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 Bildquelle: ©geralt /www.pixelio.de |
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Buchvorstellung des gleichnamigen Buches von Dr. Stephan Harding
Wir sollten uns wieder als Teil der Erde sehen und unsere Handlungen auf den Schutz ihrer Ressourcen ausrichten. So gelingt es uns erneut, durch Millionen von "richtigen" Handlungen, ein fruchtbares Verhältnis mit Mutter Erde (Gaia) einzugehen.
Im Laufe des Buches finden Sie immer wieder Texte, die einen intuitiven, erlebnisorientierten Ansatz zur Begegnung mit Gaia verkörpern. Manche sind kontemplativ, andere wollen Sie zum Nachdenken anregen, wieder andere geben die persönlichen tiefen Naturerfahrungen des Autors wieder und schließlich gibt es welche, die Sie zu eigenen Reflexionen über Gaia ermutigen wollen. Ganz am Ende dieses Artikels finden Sie ein Beispiel zur Einstimmung.
In den meisten nicht-westlichen Kulturen gib es eine direkte Verbindung mit der Natur, die sich in Ritualen, Religionen, Geschichten ausdrückt und überhaupt in jeder einzelnen täglichen Handlung, zu finden ist. Für diese Kulturen ist die Natur ein lebendiges Wesen und alle Lebewesen, die auf Mutter Erde wohnen verfügen über Handlungsfähigkeit, Intelligenz und Weisheit, ähnlich unserer Vorstellung von der "Seele". So ist also Mutter Erde beseelt, ihre Steine sind die Ältesten der Erde und gelten in vielen Kulturen als die Hüter der ältesten Erinnerungen. Zu ihnen begibt man sich , wenn man weisen Rat sucht. Aber auch Wald, Wind, Sonne, Mond und Tiere gelten als Wesen, die unsere Gaia vereint. Dies nennt die Wissenschaft Animismus.
In der Erforschung der kindlichen Entwicklung ist man auch draufgekommen, dass Kinder in den ersten Lebensjahren eine animistische Phase durchlaufen, in der sie Gegenstände behandeln, als hätten sie eine Persönlichkeit und wären lebendig.
Durch die Verdrängung dieses Weltbildes entstanden weitreichende Folgen, die ähnlich wie die Geschichte der Verdrängung des Animismus komplex, verworren und nicht völlig erklärbar ist. Eine Zeitspanne von rund 5000 Jahren gilt als eine Grenze, an der die Spaltung begann. Aus der Spaltung scheinen sich die Probleme erhoben zu haben, mit denen wir uns jetzt auseinandersetzen müssen.
Und in all diesem Drama um Gaia regt sich bei vielen Menschen der Animismus erneut, er taucht aus einem Winterschlaf auf und nun liegt unsere Aufgabe darin, Wege zu finden, wie der neue Animismus im Kern der westlichen Kultur verankert werden kann.
Autor Dr. Stephan Harding bietet uns dazu unter anderem das "Jung'sche Mandala" an, das C.G. Jung geprägt hat, indem er von den vier großen Bewusstseinsfunktionen oder Erkenntnisarten, die der gesamten Menschheit gemein seien, nämlich Intuition, Empfindung, Denken und Fühlen. Demnach, so der Autor, vermittelt die Empfindung oder sinnliche Erfahrung über das Medium unseres physischen Körpers eine direkte Wahrnehmung der Dinge um uns. Das Denken interpretiert das, was da ist, auf eine gewissermaßen logische, rationale Weise, das Fühlen verleiht jeder Begegnung eine positive oder negative Wertigkeit und hilft uns, den Erscheinungen einen Wert beizumessen, während die Intuition, wie Jung sagt, "über unbewusste Inhalte und Verbindungen" ein Gespür für ihre tiefere Bedeutung vermittelt.
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Nehmen Sie einen kleinen Stein so in die Hand, wie es Ihnen angenehm ist, und lassen Sie ihn während der gesamten Übung in dieser Position liegen.
Betrachten Sie nun eingehend die einzelnen Teile der Oberfläche des Steins.
Achten Sie sehr genau auf feinste Veränderungen in Farbe und Struktur, auf Kratzer und Spuren, auf Vertiefungen oder ausgehöhlte Stellen.
Tun Sie das etwa eine halbe bis eine Minute lang und schließen Sie dann die Augen.
Visualisieren Sie nun etwa eine Minute lang so klar wie möglich und mit so vielen Einzelheiten, wie Sie nur können, was Sie gerade gesehen haben.
Lassen Sie das Bild dann los und tun Sie einfach ein paar Sekunden lang gar nichts.
Öffnen Sie die Augen und betrachten Sie den Stein als Ganzes, ohne sich dabei auf irgendwelche Einzelheiten zu konzentrieren.
Nehmen Sie den Stein in seiner Ganzheit wahr, als ein einziqes vereintes Phänomen. Lassen Sie die Ganzheit des Steins in sich einströmen, ohne
sich zu fragen, was das Ganze ist und wie Sie es wohl erkennen können.
Tun Sie auch dies etwa eine halbe bis eine Minute lang.
Schließen Sie dann die Augen und sehen Sie den Stein etwa eine Minute lang als Ganzes vor Ihrem geistiqen Auge.
Lassen Sie anschließend das Bild wieder los.
Wiederholen Sie diesen Zyklus etwa 15 Minuten lang und begeben Sie sich danach in eine Phase stiller Reflexion.
Gab es Unterschiede zwischen den beiden Arten zu schauen?
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Der schweizer Unternehmer und Berater Hans Jecklin sieht dunkle Schatten voraus, die einseitige Globalisierung, Klimawandel und einseitige Begüterung (reich und arm) werfen. Immer mehr Menschen haben das wachsende Gefühl, dass es so nicht mehr weiter gehen kann. So hat der Autor in die Tiefe gespürt und versuchte den inneren Befindlichkeiten des 21. Jahrhunderts auf den Grund zu gehen. So entstand ein buch, das ein Plädoyer für eine Weltgemeinschaft, die das Wohlergehen aller Menschen im Sinn hat, ist. Hans Jecklin regt an zu einem neuen Anfang - einem Wandel zu einer Welt, die aus einem neuen Bewusstsein schöpft.
Hans Jecklin arbeitet sich durch die Abschnitte des Buches wie durch eine Zwiebel, Schale um Schale unseres Heimatplaneten wird entfernt, jede der Schicht fragt er mit offenem Herzen nach ihren Lebensbedürfnissen, auch wenn dabei die Augen brennen und tränen.
So geht es auch hier um Luft, Wasser und Erde, um Macht oder Ohnmacht, als Synonym für Arm und Reich, es geht um Mythos, Religion und universelle Spiritualität, um Traum und Vision.
Schließlich, wenn alle Schalen der Zwiebel gefallen sind, geht es auf zu einem Neuland - Ewigkeit, kollektiver Schatten, Nicht-Tun, Yoga, Zen, Freiheit, Mitgefühl und last not least dem Blick aufs große Ganze.
Ein spirituelles spannendes Buch, das dem Leser auch drei Übungen bietet, seine spirituelle Praxis zu nähren.
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