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Kunst und Gesundheit - 5 Elemente Energiebilder von Eva Friederike Laspas. Infos hier.
Aktuelle Ausstellungstipps und -rezensionen
  • Am Puls der Stadt
    Mit "Der Virtuellen" ins Theater:
  • Cecilia Bartoli - Liederabend
  • Mein Kampf
  • Auf der Suche nach dem Gedächtnis
  • Wiener Volkstheater - Premiere von "Peer Gynt"
  • Weiterempfehlung dieses Artikels
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    Aktuelle Ausstellungstipps und -rezensionen

    Am Puls der Stadt 2000 Jahre Karlsplatz

    Ausstellung vom 28. Mai bis 26. Oktober 2008

    Wien Museum
    öffnungszeiten:
    Di - So und Feiertag 9 - 18 Uhr
    Eine der umfangreichsten Ausstellung ist zur Zeit im Wien Museum dem Thema "Karlsplatz" gewidmet. Es ist eine geschichtliche Reise durch zwei Jahrtausende. Einst umgab den Wienfluss eine liebliche Aulandschaft, wo Flora und Fauna gediehen. Zur Römerzeit kreuzten Fernstrassen den großen Platz und entlang der Limesstraße entdeckte man repräsentative Grabstätten. Im Mittelalter befanden sich hier die größten Spitäler Wiens. Das Heiligengeist-Spital und das BÜrgerspital waren auch die größten in Europa. Sie waren wichtige Standorte fÜr die Medizin- und die Sozialgeschichte der Stadt. In der Vorstadt "Wieden" entwickelten sich Wohngebiete und Gewerbebetriebe. Am Wienfluss gab es zahlreiche MÜhlen. Einige Namen erinnern heute noch daran. Nach der ersten TÜrkenbelagerung 1529 wurde das Glacis erbaut. Vor diesem SchutzgÜrtel fanden viele Kampfhandlungen statt. 300 Jahre hielten diese Schutzbauten und machten den Karlsplatz zu einem Niemandsland.
    Als kaiserliches Denkmal und imposanter Sakralbau ist die Karlskirche noch heute das schönste Barockjuwel Wiens.
    In der Zeit von 1750 - 1850 entstanden viele Neubauten und Alleen. Das Glacis war begrÜnt und lud zu Spaziergängen ein. Während dieser Zeit entstanden berÜhmte Veduten. Das heute längst vergessene Kärntnertor diente als Schauplatz wichtiger FestzÜge.
    Während der GrÜnderzeit wurden wichtige Kulturbauten errichtet. Die evangelische Schule, das KÜnstlerhaus und das Musikvereinsgebäude sind noch heute Baujuwele am Karlsplatz. Der Wienfluss allerdings, war damals eine Übelriechende Kloake. Um 1900 wurde er eingewölbt und der Bau der Stadtbahn wurde begonnen..
    Die Secession wurde als Symbolbau der KÜnstlervereinigung (Jugendstil) errichtet und das goldene "Krauthappel" glänzt noch immer in der Sonne.
    Der Karlsplatz war auch Schauplatz von politischen Aufmärschen in der Vorkriegszeit und das Gebiet fÜr den Schwarzmarkthandel während der Nachkriegszeit.
    In den Jahren ab 1970 war der Platz eine einzige Baustelle. Wiens erste U-Bahn wurde errichtet.
    Obwohl der Karlsplatz heute fÜr den Drogenhandel bekannt ist, zeitweise zur Verkehrshölle wird und manche ArchitektursÜnden begangen wurden, ist er dennoch eine Stätte vielfältiger Freizeitaktivitäten und ein wichtiger Kulturfaktor.
    Der Karlsplatz ist immer in Bewegung. "Es gibt viele Karlsplätze".
    Zu dieser höchst informativen und interessanten Ausstellung erscheint ein 530 Seiten starker Katalog im Czernin-Verlag.
    Vom Juli bis September befindet sich vor dem Museum ein Kran, mit dem man sich in die Höhe hieven lassen kann, um einen Rundblick zu gewinnen.
    Ein Besuch "Am Puls der Stadt" ist ein unbedingtes Muss!

    Hannelore Halper
    "Die Virtuelle"
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    Mit "Der Virtuellen" ins Theater

    Cecilia Bartoli


    Musikverein, Großer Saal
    am 24. Juni 2008

    Cecilia Bartoli, Mezzosopran
    Kammerorchester Basel
    Julia Schröder, Violine

    Cecilia Bartoli empfängt schon bei ihrem Auftritt frenetischer Applaus. Ihre phänomenale Technik erlaubt ihr, jeden Ton richtig zu treffen. Sie singt die Koloraturen hinauf und hinunter, lässt ihr einschmeichelndes Belcanto erklingen und zum Schluss jodelt und wiehert sie zum Gaudium des Publikums. Sie singt sich in die Herzen aller Anwesenden. Sie verzaubert durch Gestik und Mimik und ist in ihrer Sparte unerreicht.
    Hauptthema sind vergessene Arien von Manuel del Pópulo Vicente Garcia und von Maria Malibran, aber auch Rossini und Mendelsohn Bartholdy singt die Bartoli bravurös.
    Ihr einmaliges Erscheinungsbild, ihr Temperament und ihre flexible Stimme machen sie zum Publkumsliebling ersten Ranges.
    Standing Ovations und viele Zugaben runden den Liederabend ab.
    Unerreicht und unvergesslich ist dieser Abend im Wiener Musikverein.

    Hannelore Halper
    (Die Virtuelle)
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    Mein Kampf

    George Tabori

    Besetzungsliste -->

    Eine großartige Aufführung mit Spitzendarstellern unter der Regie von Peter Wittenberg beschert Wiens Theaterkultur einen einmaligen Höhepunkt.
    Mein Kampf ist ein Stück, das mit jüdischer Weisheit und feinem Humor brilliert. Mit Anspielungen und Zitaten auf die Shoa setzte Georg Tabori damit seinem Lebensthema ein Denkmal.
    Florian Teichtmeister überzeugt mit hervorragender Schauspielkunst die Verwandlung vom unsicher wirkenden Provinzler zum Diktator. In seiner Suada kommen die Anwandlungen zum Größenwahn besonders realistisch zum Ausdruck.
    Karl Markovics, als Charakterdarsteller von Weltrang, glänzt als verschrobener Menschenfreund, lässt den jungen Hitler jede Hilfe angedeihen und stürzt sich damit selbst ins Verderben. Schrecken und Komik halten sich in dieser grandiosen Aufführung die Waage.
    Wenn Alexander Wächter als widerlicher Himmlisch (Andeutung auf Heinrich Himmler) auftritt, lässt sich der zukünftige Verlauf des Schicksals der jüdischen Bevölkerung erahnen. Das Bühnenbild zeigt das schäbige Quartier der Obdachlosen. Ein Hauch von Elend weht über die Bühne.
    Fritz Muliar spielt einen reizenden alten Juden, der als komischer Gott Lobkowitz mit seinen Weisheiten allgegenwärtig ist. Fantastisch auch in den Nebenrollen ist Hilde Dahlik als Gretchen, die sich vom lieben Mädel zur deutschen Frau entwickelt und Tatja Seibt als Frau Tod, die Hitler als Verbündeten sucht. Wenn es auch noch einen Oscar für Tiere gäbe, ginge dieser an das auf der Bühne immer präsente unaufgeregte Huhn.
    Ein unvergesslicher zutiefst berührender Theaterabend!
    Hannelore Halper
    (Die Virtuelle)
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    Auf der Suche nach dem Gedächtnis


    Ein Film über den Hirnforscher Dr. Eric Kandel
    Votivkino
    Währingerstraße 11
    1090 Wien

    Petra Seegers Kinofilm ist dem Nobelpreisträger für Medizin des Jahres 2000, Dr. Eric Kandel, gewidmet.
    Er musste als Neunjähriger vor den Nazis in die USA flüchten. Der Versuch zu begreifen, wie es zu den Ungeheuerlichkeiten des Nationalsozialismus kommen konnte, führt ihn über das Studium der Medizin, der Psychoanalyse bis zur Biologie, um die biologischen Prozesse des Bewussten und des Unbewussten zu erforschen. Er entdeckte das Protein, das eine Schlüsselrolle bei der Speicherung von Ereignissen aus dem Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis spielt
    . Der Film lässt auch bei dem Arbeiten im Labor zusehen. In einmaligen Bildern wird gezeigt, wie sich das Gehirn verändert, wenn eine neue Erinnerung geformt wird. Kandel hat untersucht, wie geistige Vorgänge biologische Veränderungen produzieren. Er hat nachgewiesen, dass Lernen neuronale Schaltkreise verändert und dass Wissen eine anatomische Veränderung im Gehirn bewirkt. Die Erinnerung macht erst unser Leben aus. Alle Erinnerungen und Erfahrungen, die man im Leben macht, wären ohne diese bindende Kraft verloren. Diese Entdeckung spielt auch eine besondere Rolle bei der Alzheimer-Forschung.
    Eric Kandel hat in seiner Biografie, die im März 2006 erschienen ist, geschrieben:
    "Ich bin davon überzeugt, dass mein späteres Faible für den menschlichen Geist, dafür, wie sich Menschen verhalten, wie unberechenbar ihre Motive und wie dauerhaft Erinnerungen sind, auf mein letztes Jahr in Wien zurückgeht. Nach dem Holocaust lautete das Motto der Juden: "Niemals vergessen!"
    Der Film zeigt das Leben Kandels und seine Wissenschaftsforschung. Es ist ein sehr persönliches Porträt dieses charismatischen, menschenfreundlichen und leidenschaftlichen Forschers.
    Der Film zeigt auch, wie Kandel wieder in sein Geburtsland zurück kommt und auf den Spuren der Vergangenheit weilt.
    Ein einzigartiger Film über einen großartigen Menschen. Besonders sehenswert!

    Hannelore Halper
    (Die Virtuelle)
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    Wiener Volkstheater

    Premiere von "Peer Gynt" von Henrik Ibsen mit dem ausgezeichneten bewährten Ensemble des Wiener Volkstheaters.
    Die Wiederaufnahmen der Stücke "Besuch der alten Dame" und "Blickwechsel" sind besonders sehenswert.
    Hannelore Halper
    fÜr "Die Virtuelle"
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