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 Bildquelle: kawey, www.pixelio.de |
Ein kleiner Ausflug zum Ursprung
Ein Beispiel: Lavendel - mit vielen Tipps!
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Expertenseite Doris Wanek
Kein Tag ist glücklich ohne Wohlgeruch
(altägyptische Weisheit)
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Aromatherapie als ein Teilgebiet der Phytotherapie ist wahrlich ein Geschenk der Mutter Erde an uns. Das eigentliche Geschenk sind ja die Pflanzen, aus denen die ätherischen und fetten Öle, mit denen die Aromatherapie arbeitet, gewonnen werden.
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Ätherische Öle sind pflanzliche Öle, die bestimmte Duftstoffe enthalten. Ihre besondere Eigenart, im Unterschied zu den herkömmlichen sogenannten fetten Ölen, ist, dass sie verdampfen und eben nicht fett sind, also keinen Fettfleck hinterlassen. Ihre Einmaligkeit liegt in der Vereinigung von Duft und heilender Wirkung begründet.
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Ätherische Öle in der Duftlampe verwendet, sind heute in fast jedem Haushalt zu finden. Die Aromatherapie als Heilkunde allerdings ist nur wenigen wirklich bekannt. Dabei begleiten Düfte die Menschheit schon seit einigen tausenden Jahren. Die Ägypter salbten mit Ölen ihre Toten, und die Chinesen destillierten und verwendeten erfolgreich Öle in ihrer Heilkunst. Den Arabern verdanken wir die ersten genauen Aufzeichnungen über die Wasserdampfdestillation. | |
In unseren Breiten war das Wissen um Öle und Pflanzenkunde im Mittelalter von Wichtigkeit, aber wie uns bis heute bekannte Namen wie Hildegard von Bingen zeigen, den Klöstern vorbehalten. Erst im 16. Jahrhundert begannen Ärzte wie Paracelsus, der ätherische Öle und Inhaltsstoffe bezüglich ihrer Wirkung erstmals in Zusammenhang brachte, die Aromatherapie zu beachten. Den Begriff "Aromatherapie" an sich gibt es allerdings erst seit dem 20. Jahrhundert, geprägt durch den französischen Chemiker Gattefossé.
So bahnte sich die Wissenschaft rund um die ätherischen Öle vor allem über Frankreich, England und Italien, wo es auch an der Mailänder Universität erstmals einen Lehrstuhl für Aromatherapie gibt, einen Weg zurück in den deutschen Sprachraum.
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Heilpflanze des Jahres 2008 ist der Lavendel - eine Pflanze, die heute in vielen Gärten wächst und durch große Artenvielfalt auffällt. Besonders das ätherische Öl der Pflanze ist von großer Bedeutung und aufgrund seiner Wirkungsweise ein Öl für alle Fälle.
Der so genannte Sport- oder Putzlavendel ist der Klassiker zum Auffrischen von Mottensäckchen, als Geruchstilger bei Küchenabfällen, vertreibt die lästigen Fruchtfliegen und Gelsen (diese am besten in Verbindung mit Citronellaöl). Weiters ist das Öl oder auch das Lavendelwasser (wird als Nebenprodukt bei der Wasserdampfdestillation gewonnen) im Bügelwasser oder ein paar Tropfen auf einem Tuch im Wäschetrockner wunderbar geeignet zur Wäschebeduftung. |
Auf dem Vlies des Staubsaugers beduftet es ganz nebenbei die Raumluft! Sportlavendel deshalb, weil es ein unverzichtbarer Bestandteil von Sportmassageölen ist, da es zwar beruhigt und Verspannungen löst, aber gleichzeitig doch den nötigen Pepp für die sportliche Betätigung mitbringt und eine Mischung wunderbar abrundet!
Die in der Aromatherapie als Lavendel fein bezeichnete Lavendelart ist der Lavendel, der in der Pflege verwendet wird. Er wächst auf einer Höhe von 800 bis 1200 Metern und nur dort kann er auch sein breites Wirkungsspektrum entfalten. Dieses ätherische Öl ist schon geeignet ab dem Kleinkindalter und kann auch pur auf die Haut aufgetragen werden (bitte keine Schleimhautberührung!)
Bei Gelsenstichen ist es ein wunderbarer Juckreizstiller, ebenso bei Sonnenbränden! Lavendel ist ein beruhigender Duft, der in Kombination mit Grapefruit oder Weißtanne auch beim Lernen gut eingesetzt werden kann. Lavendel vermittelt die Ruhe und Grapefruit oder Weißtanne steigern Konzentration und Aufmerksamkeit! Bei Schlafstörungen ist Lavendel im Badewasser oder auch 2 Tropfen auf einem Duftstein am Nachtkästchen eine wirkliche Empfehlung. | |
Auch der Fußschweiß wird deutlich gemindert mit zwei Tropfen Lavendel in die Schuhe (oder auch direkt auf die Fußsohle), soll das Ergebnis noch verbessert werden, ergänzt man noch einen Tropfen Zypresse und, um müden Füßen vorzubeugen, Zeder. Bei kleineren Verbrühungen oder Verbrennungen ist Lavendel pur auf die Haut die beste Erste Hilfe. Die Wundheilung wird sofort angeregt und außerdem mildert die beruhigende Wirkung den Schock, der jede Verbrennung begleitet. Auch bei Blasenbildung durch schlechtes Schuhwerk heilt die Wunde mit Lavendel rascher ab, ebenso bei allen anderen kleineren offenen Wunden oder Operationswunden zur besseren Vernarbung. Heute sehr wichtig geworden ist, dass gegen Lavendel kaum Allergien entwickelt werden können!
Aromatherapie erfreut sich in Österreich immer größerer Beliebtheit und ist auch für den interessierten Laien einfach anwendbar, wie gerade das Beispiel Lavendelöl zeigt. Die Rückbesinnung auf natürliche Heilmittel, die teilweise sogar wild vor den Haustüren wachsen und uns einfach geschenkt werden, lassen die komplexe Wissenschaft der Phytotherapie zu neuem Leben erwachen. Es wird unser Schaden nicht sein, die Geschenke anzunehmen...
..Sprich laut und flüstere nicht,
hier blühen Thymian und Bergamotte.
Jede Stunde verströmen wilde Kräuter
Sanft ihren Duft.
Rosmarins und Myrrhes dunkle Blätter
Und die schlanken Stiele des Lavendels...
Walter de la Mare
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