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1. Grünen Erlebnistag
Ostern am Bauernhof
Die Macht des Ornaments
Alfons Mucha
Haydn-Haus
Hilde-Sochor-Ehrung
Der Bär und Der Heiratsantrag
Die Reifeprüfung
Bagdad brennt
Die Dreigroschenoper
Der Floh im Ohr
L.E.O. - Last Exit Shanghai
Die Physiker
Weiterempfehlung dieses Artikels
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1. Grünen Erlebnistag - Sonderausstellung im Gartenbaumuseum
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Die Wiener Stadtgärten laden zum Saisonauftakt im Die MA 42 - Wiener Stadtgärten laden am 2. April zum 1. Grünen Erlebnistag dieser Saison im Schulgarten Kagran. Bereits traditionell öffnet der Schulgarten Kagran seine Pforten für garten- und pflanzenbegeisterte Besucher/innen zeitig im Frühjahr, um so die Gartenanlage in ihrem ersten Flor zu präsentieren. Gärtner/innen des Schulgartens werden die Besucher/innen bei Spezialführungen in die Welt der Frühlingsboten "entführen". Ebenfalls zu bewundern ist eine Gemäldeausstellung der Künstlerin Gertraud Roth in der Orangerie Kagran.
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Die Sonderschau 2009 im Österreichischen Gartenbaumuseum trägt den Titel "Der Same - Keimzelle des Lebens". In dieser Ausstellung soll die wunderbare und geheimnisvolle Welt der Entwicklung des Lebens vom kleinen, unscheinbaren Samenkorn hin zur prächtigen und / oder nutzbringenden Pflanze veranschaulicht werden. Zumal doch jede Pflanze ihr Leben irgendwann einmal klein begonnen hat.
Aber auch der Einfluss von Sämereien, wie die der vielen Getreidesorten, auf die Geschichte und die Entwicklung von Zivilisationen, wird erläutert. Denn die Besiedelung jedes Erdteiles ist eng mit den vorhandenen Grundnahrungsmitteln verbunden. Den was wäre Europa ohne Roggen oder Weizen, Amerika ohne Mais oder Asien ohne Reis?
Aber auch die ganz alltäglichen Fragen, die Gärtner/innen im Frühjahr bei der Aussaat ihrer Sommerblumen- und Gemüsesamen interessieren, werden dargestellt und für die kleinen Besucher/innen in Workshops erläutert. Nicht vergessen wurde auf das zukunftsweisende Thema der Erhaltung der Artenvielfalt durch Genbanken, in denen wertvolle und vom Aussterben bedrohte Arten für die nachfolgenden Generationen und ihre Bedürfnisse, bewahrt werden.
So soll diese Ausstellung ein Bewusstsein für die Bedeutung der Pflanzen und ihrer Samen für die Menschheitsgeschichte schaffen.
Herzlich Willkommen!
Öffnungszeiten
Garten: zwischen April und Oktober jeden ersten
Donnerstag im Monat von 10.00 bis 18.00 Uhr
Juli und August - "Grüne Urlaubstage" von Mo - Mi jeweils von 10 - 18 Uhr
Adresse: Wiener Stadtgärten
Schulgarten Kagran
Donizettiweg 29, 1220 Wien
Besuchereingang: U1-Station Kagran - Ausgang Siebeckstraße
INFO: Tel: 01/4000-42300
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Führungen durch die Gärten können gegen Voranmeldung beinahe jederzeit durchgeführt werden.
Eintritt und Führungen sind kostenlos!
Ostern am Bauernhof mitten in Wien erleben - in den Blumengärten Hirschstetten ist es möglich
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Vom 2. bis 5.April und von Gründonnerstag, den 9.April bis Ostermontag, den 13.April 2009 feiern die Blumengärten Hirschstetten zum ersten Mal ein traditionelles Osterfest im neuen Bauernhaus.
Das historische Bauernhaus mit seinem Stadel, Preßhaus und all den anderen Gebäuden bilden den urigen Rahmen für ein Osterfest am Bauernhof. Ostern und Frühling sind seit jeher untrennbar miteinander verbunden, und so heißen wir mit unseren Besucher/innen auch gleichzeitig den Frühling mit all seiner Farbenpracht willkommen.
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Ostern ist wohl eines der schönsten und traditionsreichsten Feste überhaupt, und so hat jede Region Österreichs eigene Traditionen und Bräuche entwickelt. Was liegt dann wohl näher, als einige von ihnen den Besucher/innen der Blumengärten diese in historischem Ambiente näher zu bringen. Und natürlich ist dabei auch, vor allem für die kleinen Besucher/innen, mitmachen gefragt. Der Höhepunkt der österlichen Basteleien ist aber sicher die Herstellung einer echten Osterratsche!
So lernen Kinder, wie man mit Naturmaterialien ausgeblasene Eier verziert und färbt und somit ein Schmuckstück für jeden Osterbaum bastelt, oder welche Arten der Verzierung der Ostereier in den jeweiligen Landesregionen üblich sind.
Aber auch Bräuche, wie das Spitzenklöppeln, das einiges an handwerklichem Geschick erfordert, wird hier präsentiert.
In den Räumen des Bauernhauses werden weiters kunstvoll gestaltete und verzierte Ostereier, meist kostbare Einzelstücke, in einer kleinen Schau präsentiert.
Doch Ostern wäre nicht Ostern, wenn nicht auch viele Jungtiere auf die, vor allem kleinen, Besucher/innen warten würden. Zicklein, Lämmer und Hasen werden zu den Feiertagen den Bauernhof bevölkern.
Aber auch allerhand Kulinarisches - Köstliches gehört zu Ostern. Oder kennen Sie einen Festtagstisch ohne Osterschinken? Aber auch andere typische Ostergerichte, wie eine Grüne Frühlingssuppe, können die Besucher/innen verkosten.
Und damit auch jeder unseren Bauernhof findet, wird der größte Osterbaum Wiens, als markantes Zeichen den Weg dorthin weisen.
Die Wiener Stadtgärtner/innen heißen Sie beim ersten Ostermarkt im historischen Weinviertler Bauernhaus in den Blumengärten Hirschstetten willkommen.
Kontakt:
Blumengärten Hirschstetten
Quadenstrasse 15, 1220 Wien
Tel.: 4000/42110
zur Homepage
Erreichbar mit der Buslinie 23A ab U1 - Station Kagraner Platz.
Ausstellung in der Orangerie
Unteres Belvedere
vom 21.1. bis 17.5.2009
tägl. 10.00 - 18.00 Uhr
Mi 10.00 - 21.00 Uhr
Die Ausstellung zeigt an 55 Beispielen, was Ornamente sein können. Es werden viele Bereiche abgedeckt, die trotzdem nie vollständig sein können. Wir wandeln vorbei an Textilentwürfen von Josef Hoffmann, an den Wasserschlangen Gustav Klimts und enden bei den Ornamenten zeitgenössischer Künstler. Ornamente füllen mit ihren Mustern Räume und Flächen und hinterlassen immer einen stark wechselnden Eindruck. Manchmal werden sie fast als Sprache wahrgenommen. Sie verbinden praktisch den Orient mit dem Okzident.
Wir bewundern Ornamente von Esther Stocker, Philip Taaffee und vielen anderen Künstlern, deren Werke immer andere Gefühle in uns auslösen.
Mit goldenen üppigen Ornamenten knüpft Raqib Shaw an die Tradition islamischer Bildsprachen an. Die persische Künstlerin Shirin Neshat umhüllt Frauengestalten mit ihren Kunstwerken. Andere wieder, wie die Wienerin Adriana Czernin, hält ihre Figuren wie in Gefängnissen fest.
Wir finden Gefallen an der Zier, der Schönheit und der Erzählung von Geschichten, die manche Ornamente ausdrücken.
Ein Besuch ist sehr zum empfehlen. Wenn jemand das Besondere liebt, wird er sicher an der Schönheit der Ausstellung Gefallen finden.
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
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Die neue Dauerausstellung im Haydnhaus
Haydnhaus, Haydngasse 19, 1060 Wien
Ausstellung ab 29. Jänner 2009
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und Feiertag, 9.00 bis 18.00 Uhr
Sonntag Eintritt frei!
Zum Auftakt des 200. Todestages von Josef Haydn wird die letzte Wohnstätte des Komponisten für eine Dauerausstellung eröffnet.
1707 erwarb der berühmte Künstler das Wohnhaus in Gumpendorf. Aus London zurückgekehrt, stand er am Höhepunkt seines Erfolges. Da er wohlhabend war, konnte er sich das Anwesen in ruhiger Lage mit Blick auf die Weingärten Wiens leisten. Damals lag das Refugium ungefähr eine Stunde mit der Kutsche von Wien entfernt. Haydn ließ das Haus aufstocken und lebte noch 12 Jahre mit seiner Dienerschaft und seinem Graupapagei, in dem von einem schönen Garten umgebenen Gebäude. Hier entstanden unter anderem seine Werke " Die Schöpfung" und die "Jahreszeiten". Im Haus sind verschiedene Musikinstrumente zu bewundern, darunter auch der berühmte Hammerflügel.
In diesem Haus empfing der große Meister viele berühmte Persönlichkeiten. Ihre Geschenke, Auszeichnungen und Erinnerungen werden hier in Ehren gehalten. Im Erdgeschoß sind Stadtansichten von Wien und London dargestellt, um den Unterschied zwischen damals und heute zeigen zu können. Wir bestaunen Notenblätter, Medaillen, Urkunden. Sie alle sind in einer Sammlung für die Nachwelt zusammengestellt worden.
In den letzten Jahren seines Lebens war der Komponist gesundheitlich angeschlagen. Auf seiner letzten Visitenkarte komponierte er eine Melodie: "Hin ist all meine Kraft, alt und schwach bin ich."
Schon bald nach Haydns Tod wurde das Haus zu einem Ort der Erinnerung. Ab 1899 wurden Bilder, Handschriften und Noten präsentiert. Seit 1904 ist es auch der Sitz der Erinnerungsstätte von Johannes Brahms, der ein glühender Verehrer des Meisters war.
Ihm ist dort ein eigener Gedenkraum gewidmet.
Angeblich schlug 1809 eine Kugel Napoleons in Haydns Garten ein. Der Komponist verstarb kurz darauf vor Aufregung.
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
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The Graduate
Bühnenfassung von Terry Johnson
Nach dem gleichnamigen Roman von Charles Webb, unter Verwendung des Drehbuchs für den gleichnamigen Film von Calder Willingham und Buck Henry
Deutsch von Bernd Samland
Österreichische Erstaufführung
Premiere: 6. Februar 2009
Volkstheater
Besetzungsliste
Der junge Student sinniert über seine Zukunft. Er war immer der gehorsame Sohn, aber nun muss er selbst entscheiden, welche Karriere er einschlagen will. Claudius von Stolzmann, spielt erfolgreich den uninteressierten jungen Mann, der sich nicht von der alternden frustrierten Mrs. Robinson verführen lassen will. Susa Meyer als gelangweilte sexhungrige Ehefrau lässt sich aber nicht so leicht abschütteln. Es gelingt ihr, den jungen Mann zu sich ins Bett zu ziehen. Als dieser jedoch Elaine, deren Tochter, kennenlernt und sich noch dazu in sie verliebt, nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Ben gesteht Elaine, dass er eine ältere Geliebte hatte. Elaine, entzückend natürlich gespielt von Katharina Straßer, findet die Angelegenheit zu Beginn sehr erheiternd. Als sie aber dahinterkommt, dass es sich bei dieser Geliebten um die eigene Mutter handelt, zeigt sie ihr Entsetzen aus tiefstem Herzen. Schade, dass dieses reizende Persönchen so unvorteilhaft gekleidet ist.
Mrs. Robinson unternimmt alles, um das Glück ihrer Tochter zu zerstören.
Als Elaine mit einem Arzt zum Traualtar schreitet, kämpft Ben mit aller Kraft und verhindert diese Hochzeit. Zum Erstaunen aller Anwesenden nimmt er seine Elaine in die Arme und geht mit ihr einer gemeinsamen Zukunft entgegen.
Das ganze Ensemble von Erwin Ebenbauer bis Beatrice Frey, von Johannes Seilern bis Thomas Bauer ist erstklassig besetzt. Viel Applaus für die fantastischen Darsteller. Eine besonders vielversprechende Neuentdeckung ist Claudius von Stolzmann.
Ein gelungener Abend im Volkstheater.
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
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Volkstheater, Schwarzer Salon
von RIVERBEND / JOHN VON DÜFFEL
nach dem Girlblog von Riverbend
für die Bühne übersetzt und adaptiert von John und Peter von Düffel
Österreichische Erstaufführung
Premiere: 22. Jänner 2009
Regie: Esther Muschol
Ausstattung: Katja Rotrekl
mit Katharina Vötter
Im schwarzen Salon wird das Publikum an Tischen, die im Oval aufgestellt wurden, platziert, um so noch näher am Geschehen teilhaben zu können.
Katharina Vötter erzählt als Irakerin, wie das Leben in Bagdad vor dem Krieg war. Von breiten Straßen, die mit Tausenden von Palmen gesäumt waren. Sie erzählt vom freien Leben im Irak. Frauen waren im Arbeitsprozess integriert und verdienten gleich viel wie ihre männlichen Kollegen. Es gab keinen Kopftuchzwang. Mädchen und Frauen trugen Jeans und T-Shirts. Hochqualifizierte Ingenieure errichteten futuristische Brückenkonstruktionen. Es gab Universitäten, tolle Geschäfte, Kaffeehäuser, fantastische Gärten und lachende Kinder.
Mit der Invasion der Amerikaner änderte sich schlagartig das Leben in diesem blühenden Land. Die Palmen wurden gefällt. "Für jede Palme fünf tote Soldaten!" Die Infrastruktur wurde zerstört. Das Leben der Bewohner wurde zur Hölle. Unschuldige Zivilisten, darunter viele Kinder, wurden erschossen. Der Irak kommt aus dem Grauen nicht heraus.
Eine ganz hervorragende schauspielerische Leistung bietet Katharina Vötter. Sie erzählt packend das Erlebte, spricht jeden einzelnen Zuschauer persönlich an. Geschichte wird am eigenen Leib erlebt. Erschütternd und ergreifend sind die Berichte aus Abu Ghraib, in denen geschildert wird, wie menschenunwürdig die Gefangenen behandelt wurden. "Nur der Tod ist angenehmer!"
Ein düsteres Kapitel unserer Geschichte lässt uns in die Abgründe verblendeter Politik blicken.
Die Medien berichten von gefallenen Amerikanern und Briten. Über die vielen Toten der irakischen Bevölkerung wird wohlweißlich geschwiegen.
Besser kann dieses Zeugnis des Grauens nicht vorgetragen werden.
Eine auszeichnungswürdige Akteurin und eine großartige Regie.
Das Volkstheater zeigt wieder einmal, wie eindrucksvoll und zeitgemäß Theater sein kann.
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
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Zwei Einakter von Anton Tschechow
Deutsch von Peter Urban
Premiere: 21. Jänner 2009
Volkstheater in den Bezirken
Regie: Silvia Armbruster
Bühne: Melanie Fürst
Kostüme: Erika Navas
Mit Annette Isabella Holzmann, Christoph F. Krutzler und Peter Wolsdorff
Der Bär
Bis zu ihrem Tod will die junge Witwe Popowa ihrem verstorbenen Mann die Treue halten. Annette Isabella Holzmann spielt die trauernde junge Frau, die im geheimen aber doch einen Funken Lebenswillen in sich trägt und hofft, dass ein Freier um sie anhalten würde.
Plötzlich poltert der Gutsbesitzer Smirnow bei der Tür herein und fordert forsch die Begleichung der Schulden, die ihr Mann bei ihm hinterlassen hat.
Christoph F. Krutzler stürmt auf die Bühne wie ein Kugelblitz! Alles mit sich reißend - sogar die Witwe.
Unter der Regie von Silvia Armbruster entwickelt sich das Stück zu einer herzerfrischenden Komödie und man ringt vor lauter Lachen um Fassung.
Der Heiratsantrag
Der linkische, höchstsensible Gutsbesitzer Lomov macht der Tochter seines Nachbarn, Natalja, gespielt von Annette Isabella Holzmann, die sich zuerst geschmeichelt, dann zurückhaltend und später angriffslustig gibt, einen Heiratsantrag.
Die jungen Leute streiten, wer den größten Grund besitzt. "Die Ochsenwiesen gehören mir!" lässt der Brautwerber verlauten. Die Braut und deren Vater bestätigen, dass diese schon Jahrzehntelang in ihrem Sitz wären. Vor Aufregung erleidet Lomov einen Herzanfall.
Ein köstlicher turbulenter Heiratsantrag. Aber, wo ist die Liebe geblieben? Das spielt nun auch keine Rolle mehr, gelacht hatten wir genug, ob nun geheiratet wird oder nicht.
Viel Applaus und Gelächter am Ende der Vorstellung.
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
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von Bertolt Brecht
Musik von Kurt Weill
Theater in Heiligenstadt
Februar 2009
Ein Stück, wie die Dreigroschenoper mit Originalinstrumenten, tollen Musikern, die zu einem erstklassigen Orchester verschmelzen und die üppige Anzahl an Schauspielern, die Laien sind, aber wie Profis agieren, hat man bisher in Wien sicher noch nicht auf einer so kleinen Bühne erlebt.
Ankündigung: "Sie werden jetzt eine Oper hören. Weil diese Oper so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können, heißt sie "Die Dreigroschenoper".
J. Peachum eröffnet einen Bettlerladen in London. Er stattet hier die Ärmsten der Armen mit Kostümen aus, die das Mitleid der Menschen besonders erregen und dadurch deren Spendenfreudigkeit gesteigert werden soll.
Mackie Messer, der berühmte Bandit, feiert seine Hochzeit mit Polly Peachum, der Tochter des Bettlerkönigs. Dieser, gespielt vom großartigen Helmut Dusek, der den Schmerz um den Verlust seiner Tochter beinahe in den Wahnsinn treibt, schmiedet mit seiner Frau, deren resolute Rolle Barbara Keller innehat, den Plan, den widerlichen Schwiegersohn der Polizei auszuliefern und ihn so an den Galgen zu bringen.
Mackie Messer, der von Gerhard Edlinger als eleganter Ganove präsentiert wird, nimmt Abschied von seiner geliebten Frau. Katharina Twaroch-Novak, die eine Vollblutschauspielerin ist, übernimmt alle Agenden ihres Mannes und bleibt traurig allein zurück.
Doch anstatt auf das Moor von Highgate zu fliehen, macht sich Mackie auf den Weg zu den Huren, wird von ihnen verraten, in Old Baleys eingesperrt, um dann von einer anderen Hure wieder befreit zu werden. Er kann es nicht lassen und geht abermals zu den Huren. Da kann ihn selbst sein bester Freund, der oberste Polizeichef von London, genannt Tiger-Brown, nicht mehr retten. Stefan Tomaschitz als Tiger-Brown spielt sein weiches Herz so wahrhaftig, dass man am liebsten mit ihm mit weinen möchte.
Doch als Mackie Messer, dann endlich auf dem Galgen steht, kommt ein berittener königlicher Bote und verkündet, dass der Gaunerkönig nicht nur begnadigt, sondern auch noch in den Adelsstand erhoben wird.
…und der Haifisch, der hat Zähne…..und viele der anderen Chansons werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Viel Applaus für das gesamte Ensemble.
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
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Georges Feydeau
Premiere: 23. Oktober 2008
Theater in der Josefstadt
Besetzungsliste
Wer hat ihr den Floh ins Ohr gesetzt? Im Theater in der Josefstadt fegt in Feydeaus Stück "Floh im Ohr" ein Orkan über die Bühne.
Raymonde, die Frau von Victor-Emmanuel Chandebise, dem Direktor der Boston Life Company in Paris, zweifelt an der Treue ihres Mannes und lässt von einer guten Freundin einen Brief zu einem Treffen im zweifelhaften Etablissement "Schmidts Katze" schreiben.
Damit beginnt die große Jagd. Einer misstraut dem anderen, der Gejagte wird zum Gejagten. Es ist ein schier unauflösbares Tohuwabohu.
Herrlich Andrè Pohl in der Rolle des Chandebise, der im Hotel einen trunksüchtigen Doppelgänger besitzt, wechselt seine Persönlichkeit vom Direktor zum Hoteldiener Poche so souverän, dass sich alle von ihm täuschen lassen.
Michael Dangl als wilder eifersüchtiger Spanier versetzt alle in Angst und Schrecken.
Alexander Pschill mit seinem seltsamen Sprachfehler bringt noch mehr Verwirrung in die Angelegenheit.
Die perverse Klosterschwester bearbeitet ihre Kunden auf eigene Art und lässt das Publikum staunen.
Das hochgradige Ensemble hat diesmal besonders viel Pfeffer im Hintern und lässt so richtig die Sau raus.
Wer seine Lachmuskeln gerne überbeanspruchen möchte, sollte schleunigst diese Vorstellung besuchen!
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
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ist ein Verein zur Erforschung und Förderung des musiktheatralischen Ausdrucks
Ungargasse 18, 1030 Wien
Gegründet wurde das Theater im August 1998 vom Tenor, Kostümbildner und Regisseur Stefan Fleischhacker.
Die Mitstreiter der ersten Stunde waren die Pianistin und Sängerin Antonia Lersch, die Sopranistin Elena Schreiber, der Pianist und Entertainer Stephen Delaney sowie der Maler Leo Mayer, der als Bühnenbildner, Beleuchter und Techniker bis heute den wichtigsten Beitrag zur optischen Präsentation der einzelnen Produktionen liefert.
Vorstellung am 19.2.2009
Last Exit Shanghai
Exilkabarett in Fernost
Shanghai war der exotischste aller Exilorte. Mehr als 4000 Österreicher und 12000 Deutsche fanden Zuflucht im einzigen offenen Hafen der Welt. Sie alle bildeten eine Enklave in Hongkou, dem von den Japanern besetzten Teil der Stadt. Dort war es für die Flüchtlinge möglich, eine Existenz mit eigener Tradition und Kultur aufzubauen.
Unter den Flüchtlingen befanden sich etwa 200 Kulturschaffende: Musiker, Schauspieler, Kabarettisten, Sänger und Dichter. Sie erleichterten mit ihren Konzerten, Theateraufführungen und Kabarettabenden den Alltag der Vertriebenen. Jenny Rausnitz, Gino Smart, Fritz Heller, Siegfried Sonnenschein und der Berliner Komiker Gerhard Gottschalk unterhielten im Eastern Theater ihr Publikum. Das Kabarett und die Kleinkunst waren von österreichischer Kultur geprägt.
In der multimedialen Collage Last Exit Shanghai führen Elena Schreiber, Stefan Fleischhacker, Martin Thoma und Christina Renghofer am Klavier durch das Kulturleben der Shanghaiexilanten.
Texte, Szenen, Lieder und Bilder geben einen Eindruck der verzweifelten Versuche, Normalität und Heiterkeit in eine völlig unhaltbare Situation zu bringen. Elisabeth Buxbaum und Georg Wacks stellten das Programm für diesen berührenden Abend zusammen.
Wir wünschen diesen Vorstellungen weiterhin viel Erfolg. Dieses Themas sollte öfter aufgegriffen werden, da es bei den meisten Leuten noch nicht angekommen ist.
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
In diesem Zusammenhang darf auf das Buch "Flucht nach Shanghai" von Prof. James R. Ross, das von Hanna Halper aus dem Englischen übersetzt wurde, hingewiesen werden. Es behandelt ganz konkret und höchst interessant das Thema "Shanghai". (Kitab-Verlag, ISBN 978-3-902585-34-9).
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
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Komödie in zwei Akten von
Friedrich Dürrenmatt
in Bearbeitung von Heidelinde Twaroch
Februar 2009
Das Neue Theater in Döbling unter der Regie und Gesamtleitung der jahrelang bewährten Principalin Heidelinde Twaroch bietet eine Vorstellung der Sonderklasse.
Frl. Dr. von Zahnd, gespielt von einer nicht zu übertreffenden Charakterdarstellerin (Edeltraud Wiesinger), behandelt drei verrückte Kernphysiker. Einer gibt sich als Albert Einstein aus. Er wird wunderbar von Herbert Marx wiedergegeben, der Zweite gibt sich für Isaac Newton aus. Stefan Günkel, spielt glaubwürdig und beeindruckend diesen Forscher.
Ein Dritter, der behauptet, dass ihm König Salomo seine Erfindungen diktiert. Er nennt sich Möbius und wird von Stefan Jurasek profimäßig auf die Bühne gebracht.
Jeder der Physiker ermordet seine Krankenschwester, weil diese bemerkten, dass ihr Spiel durchschaut wurde und sie in Wirklichkeit keine Irren sind.
Möbius war es tatsächlich gelungen, die Weltformel zu entdecken, deren Anwendung die Menschheit mit einem Schlag auslöschen kann.
Aus Verantwortungsgefühl war er ins Irrenhaus geflüchtet. Es stellt sich heraus, dass auch seine beiden Mitinsassen nicht verrückt sind. Sie sind Agenten zweier Großmächte und wollen an die begehrten Formeln kommen. Möbius gesteht, dass er alle seine Unterlagen verbrannt hat. Er kann seine Kollegen davon überzeugen, dass nur eine Flucht aus der Welt die Menschheit vor der Vernichtung retten kann. So beschließen alle drei, zugunsten der Rettung der Welt, für immer im Irrenhaus zu bleiben.
Plötzlich wird die Anstalt von Wärtern vergittert und Frl. Dr. Mathilde von Zahnd gesteht triumphierend, dass sie die Formeln kopiert hat.
Sie, die eigentlich in Wirklichkeit die Irre ist, hat jetzt die Macht über die Welt in den Händen………
Ein spannender Theaterabend und ein absoluter Höhepunkt. Dieses kleine, aber feine Theater kann es spielend mit jedem unserer großen Bühnen aufnehmen.
Die Darsteller wurden mit viel Applaus und Bravorufen belohnt!
Wir würden gern öfter in den Genuss von Vorstellungen des Neuen Theaters in Döbling kommen. Man bekommt einfach nicht genug von Kunst in dieser Qualität.
Hannelore Halper
"Die Virtuelle"
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