Inhalt dieser Ausgabe
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Geist:
Seele:
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Speziell für Sie: Neu
 
 
 
 
 
Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich… (Hermann Hesse)  
zen@work - Managertreffpunkt Meditation


Managertreffpunkt Meditation

Buchvorstellung von Willigis Jäger und Paul J. Kohtes (Hrsg.)

Die Doktrin "Immer höher, schneller und weiter ist am Ende.
Doch was kommt danach? Wie geht es weiter?

Was wir brauchen, ist die Erkenntnis unserer Verbundenheit mit dem Ganzen. Spezialisierung, das Erfolgsrezept des westlichen Wirtschaftssystems, heißt dagegen immer Aufspaltung. Der Mensch der Zukunft wird den Blick auf die Ganzheit des Seins
wieder entdecken müssen. Wir nennen das Spiritualität. Das aufregend Neue daran ist, dass Spiritualität nichts Abgehobenes und Weltfremdes ist, sondern, in den Alltag integriert, dem Leben wesentliche Werte zuführt.

Dazu melden sich in diesem Buch über 20 Praktiker aus dem Wirtschaftleben zu Wort, allesamt Führungskräfte, die über ihre ganz persönlichen Change-Prozesse durch Meditation berichten. Diese oft anrührenden und vielfach intimen Einblicke von Menschen aus der Führungsetage machen deutlich: Es formiert sich in der Wirtschaft ein neues Bewusstsein, das nicht mehr einseitig in äußerem Erfolg und im materiellem Gewinn sein Heil sucht, sondern gleichwertig nach Tiefe und Erfüllung strebt - und so Nachhaltiges im Einzelnen, im System und in der Gesellschaft bewirkt.

Führungskräfte sind immer auch Vorreiter. Deshalb sind sie dafür prädestiniert, neue Wege auszuprobieren und voranzuschreiten. Meditation ist ein uralter Weg, der sich über die Jahrtausende bewährt hat, aber erst jetzt greift die Erkenntnis, dass sich dieser Weg nicht nur mit den Anforderungen des 21. Jahrhunderts ideal verbinden lässt, sondern vor allem auch Zuwachs an Lebenswert und Lebensdeutung bringt. Allerdings:
So, wie der Finger, der auf den Mond zeigt, nicht der Mond selbst ist, so entsteht die Erfahrung dieses neuen Bewusstseins nicht durch Bücher, wenngleich diese wunderbare Wegweiser sein können. Das bedeutet: Ich muss mir die Zeit für einen meditativen Weg in die eigene Tiefe nehmen. Selbstdistanz, Loslassen, Bauch-Intelligenz, kreatives Denken, Wohlwollen und Mitgefühl, all das entwickelt sich alltagstauglich nur, wenn ich in der Anbindung an eine transpersonale Instanz lebe.

Die Beiträge dieses Buches zeigen jedoch anschaulich, wie es tatsächlich möglich ist, diese Instanz durch Üben in den Alltag von Führungskräften zu integrieren.

Willigis Jäger, Paul J. Kohtes

Das Besondere gesucht, den Alltag gefunden

Andreas Schröder (Business Consulting) erzählt über den Big MindProcess:

... Und doch verändert das Suchen und Meditieren auch meine Arbeit, meinen Berateralltag. Ich beobachte mich dabei, meine eigene Position oder Meinung immer weniger verbissen und kategorisch zu vertreten. Früher bildeten meine eigene Meinung und ihre intelligente und überzeugende Darstellung die Basis meiner Identität und meines Selbstverständnisses. Jetzt wird sie immer mehr zu einer Meinung unter mehreren möglichen.
Natürlich kann ich sie begründen und verteidigen, aber ich muss nicht mehr immer Recht behalten...

... Auf meinem letzten Big-Mind-Seminar in Saft Lake City war es dann plötzlich weg. Alles, was ich dachte, gefunden oder verstanden zu haben, löste sich auf. Der vermeintliche Lohn all dieser Jahre des regelmäßigen Meditierens ist einfach weg. Nichts Besonderes mehr, nichts Spezielles, einfach nur das ganz normale alltägliche Leben und Erleben. Ja, so haben es alle Zen-Lehrer immer klar und eindeutig dargelegt. Aber zwischen dem Lesen, Verstehen und Erleben lagen bei mir viele Jahre. Und plötzlich, ohne dass ich wüsste, warum gerade jetzt, wurde das Alltägliche völlig o.k. und perfekt, wie es war.

Kein missionarischer Eifer mehr, kein "Meditation, Zen und Big Mind ist wichtig, der Rest dagegen nichts. Zuerst nur eine ruhige Zufriedenheit, abwechselnd mit der Angst, jetzt alles Wichtige verloren zu haben. Aber irgendwie ist auch alles noch da, der Meditation auf dem Kissen fehlt nichts, die Koan-Arbeit funktioniert weiterhin...

Und hält diese Zufriedenheit und Klarheit jetzt permanent an? Leider nein, klare und lichte Perioden kommen und gehen. Und dazwischen Unsicherheit, Zweifel, Angst und immer wieder altes, unverarbeitetes persönliches Zeug (Psychologen nennen das vermutlich "Unbewusstes oder Schattenanteile"). Als wenn durch die Praxis jetzt eine Schleuse geöffnet worden wäre. Glücklicherweise unterstützt mich diese Praxis auch beim Verstehen, Annehmen und Aufarbeiten. Aber es bleibt harte Arbeit...

www.ue-schroeder.de

Buchtipp:

"zen@work" - Manager und Meditation
von Willigis Jäger und Paul J. Kohtes (Hrsg.)
Verlag Inspire (J. Kamphausen)
ISBN 978-3-89901-171-5
24,80 €
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