| |
|
|
|
| |
Buchbesprechung des gleichnamigen Buches von Bertold Ulsamer
Lange wurde der Einfluss der Familie auf den beruflichen Erfolg weitgehend vernachlässigt. Heute wissen wir: Der familiäre Hintergrund hat gravierende Auswirkungen auf Leistung, Führungsqualitäten und innere Ruhe und Zufriedenheit. Anhand von eindrucksvollen Fallbeispielen zeigt uns der Autor Bertold Ulsamer, wie der "Apfel-Faktor" uns helfen kann, dieses Zusammenhänge besser zu verstehen:
Warum stellen sich manche Menschen beruflich immer wieder selbst ein Bein und boykottieren ihren eigenen Erfolg?
Warum brennen insbesondere Menschen in helfenden Berufen so häufig aus?
Welche Bedürfnisse kann der Beruf erfüllen? Anerkennung, Macht und Geld?
Wie lassen sich Schwierigkeiten mit Autoritäten verstehen und beenden?
Bertold Ulsamer lädt Sie ein, in die Richtung der eigenen Familie zu schauen und sich mit bedeutsamen Ereignissen aus der Familiengeschichte auseinander zu setzen: Der Blick zurück macht frei für die Zukunft!
| |
| |
Natürlich können hier an dieser Stelle nicht alle Kapitel des Buches angeführt werden, darum habe ich mir die Wichtigsten herausgegriffen:
- Im Karrierestau oder über die Loyalität der Kinder zu den Eltern
- Die unsichere Unternehmerin oder warum Frauen es schwerer haben
- Der unfähige Chef oder wie Vaterthemen dazwischenfunken
- Der unzufriedene Verkäufer oder der Hunger nach Anerkennung
- Die von Krisen gebeutelte Geschäftsfrau oder wenn der Großvater wichtig ist
Lösungen: Kraft statt Lähmung durch die Eltern, Was es braucht, um Autoritäten auf Augenhöhe zu begegnen, Wer mit den Eltern in Frieden kommt, stärkt die eigenen Kraft,
Die übergroße Verantwortung an der Wurzel loslassen, Dem Beruf geben, was ihm zusteht - nicht mehr und nicht weniger, Dazugehören und doch eigenständig sein,...
| |
| |
Der Autor dazu: ""Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm." Das klingt altbacken und überholt. Das durfte einem die Oma am Ofen früher erzählen, als die Zeiten noch anders waren. Heute ist doch jeder frei und hat alle Möglichkeiten!
Dieser Glaube ist falsch. Es gibt den "Apfel-Faktor", der nach wie vor wesentliche Entwicklungen des Einzelnen bestimmt. Äpfel können von Tieren und Menschen weit vom Ursprungsbaum weggetragen werden. Manchmal fallen die Äpfel in einen Fluss und werden erst viele Kilometer später wieder an Land geschwemmt. Keiner mag von ihrem Ursprung
wissen. Und doch bleiben sie dem Baum, auf dem sie gewachsen sind, verbunden. Sie sind und bleiben ihm ähnlich.
Auch Menschen entfernen sich oft räumlich oder innerlich von der Familie, aus der sie kommen und der sie entstammen. Sie mögen ihren Stammbaum nicht kennen, vergessen haben oder ihn verdrängen. Aber sie bleiben viel mehr von ihm geprägt, als ihnen bewusst ist. Was ich den Apfel-Faktor nenne, ist aber noch mehr als eine bloße genetische Prägung.
Es gibt eine tiefe unbewusste Loyalität von Kindern zu ihrer Familie. Diese Loyalität nimmt Einfluss auf alle wichtigen Entscheidungen im Leben, ja bestimmt sogar viel von der Art der
eigenen Lebensführung.
Dieses Buch hat zum Thema den beruflichen Erfolg und in welch unterschiedlicher Weise ihn die Herkunftsfamilie beeinflusst. Dabei geht es nicht nur um eine Bestandsaufnahme. So manche grundlegende Haltung lässt sich noch beeinflussen und ändern. Wer erkennt, was ihn bisher festgehalten und bestimmt hat, löst sich durch die Erkenntnis schon ein
Stück davon. Einstellungen sind durch bestimmte Erfahrungen geformt. Durch neue Erfahrungen können sie sich ändern. Neue heilsame Haltungen und Einstellungen werden
ausführlich beschrieben.
Immer wieder greife ich in den folgenden Kapiteln auf Erkenntnisse zurück, die ich in meiner Arbeit mit der Methode der "Familienaufstellungen" gewonnen habe. Ich habe damit
in Europa, aber auch in den anderen vier Kontinenten gearbeitet und überall ähnliche Verbindungen gefunden. Der Apfel-Faktor gilt genauso in Afrika wie in den USA oder in China. Aufstellungen machen grundlegende und oft unbewusste Verbindungen plastisch. Eine ausführlichere Beschreibung und mehr über die praktische Anwendung findet sich im letzten Kapitel..."
| |
|
| |
|
|
|