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Wünschelwichten
Die Erzengel...
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Von Elisabeth Ratzer
Der Vollständigkeit halber sei im Zusammenhang mit Spiritualität und Religion hier angemerkt, das es im Moment viele esoterische Strömungen am Markt gibt. Hier wird meist zu dem Thema - Selbstentwicklung oder Bitten an das Universum sich mit sich selbst und anderen in Verbindung setzen viel angeboten.
Was ich grundlegend wichtig finde ist, dass wir immer an uns selbst arbeiten und uns weiterentwickeln sollten, denn dazu, so glaube ich, sind wir auf Erden.
Unter dem Motto:
Achte auf deine Gefühle, denn sie werden zu deinen Gedanken.
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden zu Worte.
Achte auf deine Worte, denn sie werden zu Taten.
Achte auf deine Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten.
Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
(Talmud)
finde ich dies hier im Talmud gut auf dem Punkt gebracht.
Die Kraft unserer Gedanken ist überall präsent und ist eine starke Form der Energie die existiert. Auch wenn diese Kraft für unser physisches Auge unsichtbar ist.
Es geht darum, wie wir uns dieser Kraft bewusst werden und sie nützen können, um sie in unserem Leben so einzusetzen, das wir heilsames tun und unheilsames vermeiden ohne uns selbst zu verleugnen. Aber auch damit wir in unserem Leben unserer Wünsche und Träume verwirklichen können.
So um das Thema "wünschen " gibt es derzeit ja auch eine wahre Bücher und Seminarwelle. Jedoch stelle ich die Frage:" Bringt uns das Wünschen uns unserem wahren Selbst näher, hilft es uns zu erkennen, was unsere wahre Natur ist?" Genau betrachtet richtet es sich in Form einer Wunschvorstellung nach Außen und nicht zu uns nach innen. Leider wird dies jetzt oft verwechselt und derzeit auch gesellschaftlich sehr in den Bereich eines Neuen Zeitalters, neuen Glaubens gestellt. Niemand wird gezwungen an diese Wunderbücher zu glauben. In der Tat stellen sie aber für viele eine Art Religion dar.
Meine persönliche Meinung dazu ist, wenn es jemanden hilft, Affirmationen in Form von positiven Glaubenssätzen oft zu wiederholen, oder Engel zur Hilfe zu bitten, so soll er es gerne tun in dem Bewusstsein, das er es eben als Hilfe benutzt.
Leider jedoch habe ich in letzter Zeit auch öfter aus therapeutischen Fachkreisen die Rückmeldungen, dass es Menschen auch in ihrem Wachstum stark beeinträchtigt, zum Teil auch depressiv macht wenn sie sich an derartige "Wunschliteratur" heften und dies als ihre de facto "heilige Schrift" anpreisen. Vor allem im chronischen Krankheitsbereichen da wir in diverser Literatur dazu finden: " Wenn ihr Wunsch nicht funktioniert, haben sie es sich nicht ernsthaft gewünscht." (vereinfachte Darstellung diverser Formulierungen mit diesem Aussageinhalt).
Niemand hat die Allmacht eines Gottes. Niemand ist ein Gott. Niemand kann alles kontrollieren. Dies zu verbreiten ist eine sehr gefährliche Aussage und zieht hoffnungslose, kaputte Menschen an, die glauben möchten es sei ihnen möglich. Leider können diese aber oft mit der Enttäuschung dann nicht mehr umgehen und bei Unreflektiertheit driften sie in Selbstzerstörung, Selbstschuld und Selbstvorwürfe ab anstatt in Selbsterkenntnis.
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Nachzulesen ist dies teilweise mit sachlich belegten Fakten im Buch zu den "Wünschelwichten" - Wunsch - Bullschit an das Universum (siehe Buchtipps).
Die in den Wunderbüchern propagierte Nachricht ist auf den Satz reduzierbar "Denke positiv". Der Mensch, der Wünsche hat, soll durch positive Gedanken in Bezug auf Zielsetzung und Zielerreichung sein möglichst bestes Potenzial ausnutzen.
Warum sind die Wunderbücher trotzdem so lange? Ganz einfach: Wir alle kennen die Zitate, Redensarten und Botschaften, die Lebensweisheiten enthalten. Doch nicht jeder Mensch zieht aus einem Satz das, was andere daraus ziehen. Die Wunderbücher sind Interpretationen und Veranschaulichungen von überprüfbarem und leider auch zum Teil unbeweisbarem Allgemeinwissen beziehungsweise Glauben.
Ich denke in diesem Zusammenhang kann nicht oft genug an die Eigenverantwortlichkeit der Leser - die Aufforderung nicht einfach zu glauben, sondern die Aussagen auch auf ihre Wahrheit zu überprüfen, gestellt werden.
Das herausgegebene Buch basiert auf einer journalistisch ernsthaft geführten Recherche. Das Geniale liegt darin, dass Balder seine flapsig-satirische Art dabei nicht verliert, was die Lektüre des Büchleins ungemein unterhaltsam macht.
Und mehr als Unterhaltung kann man eigentlich nicht angesichts der Unglaublichkeiten, die einen von Franck, Mohr, Tepperwein, Hicks, Byrne und Konsorten aufgetischt werden, erwarten.
Zitat: "Wer sich Geld wünscht, schreibt eben auch Bücher übers Geld verdienen.
Da alle sich Geld wünschen, kaufen sie wie doll und verrückt diese Bücher. Autor und Verlag freuen sich, ihr Wunsch wurde erfüllt.
Dieses Buch verbietet nicht den Glauben an das Gute - mehr davon gilt ebenso für Themen: Glück, Gesundheit, …."
Die kritisierten Autoren haben tatsächlich voneinander abgeschrieben. Balder hat außer dieser Tatsache auch noch andere
Dinge in den kritisierten Büchern aufgedeckt, die sachlich tatsächlich gelogen oder falsch sind.
So steht in Rhonda Byrnes Buch, Jesus war ein Millionär und er hat Reichtum gepredigt. Das ist natürlich Quatsch. Und da steht auch, dass Einstein aus ärmlichen Verhältnissen kam, ein schlechter Schüler war und seine Leistungen in der Physik nur geschafft hat, weil er das Gesetz der Anziehung kannte. Balder hat Recht, auch das ist alles falsch. In diesem Sinne ist zu allen oben aufgeführten Autoren Sachmaterial recherchiert worden und gut mit Witz und Humor, nachzulesen.
Ich würde dieses Buch allen Wünschelwichten dringend empfehlen, um sich in Selbsterkenntnis und Wahrheit zu üben.
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Ich sehe diese Möglichkeit Erzengel zu bitten uns in schwierigen Lebenssituationen zu helfen als Ergänzung bzw. Hilfsmittel zu anderen spirituellen Praxen.
Die Erzengel werden ja in der Liturgie als Boten Gottes verstanden - als seine de facto Berührungsseiten und als Symbol dafür, das jeder Erzengel für sich ja auch eine Seite in uns, die wir haben, anspricht.
Wie Jung schon schrieb: "Wirksam ist, was wirkt."
Die Autorin ist von Doreen Virtue ausgebildet und bezieht sich in der Einleitung auf das Buch "Erzengel Orakel" das ich nicht zur Rezension hatte und daher auch nicht beurteilen kann, inwieweit es für das vorliegende Buch wichtig wäre, es zu kennen.
In dem Buch werden praktische Tipps für den Umgang mit den Erzengeln in ihren Zuständigkeiten, und Manifestation der Erzengelenergie beschrieben. Weiters auch die Zuordnung zu Chakren, Heilsteinen und der Aromatherapie. Zu allen Erzengel gibt es auch Affirmationen.
Zum Beispiel die Affirmation bei Erzengel Michael: "Es ist sicher für mich, mich vollkommen in meine wahre Kraft hineinzubewegen. Meine Kraft hilft anderen, ihr eigenes Potential zu erkennen und zu entfalten."
Das Buch ist übersichtlich und zum einfachen Nachschlagen der besonderen Erzengelhilfen geeignet.
Was mir ein wenig fehlt, da ich auch die Arbeit mit Kindern sehe, ist, dass es leider keinerlei Abbildungen gibt.
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Affirmationen sind positive Sätze, mit denen auch in therapeutischen Bereichen gearbeitet wird.
Hier eben mit Erzengeln und im spirituellen Bereich angewandt.
Beispiel: Erzengel Haniel: Affirmation, um die eigene Sensibilität in Stärke zu verwandeln - "Es ist sicher für mich sensitiv zu sein - meine Sensitivität ist meine Stärke". Es ist alles mit Musik und einer kurzen Einführung zum Engel und seiner Aurafarbe gestaltet. Ebenso wird bei z.B.: Erzengel Jeremiel - auch mit Hand auf die Herzseite legen und die Affirmation sprechen gearbeitet. Der tiefe Atem spielt bei allen eine wichtige Rolle und wird daher auch immer wieder bewusst erinnert. Die einzelnen Erzengelaffirmationen sind sehr kurz gehalten (zwischen 2.27-max. 4.20 Minuten). Ich persönlich finde sie etwas zu kurz. Ergänzend sei noch angemerkt das es jemanden liegen muss, sich eingehüllt in Farbe zu fühlen und Sätze zu sagen an die er glauben sollte. Eine Gefahr sehe ich eher darin, wenn Affirmationen wie: "Du spürst bereits, wie deine Energie zunimmt", oder "Ich bin vollkommen gesund, vollkommen gesund zu sein ist mein natürlicher göttlicher Zustand, ich wähle Gedanken und Worte, die diesen Zustand erschaffen." als Glaubenssätze für die Betroffenen angeboten werden, hier ist eben jeder aufgefordert, für sich das herauszufinden, was stimmig ist.
Als Hilfsmittel finde ich es zulässig, wenn wir uns mit einer Seite unseres Seins eben so auseinandersetzen und versöhnen - in Frieden kommen.
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