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Von Frauen - für Frauen
 
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Bildquelle: Fairtrade
Der Faire Handel am Beispiel Baumwolle
  • Charakteristika der Baumwolle
  • Geschichte
  • Baumwolle und Umwelt
  • Wasserproblematik
  • Biologische Baumwolle
  • Wie funktioniert der Faire Handel mit Baumwolle?
  • Kontakt
  • Weiterempfehlung dieses Artikels
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    Der Faire Handel am Beispiel Baumwolle

    Charakteristika der Baumwolle

    Die Baumwollpflanze ist eine Gattung aus der Familie der Malvengewächse. Sie hat gelbe oder weiße Blüten, die sich später rosa färben. Im Reifestadium springt die Fruchtkapsel auf und legt die behaarten Samen frei.
    Nachdem diese in der Sonne ausgetrocknet sind, können die Samenhaare geerntet werden.
    Je länger die Faser ist, desto höher wird die Qualität einer Baumwollsorte eingestuft,
    als Standard gilt die Upland-Baumwolle aus den USA (ca. 20-25 mm Faserlänge).
    Bei der Aufarbeitung der Baumwolle gehen nur 10 Prozent des Rohgewichtes verloren, deshalb ist die Herstellung dieser Textilfaser sehr effizient. Die Baumwollfaser besitzt eine hohe Reißfestigkeit und ist atmungsaktiv, hautfreundlich und sehr saugfähig.
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    Geschichte

    Archäologische Fundstücke haben den Beweis dafür geliefert, dass Menschen in Indien und Südamerika schon vor tausenden von Jahren verschiedene Baumwollarten angebaut haben.
    Verwobene Baumwollfasern, die in mexikanischen Höhlen gefunden wurden, sind bereits 7.000 Jahre alt. Die Kultivierung von Baumwolle in Europa und Asien begann in Indien vor 6.000 Jahren und von dort aus wurde der Anbau nach Mesopotamien und Ägypten gebracht. Im Spätmittelalter importierte Europa zwar Baumwolle, das Wissen über Herkunft und Anbau fehlte jedoch völlig.
    Mit der Ausweitung des Fernhandels in der frühen Neuzeit begann die Baumwolle die aus Leinen und Hanf gewonnenen Fasern zu verdrängen. Ende 16. Jahrhundert wurde die Pflanze in den meisten wärmeren asiatischen und amerikanischen Gegenden angebaut.
    Mehr darüber:
    www.de.wikipedia.org
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    Baumwolle und Umwelt

    Beim Anbau von Baumwolle wird der Boden innerhalb kurzer Zeit sehr stark ausgelaugt. 2,4 % der Weltackerfläche werden für Baumwolle verwendet, die meist in Monokultur angebaut wird und daher großräumig das ökologische Gleichgewicht beeinflusst, teilweise sogar drastisch verändert.
    Während in den letzten 20 Jahren die globale Anbaufläche nahezu konstant blieb, stiegen die Ernteerträge um das Dreifache an.
    Dieser Ertragszuwachs war nur durch intensiven Einsatz von künstlicher Bewässerung, Düngern und Pestiziden möglich. Diese Vorgangsweise beschleunigt die Bodenerosion und minderte die natürliche Fruchtbarkeit der Erde, was wiederum einen noch höheren Einsatz besagter Hilfsmittel erfordert bzw. zur Verwüstung weiter Landstriche führt.
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    Wasserproblematik

    Baumwolle gehört zur Gruppe der so genannten "thirsty crops". Darunter fallen Kulturpflanzen, die besonders viel Wasser benötigen.
    Um ein Kilo Baumwollfasern ernten zu können, werden ca. 18 Tonnen Wasser verbraucht. Etwa drei Viertel der Anbaugebiete verfügen nicht über ausreichend Niederschlag und müssen daher künstlich bewässert werden. Ein erschreckendes Beispiel für die durch den Baumwollanbau verursachten Umweltschäden ist die Wüstenbildung und die Versalzung der Böden in Usbekistan.
    Die Gewässer, die den Aralsee speisen, wurden seit den 1960er Jahren intensiv für die Bewässerung der Baumwollfelder verwendet, sodass die Wasseroberfläche des Aralsees heute nur mehr 25 % der ursprünglichen Ausdehnung entspricht. Für die dortige Bevölkerung sind die Wasservorräte des Aralsees eine wichtige Lebensgrundlage, entsprechend gravierend sind die Auswirkungen auf ihre Lebensverhältnisse.
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    Biologische Baumwolle

    Der organische Baumwollanbau verbietet die Verwendung von giftigen Agrochemikalien, künstlichen Düngemitteln, sowie den Einsatz von genetisch verändertem Saatgut. Stattdessen wird Fruchtwechsel betrieben, um der schnellen Auslaugung der Böden entgegen zu wirken und auf natürliche Fressfeinde von Schädlingen gezählt.
    Der Aspekt der künstlichen Bewässerung ist in den derzeitigen Standards für biologischen Anbau nicht inbegriffen, die meisten biologischen Baumwollsysteme werden aber im Regenfeldbau betrieben, während der Großteil der konventionellen Baumwolle und der IPM-Baumwolle künstlich bewässert wird.
    Obwohl der ökologische Anbau aufwendiger und teurer ist, überwiegen die positiven Aspekte: eine gesunde Umwelt und die biologische Diversität werden erhalten, der Boden bleibt länger fruchtbar und kann sich regenerieren und die Arbeitsbedingungen für die PlantagenarbeiterInnen und für die Bauern und Bäuerinnen sind nicht gesundheitsschädigend.
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    Wie funktioniert der Faire Handel mit Baumwolle?

    Baumwolle wird nicht wie Kaffee an der Börse gehandelt. Die Preise sind von Land zu Land unterschiedlich und hängen stark von der Qualität der Baumwolle ab.
    Durch Subventionen der Industrieländer - allen voran die USA - kommt es zur Senkung der Baumwollpreise und die Bauern und Bäuerinnen beziehen kein Einkommen, denn sie sind dann gezwungen ihre Ernte zu Dumpingpreisen zu verkaufen.

    Im Fairen Handel dagegen werden den ProduzentInnen feste Mindestpreise gezahlt, die über dem Weltmarktpreis liegen. Dadurch werden die Produktionskosten gedeckt und die Lebens- und Arbeitsbedingungen der ProduzentInnen deutlich verbessert. Außerdem können sie sich darauf verlassen, dass ihr Einkommen nicht innerhalb kurzer Zeit aufgrund sinkender Weltmarktpreise stark absinkt, sodass längerfristige Investitionen (wie sie etwa die Umstellung auch biologische Anbauformen erfordern) getätigt werden können.

    Zusätzlich wird auch eine FAIRTRADE-Prämie bezahlt, die gezielt für die Finanzierung sozialer Projekte eingesetzt wird. So werden zum Beispiel Schulen für die Kinder der BaumwollpflückerInnen errichtet oder die ärztliche Versorgung verbessert.

    Aber FAIRTRADE bedeutet noch mehr: Auch alle anderen HerstellerInnen innerhalb der Produktionskette wie Spinnereien, Webereien oder Konfektionäre müssen sich an soziale Standards halten. Sie verpflichten sich in Form einer Absichtserklärung gegenüber der FLO-Cert GmbH, die anerkannten Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einzuhalten.
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    Kontakt

    FAIRTRADE
    Verein zur Förderung des fairen Handels mit den Ländern des Südens.
    HOTLINE: 0810/ 500 770
    office@fairtrade.at
    www.fairtrade.at
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