab 1970 war der Platz eine einzige Baustelle. Wiens erste U-Bahn wurde errichtet.
Obwohl der Karlsplatz heute fÜr den Drogenhandel bekannt ist, zeitweise zur Verkehrshölle wird und manche ArchitektursÜnden begangen wurden, ist er dennoch eine Stätte vielfältiger Freizeitaktivitäten und ein wichtiger Kulturfaktor.
Der Karlsplatz ist immer in Bewegung. "Es gibt viele Karlsplätze".
Zu dieser höchst informativen und interessanten Ausstellung erscheint ein 530 Seiten starker Katalog im Czernin-Verlag.
Vom Juli bis September befindet sich vor dem Museum ein Kran, mit dem man sich in die Höhe hieven lassen kann, um einen Rundblick zu gewinnen.
Ein Besuch "Am Puls der Stadt" ist ein unbedingtes Muss!
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
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Phantastischer Realismus
Ausstellung im Unteren Belvedere
vom 21. Mai bis 14. September 2008
Rennweg 6
1030 Wien
öffnungszeiten:
Täglich: 10.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch: 10.00 - 21.00 Uhr
Die phantastischen Werke dieser fulminanten Ausstellung sind nach Themen gereiht.
Ernst Fuchs, Arik Brauer, Wolfgang Hutter, Anton Lehmden und Rudolf Hausner bildeten den harten Kern dieser spezifischen KÜnstlergruppe des "Phantastischen Realismus", deren Präsident Albert Paris GÜtersloh war. Zu Beginn gehörte auch Helmut Leherb, der Maler mit der Friedenstaube, der später seinen eigenen Stil entwickelte, zu dieser Gruppe.
Die Werke sind geprägt von alten Meistern und dem Surrealismus. Eine wichtige Inspirationsquelle ist die Bibel. Besonders in den Gemälden von Ernst Fuchs sind Apokalypse und traumatische Erlebnisse verarbeitet. Sie weisen auf die Leiden des jÜdischen Volkes hin. Sakrales und Mystisches prägen seine Werke.
Wolfgang Hutters Gemälde sind voller Geheimnisse. Die prachtvollen Farben erfreuen unser Auge und wir versinken in eine strahlende sagenumwobene Welt.
Arik Brauers phantastischen Werke sind mit phantasievollen Blumen und Pflanzen Übersät. Wir erfreuen uns an diesen bunten zarten Gewächsen und bedauern, dass es sie nicht auch in Wirklichkeit gibt. Er malt Fabelwesen und er lässt auch politische Geschehnisse in seine Werke einfließen.
Anton Lehmdens Landschaften erscheinen zu explodieren. An der Erdoberfläche brodelt und kocht es. Kleine verspielte Naturkatastrophen, die sich in harmlose Fantasien auflösen.
Rudolf Hausners "Adam" kommt fast in jedem seiner Bilder vor. Sein Selbstporträt, umrahmt mit geometrischen Formen und aus allen möglichen Perspektiven, sind jedem bekannt.
Werke alter Meister, wie Peter Paul Rubens stehen den Werken des phantastischen Realismus gegenÜber. Nicht nur die wichtigsten Werke, sondern auch die Vorgeschichte und der
Zusammenhang dieser Kunstströmung werden in dieser Ausstellung präsentiert.
Eine wunderbar zusammengestellte Schau, wie man sie in dieser Kunstrichtung schon lange vermisst hat. Sehr sehenswert!
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
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Mit "Der Virtuellen" ins Theater
Verliebt, verlobt, verheiratet
Gastvorstellung von Gabriela Benesch und Karlheinz Hackl
Im Volkstheater am 30. Mai 2008
Die beiden beliebten Schauspieler Gabriela Benesch und Karlheinz Hackl zeigen in ihrem ersten gemeinsamen Kabarettprogramm amÜsante Szenen Über das ewige Thema der Liebe. Die kleinen Missverständnisse zwischen Mann und Frau. Liebe, Lust, Eifersucht, Alltag und alle Vorkommnisse im Zusammenleben eines Paares werden hier authentisch aufgezeigt.
Wir hören Texte von Loriot, Hugo Wiener, Erich Kästner, Erich Fried, Trude Marzik und vielen anderen berÜhmten Schriftstellen. Manche davon sind uns sehr bekannt, aber auch einiges Neues ist fÜr uns dabei.
Ein Abend, der uns erheitert und auch nachdenklich stimmt.
Eine gute Unterhaltung mit guten Schauspielern
Hannelore Halper
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Verleihung des von der BAWAG gestifteten Karl-Skraup-Preises
Wiener Volkstheater
an KÜnstler des Wiener Volkstheaters
GÜnter Franzmeier fÜr hervorragende schauspielerische Leistung
fÜr die Rolle des George in "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" von Edward Albee (Regie: Antoine Uitdehaag)
Georg Schmiedleitner fÜr hervorragende Regieleistung
fÜr seine Inszenierung "Geschichten aus dem Wiener Wald" von ödön von Horváth
Beatrice Frey fÜr hervorragende schauspielerische Gesamtleistung in der Kategorie "Beste Nebenrolle" in der Saison 2007/08
Die Jury:
Thomas Gabler (Krone), Wolfgang Huber-Lang (APA), Dr. Eva Maria Klinger (Wiener Zeitung, BÜhne u.a.), Norbert Mayer (Die Presse), Ronald Pohl (Der Standard), Hannelore Halper (Die Virtuelle u.a.), Reinhold Reiterer (Kleine Zeitung), Guido Tartarotti (Kurier), Dr. Renate Wagner-Wesemann (Vorarlberger Nachrichten), Susanne Zobl (News) und Irene Lebisch (langjährige Volkstheater-Abonnentin).
Hannelore Halper
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Mirandolina von Carlo Goldoni
Neues Theater in Döbling
Hutweidengasse 24
1190 Wien
Am 30. und 31. Mai sowie am 1. und 6. Juni 2008 zeigte das Neue Theater in Döbling wieder einmal, wie man "Theater macht".
Es war ein VergnÜgen zuzusehen, wie Mirandolina, dargestellt von Edith Weindlmayr-Mut, eine Gastwirtin, die das Lokal von ihrem Vater geerbt hatte, allen Männern mit Geist, Witz und Schönheit den Kopf verdreht.
Der Conte von Albafiorita, ein Graf mit erkauftem Adelstitel, Überhäuft sie mit kostbaren Juwelen. Dieter Hofinger spielt gekonnt, den generösen Adeligen.
Der Marchese von Forlipopoli, ein verarmter Adeliger, macht Mirandolina ebenfalls den Hof. Nur - er kann ihr nichts schenken. Christian Tölle, hat die Lacher auf seiner Seite, wenn er den Hochstapler spielt und immer etwas Besseres sein will, als die anderen.
Dann gibt es noch den ausgesprochenen Frauenhasser, dem keine Frau auch nur in die Nähe kommen darf. Peter König spielt den Cavaliere von Ripafratta sehr authentisch. Mirandolina umgarnt ihn aber mit guten Speisen und lieben Worten, sodass er ihr total verfällt und ihr sogar seine Liebe gesteht.
Fabrizio, der Kellner und Diener in Mirandolinas Gasthaus, macht sich Hoffnungen, dass sie ihn zum Gemahl nehmen wÜrde. Mirandolina wurde ihm am Sterbebett ihres Vaters schließlich versprochen. Herbert Marx mimt den hoffnungsvollen und zuletzt doch verzweifelten Fabrizio erbarmungswÜrdig.
Die Prinzipalin des Theaters, Heidelinde Twaroch, war fÜr die Bearbeitung und Gesamtleitung des StÜckes verantwortlich. Sie hatte auch die Rolle einer der vier Komödiantinnen in dem Werk inne. Um einen Einblick in die Festlichkeiten des 18. Jahrhunderts zu bekommen, wurde ein getanztes Menuett nach der Musik von Domenico Scarlatti als Augenweide aufgefÜhrt.
Auch das Ende des StÜckes wurde dahingehend abgewandelt, dass Mirandolina keinen von ihren Verehrern geheiratet hat. So ganz mit den Gepflogenheiten des 18. Jahrhunderts dÜrfen sich die heutigen Frauen doch nicht zufrieden geben!
TheaterstÜcke, die von Frau Heidelinde Twaroch bearbeitet werden bzw. wurden, zeigen immer wieder, wie sich die Prinzipalin mit der Geschichte auseinandersetzt, den StÜcken Schwung verleiht, ihnen den nötigen Touch gibt und sie trotzdem unverfälscht lässt. Besonders der Jugend ist zu empfehlen, das Neue Theater in Döbling zu besuchen. Denn - was sie an anderen BÜhnen vorgesetzt bekommt, hat mit dem Schriftsteller und dessen Werk nur mehr ansatzweise zu tun.
Hier können wir uns der wahren Kunst hingeben und mÜssen uns nicht fÜrchten, dass uns mit KraftausdrÜcken oder Brutalität der Abend verdorben wird.
Weitere Informationen:
www.neuestheaterindoebling.at
Hannelore Halper
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Volkstheater
Spielplan 2008/09
Am 22. April 2008 stellte Direktor Michael Schottenberg den Spielplan für die nächste Theatersaison vor.
Die Premieren:
Volkstheater:
"Peer Gynt", Regie: Michael Sturminger, mit Raphael von Bargen, Michael Schottenberg;
"Ein spanisches Stück" von Yasmin Reza, Regie: Antoine Uitdehaag, mit Maria Bill, Rainer Frieb;
"Sonny Boys", Regie: Michael Schottenberg, mit Peter Weck und Harald Serafin;
"Tod eines Handlungsreisenden", Regie: Dieter Berner, mit Heinz Marecek;
"Die Fledermaus" (Johann Strauß), Regie: Michael Schottenberg, mit Beatrice Frey, Susa Meyer, Katharina Strasser, Erwin Ebenbauer, Marcello de Nardo, Andreas Vitásek;
"Die Reifeprüfung", Regie: Felix Prader. Österr. Erstaufführung
"Drei Schwestern" und ein noch in Ausarbeitung stehendes Stück, das zeitgerecht bekannt gegeben wird.
Bezirke:
"La Strada", Regie: Andy Hallwaxx, mit Marjan Shaki, Doris Weiner;
"Reden mit Mama", Regie: Lisa-Maria Cerha, mit Julia Gschnitzer und Johannes Seilern;
"Der Heiratsantrag & Der Bär", Regie: Silvia Armbruster, mit Annette Isabella Holzmann, Christoph F. Krutzler;
"California Suite", Regie: Doris Weiner, mit Johanna Merinz, Katharina Stemberger;
"Here we are! The Andrew Sisters von Andy Hallwaxx, Regie: Andy Hallwaxx mit Beantrice Frey, Susa Mayer und Barbara Spitz.
Die Vielfalt des Programms und der Spielstätten ist weltweit einzigartig. Das Programm reicht von Klassik über Moderne, Ausstellungen, Performances, Literatur, Kabarett, Musik, Diskussionen, Kindertheater und Veranstaltungen für Nachtschwärmer. Alle einzelnen Events aufzuzählen ist fast nicht machbar. Es ist bemerkenswert in welcher Qualität die Theaterstücke den Weg zum Publikum finden. Das Ensemble des Volkstheaters besteht aus namhaften, mehrfach ausgezeichneten Schauspielern. Als weitere Publikumslieblinge konnten Julia Gschnitzer, Heinz Marecek, Peter Weck, Harald Serafin u.a. gewonnen werden.
Trotz des fulminanten Angebotes sind die Preise erschwinglich, sodass jedermann der Zugang zur Kunst ermöglicht wird.
Die Auslastung der letzten Saison lag bei 85 %.
Dass die Erfüllung all dieser Vorhaben eine besonders verantwortungsvolle Aufgabe darstellt, insbesondere auch wegen der begrenzten budgetären Lage, liegt auf der Hand. Michael Schottenberg als Direktor, Regisseur und großartiger Schauspieler schafft auch das mit Bravour - und hoffentlich noch sehr lange. Wir dürfen uns wieder auf die nächste Theatersaison im Volkstheater freuen!
Hannelore Halper
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