Inhalt dieser Ausgabe
Körper:
Geist:
Seele:
Beruf:
 
Freue Sie sich auf einen weiteren "Tag voller Lebens-Sinn!" beim Festival der Sinne in Graz am 13. Sept. 2008, 11-20 Uhr - Eintritt frei!  
 

Bildquelle: oecher68,
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Beziehungen zum ICH

  • Lerne dich selbst zu lieben
  • Tipp der Autorin Sabine Standenat
  • Ich stehe nicht mehr zur Verfügung
  • Vertiefungen zum Nachdenken
  • Buchtipp
  • Weiterempfehlung dieses Artikels
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    Beziehungen zum ICH

    Hass und Liebe, ewig wiederkehrende Beziehungsprobleme, das liebe Geld, der liebe Kollege, der einem das Leben schwer macht, Eltern, Kinder, Nachbarn... Sie alle zeigen uns nur etwas, worauf wir bei uns selber achten mögen, Seiten von uns, die wir lange nicht angeschaut habe, selber nicht mögen, verdrängt haben und für die es aber an der Zeit ist, sie heraus zu holen, sie anzusehen, zu vergeben und zu ziehen zu lassen. Und plötzlich lösen sich Schwierigkeiten fast über Nacht in Luft auf...

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    Lerne Dich selbst zu lieben

    Nehmen sie ihre Bedürfnisse ernst, setzen Sie vernünftige Grenzen, fangen Sie an, sich liebevoll zu umsorgen und verändern Sie Ihr Leben positiv! Ein Satz von Autorin (und Wienerin) Sabine Standenat, der zusammenfasst, worum es ihr in ihrem Buch "lerne, dich selbst zu lieben, dann liebt dich das Leben" geht. Es ist ein lebensnaher Wegweiser durch den Dschungel verwirrender Gefühle, persönlicher Krisen und spiritueller Irrwege, der negative Gedankenmuster aufdeckt, zahlreiche Tipps gibt und zugleich dabei hilft, unliebsame Gewohnheiten abzuschütteln.

    Sie selbst schreibt dazu: "Einer der wichtigsten Schritte zur Selbstliebe besteht darin, sich alten Schmerzen zu stellen. Die meisten von uns haben bereits in der Kindheit viel emotionales Leid erfahren. Nicht weil die Eltern uns absichtlich Böses zufügen wollten (obwohl natürlich auch das möglich ist), sondern weil sie aus unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage waren Liebe, Zuwendung, Geborgenheit und Zärtlichkeit zu geben.

    Auch Trennungssituationen, seelische Vernachlässigung, sexueller Missbrauch oder andere Schockerlebnisse können solche Spuren hinterlassen, dass in dem Kind ein tiefes Gefühl von Minderwertigkeit entsteht. Wir wachsen auf und wieder fügen andere uns Schmerzen zu. Wir werden verlassen, ungerecht behandelt, oder betrogen. Und immer wieder scheint das Szenario sich zu wiederholen. Aus scheinbar unerfindlichen Gründen erleben wir erneut die gleichen Dramen, wählen Partner, die uns schlecht behandeln und sehen keine Möglichkeit, aus diesem Teufelskreis auszubrechen.

    Das Zauberwort, das Alles ändert heißt "Selbstliebe". Wenn Sie beginnen, sich mehr zu lieben wissen Sie instinktiv, dass alte, nicht verarbeitete Schmerzen, eine zerstörerische Wirkung auf Ihr Leben haben. Jede Verletzung aus der Vergangenheit, die als "Leiche im Keller" liegt, kann daran schuld sein, dass Partnerschaften nicht funktionieren, das Berufsleben unbefriedigend ist und Dauergroll das psychische Klima vergiftet. Denn ungelöste Probleme und verdrängte Gefühle sind Dauerstress für Seele und Körper. Als Fortgeschrittener in Sachen Selbstliebe werden Sie aus diesem Grund brennendes Interesse daran entwickeln, diese Leichen herauszuholen und sie im Licht des Tages zu betrachten. Vielleicht ist es nötig, sich jahrelang unterdrückten Hass einzugestehen, furchtbare Ängste zuzulassen und so Möglichkeiten zu einer positiven Veränderung zu schaffen. Erst wenn ich "ja" sage zu meinen seelischen Wunden und den dazugehörigen Schmerz akzeptiere, bin ich frei."

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    Ein Tipp der Autorin Sabine Standenat:

    Vergessen Sie nie: S i e bestimmen, was Sie über eine Sache denken. Das berühmte Glas Wasser ist immer entweder halb voll oder halb leer. Es kommt darauf an, wofür Sie sich entscheiden.
    Früher haben vielleicht die Eltern oder wichtige Bezugspersonen festgelegt, wie Sie zu denken haben. Heute sind Sie der Herr/die Frau im Haus. Und Sie prüfen, ob gewisse Gedanken für Ihr jetziges Leben noch förderlich sind oder nicht. Wenn Sie nicht sicher sind, ob eine Ihrer Überzeugungen reif für die Entsorgung ist oder nicht, machen Sie folgenden Test:

    "Hilft mir diese Überzeugung mein Leben und meine Gesundheit zu schützen?
    Hilft sie mir zur Erreichung meiner Ziele?
    Hilft sie mir bei Konflikten mit mir und anderen?
    Hilft sie mir dabei, mich wohl zu fühlen?
    Beruht sie überhaupt auf Tatsachen?"

    Versuchen Sie, diesen Test einmal mit der weitverbreiteten Grundüberzeugung vieler Menschen: "Ich bin ein Opfer". Alles klar? Unsere Vorstellungen über die Wirklichkeit werden oft wahr. Wenn Sie gewohnheitsmäßig negativ denken, werden Sie geheimnisvoller Weise auch viele entsprechende Erfahrungen machen. Die wichtige Botschaft lautet: "Es funktioniert auch umgekehrt!."

    Positive Gedanken erzeugen mit einiger Übung auch positive Ergebnisse. Es ist wichtig, über die Macht der Gedanken in unserem Leben Bescheid zu wissen. Aber zwanghaft positives Denken ist nicht sinnvoll, weil damit oft wichtige Gefühle verdrängt werden. Der richtige Umgang mit sogenannten "negativen" Gefühlen wie Zorn, Aggression und Hass ist folgender: Ich akzeptiere, dass ich jetzt in dieser Situation verdammt wütend bin. Das heißt aber nicht, dass es morgen noch so ist. Damit stehen Sie zu Ihrer seelischen Realität, schlucken Nichts hinunter und lassen sich einen positiven Ausgang offen.

    Lesen Sie auf der Homepage der Autorin weiter über dieses Thema: hier

    Hier finden Sie noch andere spannende Artikel.

    Und hier geht es zum Seminar "Lerne dich selbst zu lieben" (übrigens in Wien!):

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    Ich stehe nicht mehr zur Verfügung

    Der Persönlichkeitstrainer, Musiker und Seminarleiter Olaf Jacobsen hat mehrere Jahre die seltsamen telepathischen Phänomene beim "Familienstellen" (oder auch "Systemische Aufstellungen") beobachtet. Dort ist ganz deutlich zu erleben, dass Stellvertreter in ihren Rollen "fremde Gefühle" spüren. Man nennt dies in Fachkreisen "repräsentierende Wahrnehmung". Diese automatische Wahrnehmung entdeckte Olaf Jacobsen überall in unserem Alltag wieder. Er erkannte, dass wir sehr oft im Kontakt mit anderen Menschen stellvertretende Rollen spielen und dadurch in entsprechende Gefühle "hineinrutschen". Oft denken wir, dass es unsere eigenen Gefühle sind, und wollen sie loswerden. Wir meinen, dass mit uns etwas nicht stimmt und kämpfen gegen uns selbst - oder wir kämpfen gegen die Person oder Situation, die in uns diese Gefühle ausgelöst hat, und wollen es verändern.

    Der Mensch ist - ohne dass er es weiß - grundsätzlich telepathisch und empathisch begabt. Je bewusster wir uns dieser Gefühlswahrnehmung werden, desto klarer können wir uns auch nicht mehr zur Verfügung stellen und uns dadurch befreien. Abhängigkeitsgefühle, Verlustängste, Minderwertigkeitsgefühle, Burn-out-Syndrom, Helferdrang, Energielosigkeit, Pechsträhnen, Abwehrgefühle, auch einige Krankheiten und viele weitere unangenehmen Rollen stehen in einem ganz bestimten Zusammenhang und können häufig einfach abgelegt werden, indem wir uns dafür nicht mehr zur Verfügung stellen.

    Wir haben viel öfter die Wahl, als wir bisher dachten.

    Schauen wir uns genauer an, wie wir eigentlich in welchen Momenten wem zur Verfügung stehen. Je klarer wir das durchschauen können, desto klarer können wir auch nicht mehr zur Verfügung stehen...
    ... Im Grunde geht es also nicht nur darum, den Fehler zu bekämpfen, sondern darum, Fehler erst einmal genau kennenzulernen, um sie dann
    anschließend wissend vermeiden zu können. Das können Sie auf jeden Lern- oder Veränderungsprozess übertragen. Es ist pure Natur!...

    ... Dieses logische und vollkommen natürliche Prinzip ist des Rätsels Lösung - es geschieht auch oft auf unbewusster Ebene, wenn uns der Veränderungswunsch nicht (mehr) bewusst ist. Viele von Ihnen können es nachvollziehen und aus Ihrem eigenen Leben bestätigen:

    · Je mehr wir etwas verändern wollen, desto intensiver fühlen wir es.
    · Je mehr wir es achten wie es ist und es so lassen, desto weniger nehmen wir es wahr.
    · Der "Wunsch nach Veränderung" hat zur Folge, sich mit etwas intensiver zu verbinden und es genauer wahrzunehmen. Es entstehen wahrnehmende Gefühle in uns.
    · Das "Anerkennen, was ist" hat zur Folge, eine intensive Verbindung loszulassen und die Wahrnehmung zu beenden. Wahrnehmende Gefühle verschwinden.

    Besonders interessant sind auch die Seminare des Autors zu diesem Thema:
    hier

    (Texte mit freundlichen Genehmigung entnommen aus der Homepage von Olaf Jacobsen und dem Buch "Ich stehe nicht mehr zur Verfügung" Copyright 2006 Windpferd-Verlag

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    Vertiefungen zum Nachdenken:

    Die nach jedem Kapitel angeführten Vertiefungen dienen dazu, die Inhalte besser zu verinnerlichen. Lassen Sie sich Zeit, die einzelnen Zitate u.ä. zu lesen und sie wirken zu lassen.
    Hier einige Beispiel, die ich für Sie aus dem Buch ausgesucht habe:

    Ich bin verantwortlich für das, was ich sage, aber nicht für das, was Sie hören.
    (Humberto R. Maturana)

    "Kinder sind Spiegel elterlichen Unbewussten, d.h. Abdruck der elterlichen Matrix", schreibt Michael Czaykowski in seinem Buch "Die menschliche Matrix". Der Spiegel kommt dadurch zustande, dass die Kinder ihren Eltern zur Verfügung stehen und entsprechende (Un)Gleichgewichte wahrnehmen und ausdrücken. Dabei lernen sie diese Dynamiken genau kennen und speichern sie als Erfahrung und Fähigkeiten in ihrem Verhaltensrepertoire ab, auf das sie ihr ganzes Leben lang immer wieder zurückgreifen (können).

    So bin ich - und du bist anders
    Im gleichnamigen Buch von Dr. med. Klaus Blaser, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie geht es um das erträgliche Maß an Gemeinsamkeit, das eine Partnerschaft verkraftet. Täglich 24 Stunden Nähe, ewige Harmonie, ständig die Gedanken des anderen kennen zu müssen, zuviel Nähe belastet jede Partnerschaft.
    Der Autor zeigt uns, dass wir auch in einer Beziehung Grenzen setzen müssen, dass die Liebe noch wächst, wenn jeder von uns einen Eigenraum hat und sich die Partner gegenseitig wahrnehmen und achten.

    Zum Thema "Grenzen setzen" habe ich Ihnen einen Auszug aus dem Buch notiert:
    " ...Es zeigt sich, dass Körperwahrnehmung eine essenzielle Rolle spielt bei der Wahrnehmung unserer Grenzen. Dies bedeutet, dass eine Schulung der Körperwahrnehmung und Interpretation zur Feststellung, ob jemand sich in unserem Grenzbereich aufhält, wesentlich ist. Es ist wahrscheinlich, dass Beziehungen und Körperlichkeit ganz eng miteinander verbunden sind. Wir reagieren mit dem unserem Körper auf den zwischenmenschlichen Austausch, wahrscheinlich auf jede Austauschform anders.

    Obwohl der Zugang zum Körper bei uns oft begrenzt ist auf gesunde Ernährung, genügend Sexerlebnisse und Erfahrung im Sportbereich, sind wir im Stande, diesen zwischenmenschlichen Austausch mit unserem Körper als ganzes Sinnesorgan sehr präzise wahrzunehmen. Die Einsichtsmeditation oder die Vipassana-Bhavana ist eine alte Meditationstechnik, die ihre Wurzeln im Buddhismus hat, und genau dies übt.
    Bei der Achtsamkeitspraxis öffnen wir uns für Gefühle, Bilder und Ansichten, ohne uns mit ihnen zu identifizieren. Wir schauen sie an, wie wir bei einem Gang durch den garten die Obstblüten oder Frühlingsknospen anschauen würden: mit einer inneren Distanz und gleichzeitig mit dem Wissen, dass wir in unserem eigenen Raum sind. Durch die Achtsamkeit taucht das Wesen des Wahrgenommenen selbst auf. Es gibt uns die Gelegenheit, dem Wahrgenommenen zuzustimmen und im Einklang zu sein mit dem Moment der Wahrnehmungserfahrung. Erst dann, wenn wir dies im Jetzt erblickt haben, wird es uns möglich sein zu erkennen, ob das Wahrgenommene das Eigene ist und wenn nicht, ob daraus ein Handlungsbedarf entsteht. Achtsamkeit ist keine Technik, sondern eine Art des Seins, es entscheidet darüber, in welchem Maß wir bei der Entfaltung unseres Lebens dabei sein möchten und Reichtum und Wachstum in uns bewusst miterleben wollen..."

    Unbewusste und unerwünschte Grenzüberschreitungen können Partnerschaften empfindlich beschädigen. Die erhöhte Achtsamkeit hilft Paaren, die Grenzen des Anderen genauer zu spüren, auch sich der eigenen Grenzen bewusst zu werden, um schon im Vorfeld Unstimmigkeiten, Verletzungen und Belastungen zu vermeiden. Denn wir überschreiten die Grenzen des anderen öfter, als wir es uns bewusst ist und belasten ihn damit mit unseren Vorstellungen, Problemen oder Emotionen. Das sind die typischen Situationen, wo beide plötzlich merken, dass etwas Dummes, Ungeschicktes, die Beziehung störendes passiert ist und keiner recht weiß, was eigentlich lost ist.

    Durch dieses Buch können Paare erkennen lernen, was unbewusst zwischen ihnen abläuft und es gelingt ihnen mehr und mehr, ihren Alltag achtsamer und friedvoller zu gestalten.

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    Buchtipp

    Lerne, dich selbst zu lieben, dann liebt dich das Leben
    v. Sabine Standenat
    MensSana Verlag
    ISBN 978-3-426-87363-2
    € 8,95
    Dieses Buch bei Amazon.de bestellen
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    Ich stehe nicht mehr zur Verfügung
    v. Olaf Jacobsen
    Verlag Windpferd
    ISBN 978-3-89385-538-4
    € 12,90
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    So bin ich - und du bist anders
    Achtsam Grenzen setzen in der Partnerschaftv. Klaus Blaser
    Verlag Herder
    ISBN 978-3-451-05774-8
    € 9,95
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