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Kräftiges Immunsystem für Kinder - aus Sicht der TCM


  Kräftiges Immunsystem für Kinder - aus Sicht der TCM

Meine beiden ältesten Kinder machten alles durch: Schnupfen jedes Monat, dazwischen immer wieder mal Erbrechen, hie und da Fieber. So ging das bis zur Volksschule. Dann war es schlagartig aus, denn damals haben wir mit der TCM begonnen.
Zu dieser Zeit bekamen beide neurodermitische Ausschläge (in der TCM als "feuchte Hitze"-Symptom gesehen), mein Sohn in der Armbeuge, meine Tochter in der Kniebeuge. Ich stellte damals strikt auf warmes Reis-Frühstück um. Damit wurde das Verdauungssystem gestärkt, sodass übermäßige Feuchtigkeit ausgeschieden werden konnte und gegen die Hitze (es war Sommer) gab ich Ihnen eine kühlende Teemischung für drei Wochen, täglich drei Tassen. Der Ausschlag besserte sich dadurch täglich, mein Sohn (damals 6 Jahre) war so überzeugt, dass er das warme Frühstück beibehielt und sogar lange Zeit in die Schule mitnahm. Auch bei meiner Tochter verschwand der Ausschlag und kommt jetzt, da sie 12 ist und selbstbestimmt ihre Nahrung auswählt, nur noch, wenn sie zu lange kein warmes Frühstück mehr isst.

Seit 6 Jahren hat meine Tochter keinen einzigen Tag in der Schule aus Krankheitsgründen gefehlt. Ihr Immunsystem ist stark. Die Gründe dafür sind, dass ich sie einerseits immer ausfiebern habe lassen und nur im äußersten Fall homöopathisch mitgeholfen habe, und andererseits die regelmäßige und warme Ernährung nach den Richtlinien der TCM. Dabei spielt es keine Rolle, wenn die Kids in Kindergarten oder Schule herkömmliches Essen bekommen. Es scheint - wenn man früh genug beginnt - zu genügen, wenn das Frühstück ausgewogen und warm ist und wir es in Ruhe und der Familiengemeinschaft einnehmen. Auch wenn es bedeutet, dass wir früher ins Bett gehen, um früher aufstehen zu können. Ein gemeinsames, geruhsames Frühstück mit den Kindern stärkt sie ganz enorm!

 

  Stillen und was dann?

Meine drittgeborene Tochter ist ein "echtes" TCM-Kind. Ich ernährte mich vor und während der Schwangerschaft nach den Richtlinien der TCM und gönnte mir außerdem eine energetische Akupunktur (ältestes Akupunktursystem) einmal pro Woche, da ich weiß, dass sich der Körper, so man es bewusst darauf anlegt, während der Schwangerschaft doppelt so rasch von energetischem Ungleichgewicht befreien kann.

Ich stillte sie 22 Monate und fütterte nach 10 Monaten mit selbstgekochtem Reisschleim zu, als sie ihren ersten Zahn bekam. (Den Reisschleim kann man gleich in größeren Mengen machen und in Einsiedegläschen wochenlang lagern.) Sie bekam keinerlei rohe Nahrung während ihres ersten Lebensjahres. Reis ist nach wie vor ihr Lieblingsgericht, das warme Frühstück - Reis, Gemüse, Leber etc. isst sie mit Begeisterung. Nun ist sie knapp drei Jahre und hatte bisher nur einmal einige Stunden Fieber (Sommer), das dann mit einer Gabe von Schüsslersalzen von einem Moment auf den anderen verschwand.

 

  Rinnende Kindernase

In der Zeit, wo sie begann mit uns mitzuessen, bekam sie eine rinnende Nase, die sich wochenlang hielt. Sonst war nichts zu bemerken, nur die Nase sonderte immer wieder Schleim ab. Homöopathisch war das auch nicht in den Griff zu bekommen, auch ein Sud aus der 3-Bohnenmischung half nicht. Als ich meine TCM-Ärztin darauf ansprach, sagte sie, dass es ganz wichtig wäre, dass das Kind sein eigenes Besteck hätte und nicht mit dem Besteck der Eltern gefüttert würde, weil der kindliche Organismus es noch nicht schafft, mit den fremden Keimen zurecht zu kommen. Eigenes Besteck hatte sie schon, aber sie aß immer bei ihrem Papa (und mit seiner Gabel) mit, wenn dieser von der Arbeit kam. Wir stellten sicher, dass sie keinerlei von anderen bereits benutztes Besteck mehr abschleckte und siehe da, die "Rinnnase" verabschiedete sich innerhalb von zwei Tagen.

 

  Einige Tipps führ Ihr Kind

n den ersten 6 Jahren gilt das Verdauungssystem noch als unreif - je jünger das Kind, desto unreifer. Das erste Zufüttern kann mit lange gekochtem Reisschleim erfolgen. Ich empfehle - besonders, wenn in der Familie Haut- oder Atemwegserkrankungen bekannt sind - die ersten sechs Wochen nur diesen Reisschleim zu geben. Dann jeweils eine Woche bis 10 Tage lang, einen Löffel frisch gekochtes Gemüse püriert zum Reis dazu. Erst wenn man sicher gehen kann, dass das Gemüse vertragen wird, das nächste Gemüse ausprobieren. (Keine Angst, es wird dem Kind nicht fad, immer das "Gleiche" schmecken zu müssen - jede Karotte schmeckt sowieso unterschiedlich...) Auf diese Art und Weise erreichen wir einen ansehnlichen Speiseplan, bei dem wir ganz sicher sein können, dass er vertragen wird, wenn wir dann ganz mit dem Stillen aufhören.

Mahlzeiten sollten möglichst in gemütlicher, gerne auch spaßiger Atmosphäre eingenommen werden. Den Tisch mit einem schönen Tischtuch oder einer Kerze schmücken, aus den gemeinsamen Mahlzeiten ein Ritual machen, das stärkt unser aller Verdauungs- und damit Immunsystem.

Finden Sie heraus, was ihrem Kind in der Früh am besten schmeckt, ein "süßes" oder ein "pikantes" Frühstück? Besonders dann, wenn ihr Kind das warme Frühstück noch nicht gewohnt ist, kann es sein, dass es einige Anläufe braucht, bis Sie das Frühstück gefunden haben, dass ihrem Kind schmeckt. Dabei ist besonders hilfreich, wenn die ganze Familie mitmacht. ;-)

 
  Rezept des Monats:
(aus dem Buch: "Das starke Kind" v. Claudia Nichterl, siehe Buchtipps)

Bananen-Sesam-Porridge
100g Haferflocken
500ml Milch
2 TL Tahin (Sesammus, besonders reich an Kalzium)
2 TL Ahornsirup oder Honig (oder dieses ganz weglassen, je nach Reifegrad der Banane, bzw. nach Süßbedürfnis - manche
Menschen mögen es nicht zu süß in der Früh)
1 Banane
1 Prise Zimt

Milch in einem kleinen Topf aufkochen. Hoferflocken mit dem Schneebesen einrühren und bei mittlerer Hitze unter Rühren weiter köcheln, bis das Porridge eine dickflüssige Konsistenz hat. Mit Sesammus und Ahornsirup abschmecken.

Porridge in zwei Schüsseln anrichten, Die Banane in dünne Scheiben schneiden und auf dem Porridge verteilen. Mit etwas Zimt bestreut servieren.

 
Kontakt:

TCM-Ernährungsberatung

Eva Laspas
Polgarstr. 13E/RH7
1220 Wien
Tel: 280 76 27
Fax.: 285 84 02
eva@laspas.at
www.laspas.at

 

Buchtipp:

"Das starke Kind"
Die besten Rezept für ein starkes Immunsystem
von Dr. Claudia Nichterl
avBuch
ISBN 978-370402334-6
19,90 €
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