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Die Juni-Ausgabe erscheint erst am 14.6.2009 - die Technik braucht leider noch etwas Zeit! Danke für Ihr Verständnis!  
 

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Wie Zen schmeckt
  • Die Kunst des achtsamen Genießens
  • Die Geschichte vom Mönch und den Dingen des täglichen Lebens
  • Gebet für die Küche
  • Ein Rezept
  • Buchtipp
  • Linktipp
  • Weiterempfehlung dieses Artikels
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    Wie Zen schmeckt
    Das Leben schmecken und genießen

    Buchvorstellung des gleichnamigen Buches von Doris Zölls und Christof Zirkelbach

    Diese Wertschätzung und wechselseitige Inspiration schlägt sich auch in diesem Buch nieder. Es enthält die besten Rezepte der Benediktushofküche, Hinweise auf die „Philosophie“ dieser Küche, Tipps zur Kombination von zunächst vielleicht auch ungewöhnlich erscheinenden Geschmacksverbindungen und Anregungen zum eigenen kreativen Kochen. Die Texte von Doris Zölls zeigen unter anderem, wie wir das Kochen konkret als spirituelle Übung verstehen können und das Leben als unseren Koch, der uns und unsere Konzepte und Vorstellungen darüber, wie die Dinge in unseren Augen zu sein haben, weich kocht.
    Dankbarkeit und Wertschätzung als Lebenshaltung werden im Zen besonders gepflegt. So haben wir in dieses Buch auch kurze Texte und Gebete aus der Zen- und der christlichen Tradition aufgenommen, mittels derer wir unserer Dankbarkeit und Wertschätzung Ausdruck verleihen können.
    Nicht zuletzt die Tuschezeichnungen von Katharina Shepherd-Kobel, die in Japan viele Jahre lang Zen und Tuschmalerei studiert hat, zeugen von der kreativ-ästhetischen Dimension des Zen-Geistes.



    Die Kunst des achtsamen Genießens

    Eingeteilt in 5 Kapitel finden Sie hier über 50 einfach nette Rezepte (wobei Sie hier sowohl einfache als auch nette finden...) jeweils zusammengefasst in Lebensthemen. Da wäre zum Beispiel das Kapitel Unamons Sesambrötchen oder „Das Leben kocht sich in uns“ oder „Jedes Reiskorn ist Buddha“ oder gar „Dankbarkeit und Ehrfurcht, Ausdruck unseres wahren wesens“ oder aber ganz zu Beginn: „Zen-Geist – Alltags-Geist“ in dem es heißt (und bitte denken Sie dabei einfach nur an unser Sprichwort: Liebe geht durch den Magen):

    In vielen Zen-Klöstern wird die Aufgabe des Kochs nur einem Mönch oder einer Nonne übertragen, der oder die tief im Zen-Geist verankert ist, denn dieser Aufgabe kann nur gerecht werden, wer wirklich dienen kann.
    Dieses Dienen bedeutet, alle Vorstellungen von einem Ich auf den Prüfstein zu legen und loszulassen. Es heißt nicht, seine Persönlichkeit zu verlieren. Indem ich mich an das Andere hingebe, finde ich mich selbst.
    Die Arbeit in der Küche fordert uns auf allen Ebenen, vor allem, wenn wir Kinder haben und regelmäßig für unsere Familie kochen. Morgens, mittags und abends sind wir bestrebt, die hungrigen Mägen unserer Lieben zu füllen. Und was in mühevoller und zeitaufwendiger Arbeit geschaffen wurde, ist im Nu gegessen...
    ... Können wir dieser Aufgabe jemals gerecht werden? Wer ist stets so achtsam, wer vergisst nie etwas? Befriedigung finden im Tun, darin steckt Frieden. Im Tun entwickeln wir den friedvollen Geist.

    Dass dies nicht so leicht ist, davon erzählt eine kleine Geschichte:

    Die Geschichte vom Mönch und den Dingen des täglichen Lebens

    Ein Mönch kam zu seinem Meister und sagte: „Ich bin nun schon viele Jahre dein Schüler, und ich bin einzig aus dem Grund zu dir gekommen, weil ich Zen studieren wollte. Aber bis zum heutigen Tag hast du mir nicht eine einzige Belehrung gegeben. Wenn sich das nicht ändert, dann muss ich von dir weggehen, so leid mir das auch täte.“ Der Meister antwortete: „Wenn du morgens zu mir hereinkommst und mich begrüßt, dann grüße ich zurück und sage: Guten Morgen, wie geht es dir? Wenn du mir Tee bringst, dann danke ich dir und trinke ihn. Wenn du irgendetwas anderes für mich tust, dann bedanke ich mich eben falls. Welche anderen Belehrungen könnte ich dir darüber hinaus noch geben? Es gibt keine andere spezielle Lehre. In den ganz gewöhnlichen Dingen unseres täglichen Lebens liegt eine tiefe Bedeutung verborgen, die dennoch klar und offensichtlich ist.“

    Gebet für die Küche

    Die praktischen Arbeiten, die getan werden müssen, können uns oftmals über den Kopf wachsen, dann kann es hilfreich sein, das Gebet von Teresa von Avila zu lesen und vielleicht daraus Trost zu schöpfen, dass nicht nur mir alles zu viel wird und es wirklich eine große Herausforderung ist, dem Leben, das Teresa von Avila als das Wirken Gottes selbst sieht und versteht, gerecht zu werden.

    Teresa von Avila:

    Herr der Töpfe und Pfannen, ich habe keine Zeit, eine Heilige
    zu sein und Dir zum Wohlgefallen in der Nacht zu wachen.
    Auch kann ich nicht meditieren in der Morgendämmerung und
    im stürmischen Horizont.

    Mach mich zu einer Heiligen, indem ich Mahlzeiten zu bereite
    und Teller wasche. Nimm an meine rauen Hände, weil sie für
    Dich rau geworden sind.

    Kannst Du meinen Spüllappen als einen Geigenbogen gelten
    lassen, der himmlische Harmonie hervorbringt auf einer
    Pfanne? Sie ist so schwer zu reinigen und, ach, so abscheulich.
    Hörst Du, lieber Gott, die Musik, die ich meine?

    Die Stunde des Gebetes ist vorbei, bis ich mein Geschirr vom
    Abendessen gespült habe, und dann bin ich sehr müde. Wenn
    mein Herz noch am Morgen bei der Arbeit gesungen hat, ist es
    am Abend schon längst vor mir zu Bett gegangen.

    Schenke mir, Herr, Dein unermüdliches Herz, dass es in mir
    arbeite statt des meinen.

    Mein Morgen gebet habe ich in der Nacht gesprochen zur Ehre
    Deines Namens. Ich habe es im Voraus gebetet für die Arbeit
    des morgigen Tages, die genau dieselbe sein wird wie heute.

    Herr der Töpfe und Pfannen, bitte, darf ich Dir statt gewonnener
    Seelen die Ermüdung anbieten, die mich ankommt beim
    Anblick von Kaffeesatz und angebrannten Kochtöpfen. Erinnere
    mich an alles, was ich leicht vergessen nicht nur um Treppen zu sparen,
    sondern dass mein vollendet gedeckter Tisch ein Gebet werde.

    Obgleich ich Martha-Hände habe, habe ich doch ein Maria-
    Gemüt, und wenn ich die schwarzen Schuhe putze, versuche
    ich, Herr, deine Sandalen zu finden. Wenn ich den Boden
    putze, denke ich daran, wie sie auf Erden gewandelt sind.

    Herr, nimm meine Betrachtung an, weil ich keine Zeit habe
    für mehr. Herr, mach Dein Aschenbrödel zu einer himmlischen
    Prinzessin, erwärme die Küche mit Deiner Liebe und erleuchte
    sie mit Deinem Frieden. Vergib mir, dass ich mich so absorge,
    und hilf mir, dass mein Murren aufhört.

    Herr, der Du das Frühstück am See bereitet hast, vergib der
    Welt, die da sagt: »Was kann denn aus Nazareth Gutes kommen?


     


    Ein Rezept

    Schließlich habe ich Ihnen noch ein Hauptgericht notiert, es ist aus dem Kapitel „Jedes Reiskorn ist Buddha“, k ochen Sie es nach, lassen Sie es sich schmecken und ich freue mich, wenn Sie Lust auf mehr „Zen in der Küche“ bekommen haben, die Bestelldaten für das Buch finden Sie unter
    Buchtipp.

    Quinoa mit Wirsing-Pilzsoße und Blattsalat
    200g Quinoa
    200 g Pilze (~Zustern, Champignons)
    50 g getrocknete Tomaten
    Olivenöl
    0,1 1 Weißwein
    0,2 1 Gemüsebrühe
    1 Bund Petersilie
    1 Zwiebel
    200 g Wirsing
    0,5 1 Sahne
    Salz
    Pfeffer

    Den Quinoa mit der eineinhalbfachen Menge Salzwasser kochen (wie Reis). Die Zwiebel schälen und fein schneiden. Die Pilze säubern und in Streifen schnei- den. Die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden und circa 10 Minuten in heißes Wasser legen. Den Wirsing waschen, vom Strunk nehmen und ebenfalls in Streifen schneiden. Die Petersilie waschen und vom Stiel zupfen, fein schneiden. Die Zwiebel mit den Pilzen im Olivenöl farblos anschwitzen. Mit Weißwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Die getrockneten Tomaten dazugeben und mit der Gemüsebrühe aufgießen, aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen und dann die Sahne und die Wirsingstreifen dazugeben. Nochmals circa 5 Minuten einkochen, abschmecken. Dazu passt Blattsalat mit frischen Kräutern.

    Buchtipp

    Wie Zen schmecket
    v. Doris Zölls und Christof Zirkelbach
    Verlag Kösel
    ISBN 978-3-466-36814-3
    17,95 €
    Dieses Buch bei Amazon.de bestellen

    Linktipp

    www.benediktushof-holzkirchen.de

     
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