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Expertenseite von Gerhard F. Liebhart
Wovon hängt es ab, ob es uns gut geht oder schlecht?
Hängt es von äußeren Umständen ab, dass wir lachen können, erfolgreich und glücklich sind, oder sind es am Ende gar wir selbst, die das verursachen?
Gehen wir doch einmal ein Stückchen zurück in unserer Lebensgeschichte. Warum sind wir so, wie wir sind? Erstens weil wir genetisch vorprogrammiert sind und zweitens, weil wir von unserer Umgebung (Familie und Umfeld) geprägt werden.
Der am stärksten prägende Einfluss auf uns ist unsere Erziehung und wie wir von den uns wichtigsten Menschen vorgelebt bekamen, das Leben zu "meistern".
Warum setze ich das Wort "meistern" unter Anführungszeichen? Ganz einfach, weil wir leider nicht automatisch das Beste an Lebensstrategien vorgelebt bekommen von unseren Eltern, Großeltern, Verwandten, Lehrern, etc.
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Und wenn wir uns auf Rückschau begeben, dann finden wir bei den meisten von uns tatsächlich und relativ häufig eine Ähnlichkeit in unserem Lebensskript zu dem unserer Eltern. Und warum machen wir es nicht besser?
Na, weil die meisten von uns sehen, dass es nicht ideal war, was wir vorgelebt bekamen und das wollen wir nicht. Also programmieren wir unser Gehirn mit dem Ziel "SO MÖCHTE ICH NICHT SEIN!"
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Und hier beginnt der unterschätzte Denkansatz. Vielleicht haben Sie schon einmal gehört, dass unser Gehirn (unser Unbewusstes) mit dem Wort "nicht" nichts anfangen kann. Ein Beispiel: "Denken Sie jetzt bitte NICHT an Ihre Mutter!"
Ist es Ihnen gelungen? Vermutlich nicht, denn unsere Mutter ist natürlich sehr stark gespeichert in unserem Bewusstsein, emotional und bildlich und in dem Moment wo sie dieses emotional besetzte Bild Ihrer Mutter "abrufen" ist es schon da - auch wenn Sie es nicht wollen und das Wort "nicht" dazuhängen.
Und genau so funktioniert das mit allen anderen Dingen im Leben, die wir "nicht" wollen. In dem Moment, wo wir sie ansprechen oder auch nur denken, sind sie da, ungeachtet dessen, ob wir sie wollen oder nicht!
Übrigens: Unser Unbewusstes kann sich gar nicht vorstellen, dass wir etwas denken, was wir gar nicht wollen und setzt somit alles "in die Tat" um, was wir denken.
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Dann kommt noch ein wichtiger Aspekt dazu (nicht der einzige), nämlich dass an uns schon von Kleinkindesbeinen an "herumgedoktert" wurde. Die so genannten Erwachsenen meinten es gut mit uns und sagten uns oft nachhaltig, wie wir am besten sein sollten, damit wir später erfolgreich sein würden.
Übertragen auf unser Leben bedeutete das, dass wir unzählige Gebote und Verbote auferlegt bekamen und wenn wir uns an diese nicht hielten, wurden wir nicht selten mit Liebesentzug bestraft. Eine ganz besonders wirksame Art der emotionalen Erpressung.
Aber die "Rechnung" ging auf, denn wir waren "brav" und genau das erwartete man von uns. Wir folgten "Idealen", Konventionen, Normen und ernteten schon bald nur mehr "leistungsbezogene" Anerkennung, also wenn wir "brav" waren.
Ein fataler Kreislauf begann, denn ab sofort waren wir gezwungen unsere Abwehr-mechanismen zu aktivieren und in "Anpassung" zu leben. (Identifikation, Imitation, Regression, Verdrängung, Sublimierung, symbolisches Ausagieren, etc.) Gefühle, Gedanken, Triebe und damit auch unsere innere Stimme wurden (und werden auch später) unterdrückt, also unsere "erste Natur". An ihre Stelle tritt die Zweite, die künstliche, also unsere "angepasste Natur", die jedoch Lebendigkeit, Wachstum und Entwicklung immer weniger, bzw. gar nicht mehr zulässt.
Für dieses "NICHT-Leben" wollen wir "Kompensation". Luxusgüter, Markenartikel, Kunstgegenstände, exklusive Klubs, etc. Aber nicht jeder hat diese Möglichkeit dazu und somit bleibt nur mehr die Flucht, z.B. ins Helfersyndrom, Arbeitssucht (Workaholic), Vereinsmeierei, Spielsucht, Alkohol, Drogen und manchmal sogar in eine Schwangerschaft, wie Frauen immer wieder berichten.
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Dort, wo selbst Kompensation nicht möglich ist, geraten wir durch unsere Werthaltungen und Muster immer wieder in die gleichen Abhängigkeiten (v.a. auch am Arbeitsplatz). In immer kürzeren Abständen wiederholen sich unsere unangenehmen Erlebnisse, selbst nach jedem Arbeitsplatzwechsel kommt es nach kurzer Zeit wieder zu den gleichen unangenehmen Erfahrungen.
Auch wenn wir das zwangsläufig früher oder später nicht mehr wollen, so finden wir selbst meist keinen Ausweg aus diesem Dilemma. Prägungen, Werthaltungen, etc. zwingen uns immer wieder nach den alten Mustern zu handeln, unterstützt wird die Verhinderung unseres Ansinnens auch durch den so genannten "blinden Fleck", den jeder von uns hat. Dieser heißt so, weil wir selbst ihn nie sehen können, andere aber schon!
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Eine sehr vertraute Aussage, die ich schon oft gehört habe: "Ich habe in den letzten Jahren mehrmals den Arbeitsplatz gewechselt und jedes Mal gefällt es mir zu Beginn sehr, sehr gut, aber bereits nach ein paar Wochen oder Monaten fangen die gleichen Probleme wieder an, weswegen ich bei der vorherigen Firma gekündigt habe."
Oder: "Ich bin nun bereits in der dritten Beziehung, aber immer wieder ziehe ich den gleichen Typ Partner an, wo sich relativ rasch herausstellt, dass es auf Dauer niemals funktionieren kann, denn letztlich bleibt alles an mir hängen, etc., etc."
"Bitte sagen Sie mir, was läuft hier falsch?", höre ich meine Klienten dann fragen.
Um es kurz auf den Punkt zu bringen, alle Menschen in unserem Umfeld, ganz besonders jene mit denen wir viel Zeit verbringen (also auch am Arbeitsplatz), spiegeln uns. Das bedeutet, wir ziehen natürlich nicht nur gute Menschen an, sondern ganz sicher auch jene, die "etwas in ihrer Persönlichkeit haben", das wir auch haben, aber an uns ablehnen. Das bekämpfen wir dann im Anderen, anstatt es in uns selbst zu bearbeiten. Das Ergebnis ist nicht nur immer das Gleiche, sondern die Situation wird von Jahr zu Jahr schlimmer, denn dieses Unerledigte in uns wächst zwar langsam, aber es wächst.
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Dazu gesellen sich dann auch richtige körperliche Symptome, wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Mutlosigkeit, etc. bis hin zu echten körperlichen Symptomen, die jenen einer organischen Erkrankung ähneln (oder früher oder später sogar zu so einer werden).
Möglicher Lösungsansatz:
- Erstens den Ist-Zustand auf allen Ebenen ansehen (mit Unterstützung, denn der blinde Fleck verhindert, dass wir das Problem selbst sehen).
- Ein, zwei Varianten für die not-wendige Weichenstellung betreffend unserer aktuellen Lebenssituation herausarbeiten und die beste davon umsetzen.
- Begleitend entweder einen Energieaufbau mittels energetischer Sofortmassnahme, um rasch aus der tristen Situation herauszukommen.
- Identifizierung des akuten Konfliktthemas, welches wir in uns tragen (das immer versuchen wird, "auch zu leben" und uns damit das notwendige Maß an täglicher Lebensenergie raubt) und dieses Thema zu behandeln.
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Nun lade ich Sie ein zu entscheiden, ob Sie eine Wahl haben, oder nicht, ob Sie lachen wollen oder weinen, ob Sie Ihr Leben "aktiv" leben wollen, oder ob Sie weiterhin andere völlig über Ihr Leben bestimmen lassen wollen!
Sie erinnern sich vielleicht noch an die Deutschgrammatik, auch da hatten wir schon die beiden Begriffe "aktiv" und "passiv". Hinter "passiv" stand immer (Leideform), das kann doch nicht zufällig dahin gekommen sein. Oder?
Wann, wenn nicht jetzt?
Herzlichst,
Ihr Gerhard F. Liebhart
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