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 Bildquelle: Dr. med. Ingolf Hosbach, www.praxis.hosbach.com |
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von Christian Semlitsch, Naturarzt (CH)
Eine weitere, ebenso alte wie altbewährte Technik der TCM stellt Gua Sha dar. Diese Methode eignet sich besonders gut für Beschwerden des Bewegungsapparates, Muskel- und Gelenkschmerzen, aber auch für grippale Infekte und ähnliches.
Das schmerzende Körperareal wird mit speziellen Ölen vorbehandelt, danach wird die Körperoberfläche in diesem Areal mit Hilfe eines Gegenstandes, dessen Kanten entsprechend abgerundet sind, gerieben. Dafür empfiehlt sich die Verwendung eines chinesischen Suppenlöffels, der mit seinen abgerundeten Kanten keine Schmerzen erzeugt und dessen Form sich an praktisch alle Körperareale anschmiegt. Verwendet werden können aber auch Deckel von Marmeladegläsern oder auch Münzen - letztere erzeugen aufgrund ihrer Kanten eine stärkere Reizung der Haut.
 Bildquelle: Meike Bluhm, www.heilpraktikerin-bluhm.de |
Gerieben wird solange bis die oberflächlichen Blutgefässe sich zu öffnen beginnen und die umliegende Haut entsprechend gerötet ist. Die betroffenen Schmerzareale können großzügig bearbeitet werden.
Die Methode mag zwar im Moment etwas unangenehm erscheinen, sie ist jedoch durchaus erträglich. In dem Moment, in dem sich die Kapillaren eröffnen, sollte der Therapeut die Behandlung stoppen, damit der ausleitende und Stagnationen beseitigende Effekt einsetzen kann.
Sinnvollerweise sollte Gua Sha nicht eingesetzt werden, wenn Sie gleichentags oder einige Tage bis Wochen darauf ein Sonnenbad nehmen wollen. Außerdem sollten die geöffneten Poren nicht gerade dem Wind und der Kälte ausgesetzt werden.
Die Methode eignet sich als therapeutische Technik in der Praxis ebenso wie zur Selbstanwendung oder zur Behandlung des Partners oder der Kinder.
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Hinweis für Eltern: Sollten Sie ggf. Kinder mit dieser Technik (z.B. bei Grippe oder muskulären Beschwerden) selbst behandeln, informieren Sie den bei einer allfällig nachfolgenden Konsultation über diese Behandlungsmethode um Missverständnissen vorzubeugen. Die Hautreizungen und geöffneten Poren sind noch während Tagen zu sehen und könnten ansonsten missverständlich gedeutet werden. Im Zweifelsfall stehen wir Ihnen oder Ihrem Arzt per Mail oder Telefon für Rückfragen zur Verfügung.
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