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 Bildquelle: Delphintraining |
Freud und Leid in Partnerschaftsbeziehungen
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Freud und Leid in Partnerschaftsbeziehungen
Mag. Birgit M. Ahlfeld- Ehrmann
Wir alle kennen das Hochgefühl des ersten Verliebtseins, die "Enttäuschung" nach dem ersten Streit, die Versöhnung und die Begegnung auf einer tieferen Ebene. Wir alle sind aus Beziehungen entstanden. Sind wir alleine, sehnen wir uns nach Begegnungen, sind wir zu zweit, wünschen wir uns oft vom Partner weit weg.
Als soziale Wesen benötigen wir Beziehungen schon zu Lebensbeginn, zum Überleben. Wir leben immer in Beziehungen. Wenn wir lernen, unsere Weichheit und Wildheit stärker zu leben, wenn wir unsere Schattenseiten kennenlernen und neue Anteile unserer Persönlichkeit integrieren, bringen wir mehr Licht in uns und unsere Beziehungen. Einer Untersuchung zufolge entstammen ca. 95 % unserer Probleme in unseren Beziehungen der Ursprungsfamilie, nur ca. 5% hängen aktuell mit unseren Partnern zusammen.
|  Mag. Birgit M. Ahlfeld- Ehrmann, Institutsleitung |
In den Beziehungen kann es immer wieder Turbulenzen geben. Wenn Du sie als Wachstumschancen nützt, wieder nach Innen zu gehen und Dich selbst zu reflektieren, kannst Du viel gewinnen, dann können Dich Deine Beziehungen permanent bereichern. Je klarer Du weißt, welche Beziehungsqualitäten Dir wichtig sind, umso leichter kannst Du Partner auswählen, die wirklich zu Dir passen.
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Oft rütteln wir lange an verschlossene Türen, anstatt uns bei anderen Menschen umzusehen, die wirklich bereit sind, uns zu lieben, zu achten und zu schätzen und mit uns Spaß und Freude zu erleben. Oft laufen wir lange Zeit in die gleiche Gasse, statt neue Wege zu finden, mit dem Partner zu harmonieren.
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Wenn wir uns kennenlernen, scheint der rosarote Himmel voller Geigen. Dann verstehen wir uns wunderbar. Wieso kommt es überhaupt zu zwischenmenschlichen Konflikten? Zu Beginn einer Begegnung korrespondieren die heilen Teile miteinander, im Laufe der Beziehung aber kommen unsere alten Wunden ins Spiel, um auf einer tieferen Ebene geheilt zu werden.
 Bildquelle: pepsprog
 Bildquelle: goenz
 Bildquelle geralt, alle drei: www.pixelio.de |
Wir alle tragen folgende 3 Schichten in uns:
a) Schutzschild
b) Verletzliche Seiten, alte Wunden
c) Inneres Wesen, Essenz
a) Schutzschild:
Wir schützen uns mit einem Image, mit einer erlernten Rolle, die positive und negative Aspekte in sich trägt. Dies führt uns in Isolation, wirkliche emotionale Nahrung findet nicht statt. Die Sehnsucht nach echter Bestätigung, nach wirklichem Kontakt und der Zugang zu unserer Wahrheit fehlt uns.
b) Verletzungen:
Mit Vorsicht und Achtsamkeit gilt es den mittleren Bereich kennenzulernen. Aus Scham und Schock haben wir unsere kreativen, wilden, sexuellen, liebevollen oder lebenslustigen Teile aufgegeben. Wir beginnen sie, neu zu entdecken und lernen zu akzeptieren, statt zu kämpfen. Dies erfordert Mut und Geduld.
c) Wahres, inneres Wesen:
Es gibt in jedem von uns einen Raum von Stille, Akzeptanz des Lebens und Vertrauens. Hier beobachten wir einfach und fließen vertrauensvoll im Fluß des Lebens.
(Quelle: Krishnananda: Face to face with fear, Koregoan)
Das Erleben und Spüren von vielfältigen Emotionen ist dabei hilfreich. Wenn wir Freude, Trauer, Lachen usw. in uns und in unseren Beziehungen zulassen, wird Nähe und Intimität vertieft.
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Wir habend die Fähigkeit neue Menschen in unser Leben zu rufen und uns endlich für die Fähigkeit zu öffnen, mit anderen Menschen glücklich und erfüllt zu leben. Zumeist beschäftigen wir uns mit dem, was wir nicht wollen. Auf die Frage: "Was möchtest Du in Deinem Leben verwirklichen?" antworten 75 % der Befragten, dass sie nicht krank werden, nicht alleine oder nicht ungeliebt leben wollen...
Unser Unbewußtes speichert aber alles, was wir ihm senden. Die negativen Botschaften werden ungefiltert aufgenommen und umgesetzt. So werden häufig ungewünschte Ziele, wie eben "krank, alleine und ungeliebt" manifestiert. Wie können wir uns nun die Kraft unserer Gedanken nutzbar machen?
|  Bildquelle: pixelmax, www.pixelio.de |
Je nachdem, wohin wir unsere Aufmerksamkeit richten, erzeugen wir eine andere Realität. Dies können wir uns zunutze machen und unsere Gedanken für uns einsetzen. Wir arbeiten mit der Technik des "Kreativen Visualisierens". Du wählst ein Zielbild, das in Deinem derzeitigen Vorstellungsrahmen möglich ist und dennoch ein gewisse Spannung bietet, und schreibst es in einer positiven Form auf. Z.B.: "Ich habe viele gute Freunde und Freundinnen (statt: Ich will nicht allein sein.) Dann überprüfe Dein Zielbild mit folgender Schlüsselfrage: Wenn Du Dein Ziel jetzt sofort, in dieser Minute erhalten könntest, würdest Du es annehmen? Wenn Du diese Frage mit "Ja" beantworten kannst, ist die Wahl des Ziels klar.
Nun arbeite die Details Deines Beziehunsgzieles aus, setze dabei optische, akustische und motorische Elemente ein und formuliere Dein gewähltes Zielbild in der Ichform. Auch angenehme Gefühle und Körperwahrnehmungen sollen mit dem Ziel verbunden sein. Z.B: "Ich habe viele gute Freunde und Freundinnen, mit denen ich viel Spaß habe, große Feste feiere und stundenlang diskutiere, tanze ... "
Dein Beziehungsziel steht in der Gegenwartsform, d.h. Du visualisierst Dein Ziel vor dem geistigen inneren Auge, so als ob Du es bereits verwirklicht hättest. Dies erzeugt kreative Spannung und den inneren "Antriebsmotor" , der uns motiviert, uns zu engagieren und die Erreichung unseres Zieles unterstützt. Den Weg, den die Verwirklichung des Zieles dabei nimmt, wird offen gelassen. So können sich viele neue, ungeahnte Wege ergeben, wie ein Ziel umgesetzt werden kann. Wir gewinnen dabei Stärke und unsere Schöpferkraft zurück. Denn unsere Arbeitshypothese lautet:
Deine Gedanken erschaffen Deine WELT ! Du bist, was Du denkst!
"Unsere größte Angst ist nicht,
daß wir klein und unbedeutend sind.
Unsere größte Angst ist,
daß wir kraftvoller und strahlender sind,
als wir es uns je zu träumen gewagt hätten."
Nelson Mandela
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