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Text und Bilder © Monika Novak 2008
I GING und DAO
  • Konfuzius und das Dao des Menschen
  • Lao Tse und das Dao des Himmels
  • Das I Ging in der westlichen Welt
  • Kosmologie und Bewegungsmuster
  • Die Begegnung mit dem Buch der Wandlungen
  • Der Weg des Dao
  • Aura-Soma, Dao und I Ging
  • Dao in Kunst und Design
  • Loving Art Studio und Wabi Sabi
  • Loving Art Studio - Kurse
  • Literaturempfehlungen
  • Kontakt
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    I GING und DAO

    Expertenseite Monika Novak

    Das I Ging ist der älteste klassisch-chinesische Text und wurde 800 v.Chr. in der Zhou Dynastie aufgezeichnet. Davor wurde das I Ging nach mündlicher Überlieferung weitergegeben, die Befragung des I Ging Orakels wird bereits in bedeutend älteren Texten erwähnt, die Aufzeichnungen reichen zurück in das 2.Jahrtausend v.Chr. Seine frühesten Wurzeln haben schamanischen Charakter und die Prinzipien der elementaren Ordnung gehen auf den legendären Herrscher Fu Xi, 2800 v.Chr. zurück. Wesentlichen Einfluss auf das I Ging hatten die Meister Konfuzius und Lao Tse.
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    Konfuzius und das Dao des Menschen

    Die Essenz der Lehren des Kong Fu Zi, 5.Jhdt.v.Chr., sind die Ahnenverehrung und Achtung vor anderen Menschen. Bei Konfuzius stehen Ethik und Wandel des Menschen innerhalb der universellen Ordnung im Vordergrund. Mittelpunkt der Betrachtung ist der edle Mensch mit dem Ziel des Gleichgewichts, der Gleichmut und Harmonie. Konfuzius spricht vom ,Dao des Menschen'. Der Konfuzianismus sieht das I Ging als konfuzianischen Klassiker. Die wichtigsten Kommentare wurden von Konfuzianern geschrieben.
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    Lao Tse und das Dao des Himmels

    dem legendären chinesischen Philosophen aus dem 3. Jhdt.v.Chr. wird das Tao Te King, der einflussreichste Text im Daoismus zugeschrieben. Die historischen Aufzeichnungen sind widersprüchlich und es gibt Zweifel ob Lao Tse wirklich gelebt hat. Der Legende nach traf er einen Gelehrten, dem er sein Wissen vermittelte.
    Aus diesen Lehren wurde das Tao Te King. Danach suchte Lao Tse Zurückgezogenheit und lebte 200 Jahre durch Vollkommenheit im Dao. Er wurde zur Gottheit, zur universellen Gestalt. Lao Tse verkörpert das Dao und ist Vermittler zwischen himmlischer und irdischer Welt. Die universelle Ordnung selbst ist bei Lao Tse Mittelpunkt der Betrachtung, das ,Dao des Himmels'. Das I Ging mit seinem Aufbau aus Yin und Yang Linien hat daoistischen Charakter.
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    Das I Ging in der westlichen Welt

    1923 übersetzte der Sinologe Richard Wilhelm das I Ging nach langen Studien und einem Aufenthalt in China neu. Diese Übersetzung ist bis heute die meist verbreitete I Ging Fassung. Mit ihr entdeckten westliche Denker, Philosophen und Künstler die Kosmologie des I Ging als Quelle der Weisheit und Verbindung humanistischer und universeller Ethik. Das Studium des Dao wurde zum Bindeglied naturwissenschaftlicher Erkenntnis mit einem neuen, metaphysischen Verständnis. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts haben unter anderem Hermann Hesse, C.G.Jung, Jean Gebser und Wolfgang Pauli mit dem I Ging experimentiert.

    "Das I-Ging ist der archimedische Punkt aus dem sich das 4-dimensionale Raum-Zeit-Kontinuum aus den Angeln hebt."
    Jean Gebser ,Ursprung und Gegenwart' 1949

    Bis heute empfinde ich die Übersetzung von Wilhelm als kostbar, transzendent und die vollkommenste von allen. In den späten 60er Jahren, nach seiner Verbreitung durch die Hippie Bewegung, wurde das I Ging für viele eine Quelle individueller Transformation. Seit den 80er Jahren ist das I Ging auch Gegenstand interdisziplinärer Betrachtungen. Technologie und Wesen des Computers spielen dabei eine große Rolle - die Komplexität des Binären, die vielfältigen Erscheinungen der Polarität und Suche nach der dahinter liegenden Einheit führt den Menschen und die Wissenschaft an die Grenzen des Metaphysischen. Sein universeller Aufbau unterstützt Erkenntnisse der Astro- und Quantenphysik, der Mathematik, Genforschung, Biochemie, Medizin und Transpersonalforschung.

    Dao ist in der chinesischen und japanischen Kultur als Schöpfungsprinzip die Grundlage für viele Bereiche der Kunst und Wissenschaft. Kampfkünste, Heilmethoden, kosmologische und spirituellen Lehren, die auf dem I Ging und dem Dao basieren, sind heute auch aus der westlichen Kultur nicht mehr wegzudenken.
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    Kosmologie und Bewegungsmuster

    Das I Ging ist der Ursprung chinesischer Kosmologie und Philosophie. Das universelle Prinzip von zwei polaren, gegensätzlichen Kräften als Ursache für den Wandel in allen Dingen. Die Urelemente bestimmen die Gesetzmäßigkeit des Weltgeschehens und in ihrer Bewegung, ihrer Durchdringung ,gebären' oder formen sie weitere Elemente.

    Tai Chi ist das Bild der Vereinigung von Yin und Yang, der ,grossen Gegensätze'. Das ordnende Prinzip des Universums. Tai Chi ist die harmonische Grundlage für Spiritualität, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaftsordnung. Lao Tse prägte neben dem Begriff Tai Chi der konfuzianischen Schule den transzendenten Begriff DAO. Dao umschliesst den Bereich der Dualität, das Wirken von Yin und Yang, der materiellen Welt und die transzendente Einheit dahinter, die Leere. Dao bringt Einheit hervor, die Einheit die Zwei, die Zwei wiederum die Drei und diese die ,Welt der zehntausend Dinge'. Im Dao ruht das Potential aller Formen und Erscheinungen.

    YANG ist das schöpferische Urelement und das Bild für Himmel, das Lichte, das Männliche
    YIN ist das empfangende Urelement und ist das Bild für Erde, das Dunkle und das Weibliche

    Die Bewegung von Yin und Yang kann in allen mikro- und makrokosmischen Vorgängen, im Universellen, Elementaren und Humanistischen beobachtet werden. Unzählige Muster aus einer einfachen Aus- und Einwärtsbewegung.

    Die Naturwissenschaft befasst sich mit Bewegungsmustern, von der Quanten- zur Astrophysik, der Mathematik, Chemie, Medizin, Psychologie, Soziologie - Muster. In der Kultur - Muster.
    Die Gestirne bilden Muster, die Elemente bilden Muster, der Mensch bildet Muster. In unserem Körper bildet Atmung ein Muster, einatmen, ausatmen. Unsere Muskel bilden ein Muster durch anspannen und entspannen. Unsere Gefühle bilden Muster, unsere Gedanken, unsere Wege. Yin und Yang wirkt auf allen Ebenen unseres Wesens und beeinflusst unsere Wahrnehmung von Polarität, Raum und Zeit. Mit wachsendem Verständnis für diese Interaktionen entfaltet sich ein Gefühl für den universellen Rhytmus und wir können unsere geistigen, emotionellen und körperlichen Bewegungen zu einem harmonischen Muster balancieren und in das grosse Muster eintauchen. Das I Ging lehrt diesen Rhytmus. Die Metaphysik wagt den Blick nach innen, den Blick in die Einheit.
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    Die Begegnung mit dem Buch der Wandlungen

    ,Wer das I Ging kennt, kennt das Wirken der Götter.'

    Die Antwort auf eine Kontemplation mit dem I Ging kann sich auf den Wandel eines Menschen, den gesellschaftlichen oder politischen Wandel beziehen - das gleiche ,Bewegungsmuster' kann auch auf den physischen Körper bezogen sein, eine kosmologische, elementare oder spirituelle Bedeutung haben - wie bei Aura-Soma ist es meist ein Thema auf allen diesen Ebenen. Das gleiche Ornament in verschiedenen Schichten, Dimensionen und Qualitäten. Die Zeichen selbst beschreiben auch die universelle Ebene. Ihre komplexe Ordnung, das Zahlensystem, Bewegung und Geometrie bilden eine Brücke zu höheren Dimensionen und Schöpfungsinstanzen.
    Vor allem die Bewegung, Handeln und Nichthandeln als Puls zu verstehen, als runde, zyklische, nichtlineare Bewegung hilft ein Gefühl für Rythmus zu entwickeln. Aus der permanenten Möglichkeit voranzuschreiten und abzuwarten entwickelt sich eine ,universelle Ethik' die nicht im Mentalen begründet liegt, eher in der Intelligenz der Bewegung, der Wandlung selbst. Wer nicht zur Wandlung bereit ist, versteht die Worte des I Ging nicht.
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    Der Weg des Dao

    Dao ist ohne Absicht, mühelos. Alle Dinge und Erscheinungen gehen aus ihm hervor, sind in seine Ordnung gebettet, und doch bleibt es leer. Es durchdringt alles und jedes Wesen, jedes Ding hat sein Dao, in dem sich die kosmische Ordnung ohne Eingriff erfüllt. Im Nichthandeln erfüllen wir Dao und durch den Ausgleich, die Auflösung der Gegensätze.
    Der Weg des Dao ist die Integration aller Dualitäten, der Weg zurück in die Einheit, oder besser die Auflösung des Weges. Aus intellektueller Sicht scheint das Wesen des Dao paradox, intellektuell ist die höchste Einsicht nicht erfahrbar und doch ist ein klarer Intellekt verbunden mit einem freundlichen Wesen, ein schönes Instrument für den Dao Weg.
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    Aura-Soma, Dao und I Ging


    Equilibriumflasche B55 und I Ging Hexagramm 55

    Die Verbindung von Aura-Soma und Dao zeigt sich in der großen Bedeutung des Nicht-Eingreifens und der Gegenwart, der Bedingung und Resonanz. Die Verwandschaft mit dem I Ging zeigt sich schon in der Gestalt, Aura-Soma® Flaschen und Hexagramme haben einen sehr ähnlichen ,Look' ….
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    Dao in Kunst und Design

    Der schöpferische Prozess, die künstlerische Auseinandersetzung und das Produkt, das Werk, sind in seiner Qualität abhängig von der Wahrnehmung und dem Bewußstsein des Künstlers oder Gestalters (Gestaltung bezieht sich auf alle Bereiche des Lebens) - auch die handwerkliche Umsetzung wird vom Grad des Bewußtseins bestimmt. Der Dao Weg fördert den schöpferischen Menschen auf vielfältige Weise.
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    Loving Art Studio und Wabi Sabi

    Der aus dem Japanischen stammende Begriff Wabi Sabi beschreibt eine Form der Ästhetik in der wahre Schönheit es vorzieht sich in Schlichtheit zu hüllen - Stille ist ihre Autorität, Raum ihre Geschichte, die das Unsichtbare erzählt. Vergänglichkeit ist ihre Vollkommenheit.

    endloses Gefäß zeigt nicht Grund
    endloser Klang zeigt nicht Töne
    endloses Bild zeigt nicht Form
    Wesen ist verborgen
    ist alles Sichtbaren Anfang
    alles Sichtbaren Ende

    Lao Tse . Tao Te King

    Das Loving Art Studio, Studio für Ethik und Aesthetik wurde Ende der neunziger Jahre gegründet, es verbindet heute einen Therapiebereich für Bewusstsein und Balance durch die Medien Farbe Licht und Klang und eine spirituelle Schule mit der Betonung auf Ethik und Aesthetik. Ich sehe Farbe, Licht, Form, Geometrie, Sound als Gestaltungsmodule der Schöpfung und auch als analoge Sprachen, jenseits der Zeit und des Verstandes - der Weg nach innen und aussen. Seit vielen Jahren gehe ich den Weg des Dao und arbeite seit dreissig Jahren mit viel Liebe in Gestaltung und Design – aus dieser Verbindung sind verschiedene Kurse und Unterrichtszyklen entstanden die im Loving Art Studio unterrichtet werden.
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    Loving Art Studio - Kurse

    dao
    STILLE . BEGEGNUNG . ERWACHEN
    ,Das Geheimnis des menschlichen Lebens ist in die Energiestruktur eingebettet. Wenn wir das verstehen, lernen wir uns selbst zu verstehen und können zur Ruhe kommen. Wenn wir zur Ruhe kommen lernen wir meditativ - das ist wahres Lernen, wahre Intelligenz, kein Anhäufen von Wissen - es ist die Intelligenz des Weges und des Lebens. Bewusstsein ist ein Feuer, es verbrennt alles was falsch ist in uns.'
    1-2.NOV 08 / 29-30.DEZ 08

    i ging
    URSPRUNG, ETHIK UND UMGANG
    MIT DEM BUCH DER WANDLUNGEN
    ,Sich dem Buch ernsthaft zu nähern gleicht einer Initiation und will gut vorbereitet sein denn, wie das I Ging selbst sagt: 'der Meister kommt wenn er es für richtig hält'. Das Buch kann nicht wahrsagen, denn seine Bewegungen sind das Wesen der Wahrheit.'
    2- 5.APR 09


    ethik aesthetik
    ENTFALTUNG DER WAHRNEHMUNG UND VERTIEFUNG DES SCHÖPFERISCHEN AUSDRUCKS
    Ein Jahreskurs in dem jeder willkommen ist, der im Beruf und Alltag seine kreativen gestaltenden und humanistischen Qualitäten vertiefen und ,auf den Punkt' bringen will. Über das Jahr werden ethische und ästhetische Grundlagen der Gestaltung durchgenommen und jeden Monat ist die Betrachtung eines neuen Themas Ausgangspunkt für praktisches Arbeiten, eigenständige Studien und Präsentationen. Der Kurs bietet spannende Bezugspunkte aus Kunst, Kultur, Natur- und Geisteswissenschaft und die Einladung zur Subjektivität - der Unterricht passt sich individuell dem einzelnen an, die Arbeitsstimmung ist begeistert, humorvoll und konzentriert.

    LEVEL 1
  • die Grundlagen der Gestaltung
  • das Wesen von Farbe und Licht
  • Betrachtung einer Energiestruktur
  • das Sichtbare und das Unsichtbare
  • Bewegung, Organisation und Wandlung
  • innere Ordnung - Essenz der Harmonie
  • kulturelle Wahrnehmung und Kommunikation
  • Sprache und Symbolik in Form / Formgebung
  • Ethik des Materials: Werkstoffe, Gewebe ect.
  • Kunst, Kunsthandwerk und Kultobjekt
  • Energie und Geist in materiellen Dingen nächster Zyklus 1-12/09 Beginn 1.2.09

  • Sacred Geometry
    UNIVERSELLE GESETZE DER GESTALTUNG IN NATUR UND KUNST
    TEIL I - ORDNUNG
    TEIL II - CHAOS
    heilige Geometrie beschreibt die harmonischen Gesetze universeller Bewegung, den Entwurf. Sie zu studieren hilft uns diese Gesetze in allem zu erkennen, das Einfache im Komplexen. Diese Gesetze in der Natur zu beobachten stand am Beginn der Menschheit, sie zu verstehen und anzuwenden ist das Gebäude menschlicher Kultur - ohne diese Gesetzmässigkeiten geht der Geist der Schöpfung in allem verloren - sie anzuwenden ist die Grundlage der Harmonie des Lebens.
    nächster Zyklus 1-12/09 Beginn 31.1.09

    jährlicher Designmarkt vor Weihnachten
    mit einer Vorliebe für Japanisches, Finnisches und Italienisches
    15-16.NOV 08 15-21 Uhr

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    Literaturempfehlungen

    I Ging . Buch der Wandlungen / Richard Wilhelm
    Das wahre Buch vom südlichen Blütenland / Dschuang Dsi)
    Tao Te King / Lao Tse (R.Wilhelm)
    Das Buch vom Tee / Kakuzo Okakura
    Wabi Sabi / Leonard Koren
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    Kontakt

    liebe Grüsse
    Monika Novak

    LOVING ART STUDIO
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