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Shaolin - du musst nicht kämpfen, um zu siegen
  • Shaolin - du musst nicht kämpfen, um zu siegen
  • Die 12 Prinzipien
  • Beispiel: Das Prinzip der Gelegenheit
  • Ein kleiner Test dazu
  • Buchtipp
  • Weiterempfehlung dieses Artikels
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    Shaolin - du musst nicht kämpfen, um zu siegen

    Buchbesprechung des gleichnamigen Buches von Bernhard Moestl

    Um die Gedankenkunst der Shaolin-Mönche zu lernen und für Ihren Alltag zu nutzen, müssen Sie weder im Kloster leben noch Mönch sein. Die Prinzipien sind ganz einfach zu lernen und überall anwendbar. Im Buch "Shaolin" lernen Sie die 12 Lebensprinzipien kennen und erfahren anhand vieler lebensnaher Beispiele, sie im Alltag erfolgreich umzusetzen.
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    Die 12 Prinzipien

    Es klingt so einfach: lernen wir doch die 12 Prinzipien und werden erfolgreich. Doch so einfach will auch das nicht sein. Während wir diese Lebensregeln erfahren, wird sich in uns sehr viel anspielen. Widerstände, Zustimmung, Ablehnung. Daher sieht sich "Shaolin" auch als Arbeitsbuch. Empfohlen wird, sich ein Heft zu kaufen, in das wir unsere Erfahrungen schreiben. Am Ende werden wir uns dann selber viel besser kennen als zuvor.

    Hier habe ich Ihnen die 12 Lebensprinzipien abgeschrieben:

    1. Lebe im Hier und Jetzt, ohne den Moment zu bewerten.
    2. Nur durch die Achtsamkeit kommt die Einsicht in andere und dich selbst.
    3. Tue Dinge ganz oder lasse sie sein.
    4. Begierde macht dich berechenbar, verletzbar und erpressbar.
    5. Lasse dich nie zu einer Handlung hinreißen.
    6. Besiege Eile mit Langsamkeit.
    7. Nur durch Nachahmung kannst du andere besser einschätzen.
    8. Schaffe Gelegenheiten und warte auf sie, um sie für dich, aber gegen deine Feinde zu verwenden.
    9. Wenn du nachgibst, lässt du die Energie des Gegners ins Leere laufen.
    10. Wahre Überlegenheit ist die Kunst, kampflos zu siegen.
    11. Löse dich von übernommenen Meinungen und prüfe deine eigenen stets aufs Neue.
    12. Alles, was du bist du was du wirst, liegt nur in dir selbst.
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    Beispiel: Das Prinzip der Gelegenheit

    Schaffe Gelegenheiten und warte auf sie, um sie für dich, aber gegen deine Feinde zu verwenden.

    Wenn jemand vorhat, ein buch zu schreiben und dieses auch zu veröffentlichen, kann man sich diesem ziel auf zwei verschiedenen Wegen nähern.

    Der erste Weg beginnt mit einem Plan.
    Dieser sollte möglichst genau sein und alle wichtigen Punkte beinhalten. Zuerst muss das Buch selbst geplant werden. Titel, Inhalt, Aussehen, alles muss unverrückbar feststehen. Was sollte man denn sonst verkaufen?
    Dann versucht man einen Verlag zu finden, der genau dieses Buch verlegen möchte. Auch hier ist die Vorgehensweise in dem Plan festgelegt. Jeden Tag fünf Verlage anrufen, die zutädige Person ausfindig machen und versuchen, dieser das Buchkonzept zu verkaufen.
    Wenn alle dreißig Verlage auf der Liste kontaktiert worden sind und keiner das Buch verlegen möchte, legt man die Sache ad acta. Es kann eben nicht jeder Bücher schreiben, So steht das im Plan.

    Der zweite Weg folgt dem Prinzip der Gelegenheit.
    Der potentielle Autor nimmt sich vor, ein Buch zu schreiben. Er erzählt seinen Freunden, Verwandten und Bekannten davon und wartet, bis der Moment gekommen ist. Wenn es sein soll, so weiß unser Schreiber, wird ein Verlag kommen und ihm anbieten, ein Buch zu schreiben. Und wenn es nicht sein soll, gilt das selbe Prinzip des Nicht-besitzen-Wollens. Dann werden sich eben andere spannende Dinge ergeben.
    Planer verpassen leicht Gelegenheiten, denn links und rechts vom Weg blühen viele schöne Blumen. Gelegenheiten zu ergreifen heißt aber nicht, sich gehen zu lassen. Schließlich ist das Bedürfnis nach Plänen genauso ein Wesenszug des Menschen wie die Fähigkeiten gegebenenfalls von diesen abzuweichen.
    Warum aber sollte ich meine Träume sterben lassen, nur weil das Leben meinen Vorstellungen nicht gehorcht? Wer nicht bereit ist, sich auf Gelegenheiten einzulassen, ist ein leichter Gegner. Wer nach dem Prinzip der Gelegenheit handelt, wird alles daransetzen, jederzeit handeln zu können, wenn der rechte Augenblick gekommen ist.
    Doch auch wenn es bis jetzt vielleicht so geklungen hat, Gelegenheiten entstehen keineswegs von selbst. Um sie später ernten zu können, muss man sie rechtzeitig säen. Und man muss den Weg kennen, an dem sie wachsen sollen.
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    Ein kleiner Test dazu

    Beantworten Sie die folgenden Fragen, um mehr über Ihren Umgang mit Gelegenheiten zu erfahren.

    Wie leicht sind sie davon abzuhalten, sich bietenden Gelegenheiten auch zu ergreifen?
    Wann haben Sie schlussendlich verloren, weil Sie kurz vor dem Sieg die Geduld verloren haben?
    Welche erhofften Gelegenheiten könnten Sie wirklich ergreifen, würden sich diese in den nächsten 10 Minuten bieten?
    Wann sind Sie einer Gelegenheit nachgelaufen?
    Welche Fähigkeiten haben Sie sich angeeignet, nur für den Fall, sei einmal brauchen zu können?

    Weitere Fragen sowie Beispiele und weise Geschichten der Shaolin finden sie im Buch "Shaolin". Es ist eine "Reise" wert.
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    Buchtipp:

    Shaolin
    Du musst nicht kämpfen, um zu siegen
    v. Bernhard Moestl
    Verlag Knaur
    ISBN 978-3-426-64566-6
    € 14,95
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