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Speziell für Sie: Neu
 
 
 
 
 
Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich… (Hermann Hesse)  
Mit der Virtuellen ins Theater:


Das Gold der Steppe

Ausstellung vom 26. April - 26. Oktober 2009
Kunsthalle Leoben
Kirchgasse 6, 8700 Leoben
geöffnet: täglich 9.00 - 18.00 Uhr


Die Skythen waren überwiegend Reiternomaden. Sie lebten zwischen dem 7 Jhdt.v.Chr. und dem 4. Jhdt.n.Chr. in den Steppen von Sibirien bis zum Schwarzen Meer. Schon damals bildete dieses Gebiet den Korridor für Güter zwischen Europa und Asien. Sie wurden von anderen Völkern verdrängt. Nachfolgende Völker waren die Sarmaten und anschließend die Hunnen.

Die mehr als 200 überaus kostbaren Objekte sind Leihgaben der Eremitage St. Petersburg und den Historischen Museen von Kiew und Asow. Wir gewinnen einen faszinierenden Einblick in den Reichtum und die Kunstfertigkeiten dieser außergewöhnlichen Kultur.


Wir bestaunen die aus Gold gearbeiteten Tierplastiken und Reliefs. Vor allem das Pferd nimmt eine überragende Stellung ein. Der mythische Greif sowie Eber, Panther, Löwe, Fisch und Schlange sind kunstvoll und naturgetreu dargestellt.

Die Kunstwerke bestehen aus purem Gold und sind mit kostbaren Edelsteinen verziert. Formvollendete Schmuckstücke wie Colliers, Ohrringe, Armreifen, Flakons, Filigranarbeiten zur Verzierung der Gewänder, Pferdegeschirr, edle Waffen, wertvolle Gefäße und Ziergegenstände erfreuen unser Auge.

Diese wunderbare Ausstellung kann man mit einem Besuch der neuen Wellnesswelt, dem ASIA SPA, verbinden. Hier kann man sich entspannen und auf die verschiedenen Behandlungsangebote zurückgreifen.

Ein Besuch in Leoben ist unbedingt empfehlenswert!

Hannelore Halper

"Die Virtuelle"


Die Sammlung Batliner

Ausstellung in der Albertina
ab 29. Mai 2009
Öffnungszeiten
geöffnet: täglich 9 - 19 Uhr
Mittwoch 9 - 21 Uhr

Als Meilenstein und Sternstunde in der fast 250-jährigen Geschichte der Albertina, bezeichnete Dir. Klaus Albrecht Schröder voll Stolz die große Dauerausstellung.

Den Ruf nur mehr ein Haus für Grafik zu sein, hat die Albertina nun nicht mehr. Ab jetzt ist Wien um eine Attraktion reicher. Möglich wurde dies durch die umfangreichen Leihgaben des Anwaltes aus Liechtenstein Herbert Batliner. Allein aus seiner Sammlung stammen 90 Prozent der ausgestellten Werke. Der Rest setzt sich aus den Sammlungen Poil, Forberg und einer Paul-Klee-Sammlung von Carl Djerassi (Erfinder der Antibabypille) zusammen.

Hier kann man auf zwei Stockwerken in purer Kunst schwelgen. Werke von Renoir, Cézanne, Monet, Degas, Toulouse-Lautrec, Braque, Chagall, Matisse, Miró, Klee, Munch, Malewitsch und viele andere sind zu bewundern.

Die Klassische Moderne ist zum ersten Mal deutlich vertreten. Hier reicht der Bogen von Bacon, Appel, Katz, Lüpertz über die österreichischen Künstler, Kokoschka, Weiler, Rainer und Lassnig.

Es wäre mühsam alle prominenten Künstler zu erwähnen und die Kunstwerke zu beschreiben. Die Sammlung ist so traumhaft schön und reichhaltig, dass man so oft wie möglich in die Albertina kommen muss. Hier befindet sich das Eldorado für Kunstliebhaber.

Ein Magnet auch für den Tourismus.

Hannelore Halper

"Die Virtuelle"


Ferdinand Georg Waldmüller
(1793 - 1865)
Unteres Belvedere

Ausstellung vom 9. Juni bis 11. Oktober 2009
Öffnungszeiten
täglich: 10.00 - 18.00 Uhr
Mittwoch 10.00 - 21.00 Uhr


Eine in dieser Dimension noch nie da gewesene Waldmüller-Ausstellung kann jetzt im Unteren Belvedere genossen werden.

Waldmüller ist der bedeutendste österreichische Maler, der im 19. Jahrhundert gelebt hat. Er hat das Gesehene wirklichkeitstreu festgehalten und war als Vertreter des Realismus auch im Ausland hoch angesehen.

Die von ihm gemalten Stillleben wirken so lebendig, dass man am liebsten eine Rose aus der Vase nehmen oder die Fliege, die sich am Brot niedergelassen hat, wegjagen möchte. Seine Landschaftsbilder vermitteln uns das Gefühl, als stünden wir mitten auf der Praterwiese mit den alten Bäumen, in deren Höhlen die Vögel nisten. Frühlingshauch liegt in der Luft, die ersten warmen Sonnenstrahlen streifen unsere Wangen. Man verliert sich beim Betrachten in den Gemälden des großen Künstlers.

Wir blicken über Mödling, sind vom Anblick der Alpen ergriffen und hören die Bächlein fließen. Einige Landschaften beeindrucken: die Antike lebt, schöne Brunnen und Kirchen sind zu bewundern. Die sizilianischen Landschaften verströmen den Hauch des Südens.

Die Porträts von den feinen Herrschaften unterscheiden sich gravierend von den Bildern auf denen das Volks zu sehen ist. Waldmüller malte nicht nur liebliche Gemälde, er war auch sehr sozialkritisch. Bei den Gemälden "Die Klostersuppe", "Die Versteigerung" oder "Die Delogierung" könnte man bei der Betrachtung aller Details vor Rührung in Tränen ausbrechen. Der Anblick der bloßfüßigen Kinder in ihren zerschlissenen Gewändern, den Brei oder die Klostersuppe löffelnd, wirkt ergreifend auf uns.

Vor manchem Gemälde könne man stundenlang verharren in Bewunderung der Licht- und Schattenspiele. Alles ist Natur pur und keine noch so brillante Fotografie kann mit dieser Darstellungskunst mithalten.

Eine opulente Ausstellung, die sich aus der großen Sammlung des Belvederes, aus nationalen und internationalen Sammlungen zusammensetzt. Aber auch private und längst verschollen geglaubte Gemälde gelangen zur Ansicht.

Eine großartige Schau, die kein Kunstliebhaber versäumen darf.

Hannelore Halper

"Die Virtuelle"


Großer Auftritt - Mode der Ringstraßenzeit

Wien Museum
Karlsplatz, 1040 Wien
Ausstellung vom 11. Juni bis 1. November 2009
Öffnungszeiten:
Di - So und Feiertag 9.00 bis 18.00 Uhr


Dem Wien Museum unter Direktor Kos gelingt es immer wieder, uns mit besonderen Gustostücken zu überraschen. Das Museum hat über 22.000 Kleidungsstücke im Fundus und besitzt damit die größte Textiliensammlung Europas.

Ein Teil davon versetzt uns jetzt in die Ringstraßenzeit. Damals war es üblich, sich mehrmals am Tag umzuziehen. Zu jeder Tageszeit und zu jedem Anlass war es wichtig, die richtige Kleidung auszuwählen, um in der Gesellschaft bestehen zu können. Die Damen durften nie ohne Handschuhe ausgehen. Auch die Hüte waren ein Muss der Gesellschaft. Dadurch war man als Persönlichkeit "erhöht". Nur ganz arme Leute trugen keinen Hut.
Die Hüte waren aufwendig geschmückt und viele mit Federn versehen. In der Ausstellung können wir die tollsten Kreationen bewundern. Die damals gängige Kleidergröße für Damen war die Größe 44. Erst später als Sisi, die Kaiserin von Österreich, Vorbild wurde, setzte die große Diät ein.
Die Taille musste schlank sein und die Damen quälten sich in die Korsetts, die bestimmt nicht gesundheitsfördernd waren.

Eine Erfindung dieser Zeit war auch der Lippenstift in Papier gewickelt, hergestellt aus Rizinusöl, Hirschtalg und Bienenwachs. Feine Damen verwendeten diesen aber nur ganz dezent. Wie auch die Farben der Kleider nicht knallig sein durften. Diese waren nur gewissen "Damen" vorbehalten. Der Stoffverbrauch für ein Kleid war enorm und damit auch die Arbeit der Näherinnen, die sicher so manches Stück gern selbst getragen hätten.

Die Unterwäsche wurde Dessous genannt, war ebenfalls reich an Stoff und hatte ein Gewicht von ungefähr 2 kg. Die Hosen waren im Schritt noch offen - eine für damals sehr bequeme Art.

Die Herren der Schöpfung waren da schon besser dran. Sie trugen Anzug und Weste; im Wesentlichen eigentlich war die Herrenmode nicht anders als heute. Als einziges Schmuckstück diente die Uhr an der Kette.

Auch vielerlei Schuhmodelle stehen zur Ansicht. Elegante Straßenschuhe mit Knöpferln bis zu Hauspantoffel aus Seide und später dann Sportschuhe, Goiserer und Reitstiefel sind im Sortiment. Man kann sich nur wundern, wie schmal die Füße der Damen damals waren.

Wir bestaunen Fingerformer, Doppelkinnbinden, Haarfärbemittel und schließlich gab es sogar schon Zahnpaste in Tuben und Sonnencremen, die in den Urlaubsort nachgesendet wurden.

In der Ausstellung befindet sich auch eine Anzahl von Spazierstöcken, deren Griffe oft sehr erotische Motive zeigen.

Schon damals befanden sich die großen Kaufhäuser auf der Mariahilfer Straße, die Konfektionskleidung angeboten haben. Adelige und BürgerInnen, die es sich leisten konnten, hatten ihre eigenen Maßschneider.

Als Revolution galt die Hose für die Dame. Ausschlaggebend dafür war der Radfahrsport. Während kurz zuvor die Polizei Damen mit Hosen noch abstrafen musste, durften sie jetzt ganz im Schick um 1900 für Sportzwecke dieses Kleidungsstück tragen.

Am besten, man besucht diese wunderbare und interessante Ausstellung um sich selbst ein Bild über die damalige Zeit machen zu können.

Hannelore Halper

"Die Virtuelle"


Here we are! The Andrew Sisters

Volkstheater in den Bezirken
Volkstheater> von Andy Hallwaxx
Uraufführung Premiere: 29. April 2009
The Andrew Sisters


Vic Schön, der Inhaber eines exquisiten Frisiersalons, hat in den schweren Zeiten der Krise in Amerika (in den Dreißigerjahren des vorigen Jahrhunderts) die Idee, die Andrew Sisters zu einem Konzert für seine verwöhnten Kundinnen einzuladen, um das Geschäft anzukurbeln.
Plötzlich erfährt er, dass die Sängerinnen abgesagt haben. In seiner Verzweiflung lässt er seine drei Stammkundinnen Mrs. Ruggiero, Mrs. Levy und Mrs. Weschler, als Andrew Sisters agieren.

Susa Meyer in der Rolle als Patty, die Blondine, führt gesanglich das Trio durch die Evergreens.

Beatrice Frey als La Verne, die Rothaarige, sorgt für Humor und Barbara Spitz, die Dunkelhaarige, glänzt durch ihre Extravaganz.

Es ist einfach unglaublich, was diese drei Damen zu leisten im Stande sind. Sie haben durchwegs wunderbare Gesangsstimmen, die harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Sie treffen den richtigen Sound - eine Auferstehung der echten Andrew Sisters! Die Choreografie ist fantastisch und ein Evergreen folgt dem anderen. Wir schwelgen in den bekannten Melodien wie "In the Mood", "Chattanooga Choo Choo", "Boogie Woogie Bugle Boy", "Bei mir bist du schön" und viele anderen.

Wir werden durch den gesamten Lebenslauf der Andrew Sisters geführt. Ab den Ereignissen von Pearl Harbour sangen die drei Schwestern in Uniform für die Soldaten. Kurze Zeit war es zwischen ihnen zu Streitigkeiten gekommen und jede versuchte, für sich allein Karriere zu machen bis sie schließlich wieder zueinander fanden.

Andy Hallwaxx spielt den Friseur und fungiert sogar einmal als Ersatz für La Verne. Er begeistert sein Publikum immer wieder durch seine wunderbare Regie und seine unübertroffene Wandlungsfähigkeit.

Ein geradezu historisches Erlebnis, das humorvoll und künstlerisch großartig aufbereitet ist.

Eine flotte Revue, die das Publikum begeisterte.

Hannelore Halper

"Die Virtuelle"


Außer Kontrolle

Farce von Ray Cooney

Volkstheater Wien
Premiere am 10. Juni 2009


Mit dem Stück "Außer Kontrolle" unter der Regie von Vicki Schubert ist dem Volkstheater ein großer Wurf gelungen.

Erich Schleyer brilliert in der Rolle als Richard Willey, der einen Minister der konservativen Regierungspartei spielt und mit der Sekretärin der Oppositionspartei die Nacht in einem Nobelhotel verbringen will.

Er spielt seiner Frau die Teilnahme an einer Nachtsitzung vor und Jane Worthington als Sekretärin, temperamentvoll gespielt von Heike Kretschmer, erzählte ihrem Mann, dass sie zu einer kranken Tante fahren muss. Doch ehe die beiden ihr Spiel beginnen können, kommt ihnen eine Leiche dazwischen. Der scheinbar tote Körper steckt eingeklemmt im herabgefallenen Fenster. Matthias Mamedof gibt eine herrliche lebendige Leiche ab.
Die Leiche wird als erstes in den Kasten gehängt und dann wird George Pigden, der Sekretär von Willey ins Hotel gebeten, um zu helfen. Till Firit spielt das schüchterne Muttersöhnchen, das zu guter letzt als Womanizer agiert, so fantastisch, dass man Tränen lachen konnte.

In dem Stück wird auf Biegen und Brechen gelogen. Als dann noch die Ehefrau des Ministers, Pamela, auftaucht wird die Handlung noch verworrener. Susa Meyer ist herrlich als Verführerin in der Kleidung der "strengen Kammer". Auch Ronnie Worthington, der Ehemann der Sekretärin, kommt wutentbrannt ins Hotel und schlägt die Möbel einer Suite kurz und klein. Als stämmiger furchterregender und dann wieder weinerlicher Ehemann, köstlich dargestellt von Christoph F. Krutzler, läuft er seiner Frau immer wieder vergeblich durch das Hotel nach.

Als Höhepunkt erscheint noch Gladys, die Krankenschwester von Pigden's Mutter im Hotel. Claudia Sabitzer, als strenges Männer abweisendes Wesen, erstrahlt plötzlich als Vamp als ihr Pidgin, seine Liebe - vorerst - vorspielt. Eine Charakterdarstellerin ersten Ranges.

Dazwischen immer das "Zimmerservice". Andy Hallwaxx, einer der facettenreichsten Schauspieler des Volkstheaters, als Kellner, der für viel Trinkgeld fast alles macht.

Alexander Jagsch als strenger Hotelmanager, wird dauernd an der Nase herumgeführt.
Die Leiche macht sich selbständig. Sie lebt und stirbt wieder und kann sich dann nur erst ganz langsam daran erinnern, dass sie eigentlich der Detektiv ist.
Eine Point folgt der anderen. Das Stück passt genau auf den derzeitigen Skandal in der britischen Regierung.

Virtuos und mit vielen Turbulenzen wird die Dynamik und Akrobatik der professionellen Lügner vorgeführt. Eine Lachsalve folgt der anderen. Es ist schön, sich wieder einmal im Theater entspannen zu können und man die Alltagssorgen draußen lassen kann.

Viel Applaus und Bravorufe. Große Begeisterung beim Publikum.

Hannelore Halper

"Die Virtuelle"


Die Nominierten für den Karl Skraup-Preis 2008/09

Beste Regieleistung in der Spielzeit 2008/09
Felix Prader - Die Reifeprüfung
Michael Schottenberg - Sonny Boys, Die Fledermaus
Thomas Schulte-Michels - Drei Schwestern

Beste schauspielerische Leistung in der Spielzeit 2008/09
Claudia Sabitzer für: Die Grüne/Herr von Eberkopf/Junges Mädchen (Peer Gynt); Linda (Tod eines Handlungsreisenden); Olga (Drei Schwestern).
Raphael von Bargen für: Peer Gynt (Peer Gynt); Happy (Tod eines Handlungsreisenden); Andrej (Drei Schwestern); Oliver Kilbourn (Im Zeichen der Kunst-The Pitmen Painters). Heinz Marecek für seine Rolle als Willy Loman (Tod eines Handlungsreisenden).

Beste schauspielerische Nachwuchsleistung in der Spielzeit 2008/09

Luisa Katharina Davids für: Ingrid/Sennerin/Jungtroll (Peer Gynt); Ida Herzl, Adeles Schwester (Die Fledermaus); Irina (Drei Schwestern).
Katharina Vötter für: Nuria (Ein spanisches Stück); Miss Forsythe/Frau im Film (Tod eines Handlungsreisenden); Helen Sutherland (Im Zeichen der Kunst-The Pitmen Painters).
Claudius von Stolzmann für seine Rolle als Benjamin (Die Reifeprüfung).

Die Fachjury 2008/09:

APA (Wolfgang Huber-Lang), Die Presse (Norbert Mayer), Der Standard (Ronald Pohl), Krone (Thomas Gabler), Kleine Zeitung (Reinhold Reiterer), Kurier (Michaela Mottinger) News (Susanne Zobl), Vorarlberger Nachrichten (Dr. Renate Wagner-Wesemann), Die Virtuelle (Hannelore Halper), Dr. Eva Maria-Klinger (Bühne), ORF Ö1

Karl-Skraup-Preis 2008/09

Der von der BAWAG P.S.K. gestiftete Preis über 9.000 Euro an Künstler des Wiener Volkstheaters wird am 14. Juni um 22 Uhr erstmals öffentlich im Anschluss an die Vorstellung Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters verliehen. Barbara Rett moderiert die Festveranstaltung, für die musikalische Begleitung sorgen die "Andrews Sisters" Susa Meyer, Barbara Spitz und Beatrice Frey. Die geehrten KünstlerInnen erwartet erstmals auch eine Karl-Skraup-Preis-Trophäe, die von Bühnenbildner Hans Kudlich entworfen wurde und von den Laudatoren Katharina Straßer, Günter Franzmeier und Georg Schmidleitner übergeben wird.

BAWAG P.S.K. Vorstandsdirektorin Mag.a. DDr. Regina Prehofer hat die Geldpreise für "Beste schauspielerische Leistung", "Beste Regie" und "Bester Nachwuchs" heuer mit je 3.000 Euro zugunsten des Nachwuchspreises angeglichen. Die Nachwuchsförderung ist eines der Schwerpunkte des neuen Kultursponsoringkonzeptes der Bank.

Einen neuen Preisträger bzw. Preisträgerin wählt das Volkstheater-Publikum - heuer erstmals - selbst: seinen Publikumsliebling!
Seit Monaten werden im Volkstheater Stimmkarten gesammelt. Durch notarielle Auswertung wurde jetzt der Preisträger bzw. die Preisträgerin ermittelt.

Am Tag der Preisverleihung:
14. Juni 2009


Michael Schottenberg, Raphael von Bargen und Claudius von Stolzmann sind die glücklichen Karl-Skraup-Preisgewinner der Saison 2008/09.
Der noch an der Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin studierende Claudius von Stolzmann wurde in der Kategorie "Bester schauspielerischer Nachwuchs" für seine Debutrolle am Volkstheater als "Benjamin" in Die Reifeprüfung ausgezeichnet. Der Preis für "Beste schauspielerische Leistung" ging an Raphael von Bargen für die Titelrolle in Peer Gynt, für die Rolle des "Happy" in Tod eines Handlungsreisenden, seinen "Andrej" in Drei Schwestern und für die Rolle des malenden Bergarbeiters "Oliver Kilbourn" in Im Zeichen der Kunst - The Pitmen Painters. Hausherr Michael Schottenberg wurde für seine Inszenierungen Sonny Boys und Die Fledermaus in der Kategorie "Beste Regie" ausgezeichnet.

Zum eindeutigen Publikumsliebling der Saison wurde Shootingstar Katharina Straßer gewählt!
Nach Ihrer Laudatio auf die Nominierten der Kategorie "Bester schauspielerischer Nachwuchs" erhielt die bereits 2006/07 mit dem Karl-Skraup-Preis prämierte Darstellerin eine Trophäe.

Barbara Rett moderierte die erstmals öffentlich im Anschluss an die Vorstellung IM ZEICHEN DER KUNST - THE PITMEN PAINTERS (die seit der Premiere immer mehr an Schwung gewonnen hat,) stattfindende Festveranstaltung.
Die neuen Karl-Skraup-Preisträger erhielten den mit jeweils 3.000 Euro dotierten Geldpreis aus den Händen von BAWAG P.S.K. Vorstandsdirektorin Dr. Regina Prehofer.

Alle Preisträger durften sich auch über eine von Bühnenbildner Hans Kudlich neu entworfene Karl-Skraup-Preis-Trophäe freuen.
Für die musikalische Begleitung sorgten die "Andrews Sisters" Susa Meyer, Barbara Spitz und Beatrice Frey aus der fantastischen Aufführung des Volkstheaters in den Bezirken unter der tollen Regie von Andy Hallwaxx.

Eine Veröffentlichung des Volkstheaters mit kurzen Anmerkungen von

Hannelore Halper

(Die Virtuelle)

Die beiden Nachtwandler

von Johann Nepomuk Nestroy

Theater in Heiligenstadt

Juni 2009

Regie: Helena Twaroch

Inszenierung und Gesamtleitung: Katharina Twaroch-Nowak

Das bewährte Ensemble des "Theater in Heiligenstadt"

Ein selten aufgeführtes Stück von Nestroy wurde in "Heiligenstädter Version" auf die Bühne gebracht.

Der Seiler Faden geht als Nachtwandler durch die Häuser. Eine Gruppe von Räubern will den englischen Lord Howard bestehlen. Sie halten jedoch den schlafwandlerischen Faden für ein Gespenst und flüchten vor lauter Angst.

Lord Howard beschließt, sich bei seinem Lebensretter zu bedanken. Er will ihn glücklich machen. Mit Lord Wathfield macht er den Seiler ausfindig. Er hat vor, ihm alles zu geben, was zu seinem Glück notwendig ist - außer Faden verlangt etwas Überflüssiges.

Der bescheidene Faden wird aber mit dem Auftreten von Herrn von Brauchengeld und seiner Töchter mit seinen Forderungen immer unverschämter. Er verliebt sich in die schöne Tochter Emilie und muss an deren Vater viel Geld zahlen. Lord Howard gewährt ihm die Summe. Er gibt ihm Geld für die Bekleidung und sogar seinen kostbaren Ring, der als Verlobungsring dienen soll.

Als Emilie vom Fenster des bescheidenen Hauses das Schloss sieht, verlangt sie von ihrem Zukünftigen, dieses Schloss zu kaufen, da sie sonst nicht an seine Liebe zu ihr glaubt. Faden bekommt vom Lord schweren Herzens auch noch das Schloss. Doch bei der Verlobungsfeier will Faden Wathfield's altertümlichen Zopf abschneiden. Das wurde diesem dann doch zu viel und fand es "überflüssig" und mit einem Schlag wurde die ganze Sache rückgängig gemacht.

Zum Schluss verlässt Emilie den Seiler und dieser geht zu seiner Hannerl zurück. Sein Mitarbeiter Strick, der bei allen Abenteuern anwesend war, nimmt seine Babette - und die Lords versprechen Faden eine finanzielle Unterstützung zu gewähren.

Die Laiendarsteller agierten wieder einmal wie Profis. Die Couplets waren großartig. Bühnenbild und Kostüme wunderbar. Das Publikum hat sich gut unterhalten und spendete eifrig Applaus.

Wir freuen uns auf die nächste Vorstellung und schauen daher öfter unter www.theaterinheiligenstadt.at nach.

Hannelore Halper

"Die Virtuelle"