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 Bildquelle: Fairtrade |
Charakteristika der Baumwolle
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Wie funktioniert der Faire Handel mit Baumwolle?
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Charakteristika der Baumwolle
Die Baumwollpflanze ist eine Gattung aus der Familie der Malvengewächse. Sie hat gelbe oder weiße Blüten, die sich später rosa färben. Im Reifestadium springt die Fruchtkapsel auf und legt die behaarten Samen frei.
Nachdem diese in der Sonne ausgetrocknet sind, können die Samenhaare geerntet werden.
Je länger die Faser ist, desto höher wird die Qualität einer Baumwollsorte eingestuft,
als Standard gilt die Upland-Baumwolle aus den USA (ca. 20-25 mm Faserlänge).
Bei der Aufarbeitung der Baumwolle gehen nur 10 Prozent des Rohgewichtes verloren, deshalb ist die Herstellung dieser Textilfaser sehr effizient. Die Baumwollfaser besitzt eine hohe Reißfestigkeit und ist atmungsaktiv, hautfreundlich und sehr saugfähig.
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Beim Anbau von Baumwolle wird der Boden innerhalb kurzer Zeit sehr stark ausgelaugt. 2,4 % der Weltackerfläche werden für Baumwolle verwendet, die meist in Monokultur angebaut wird und daher großräumig das ökologische Gleichgewicht beeinflusst, teilweise sogar drastisch verändert.
Während in den letzten 20 Jahren die globale Anbaufläche nahezu konstant blieb, stiegen die Ernteerträge um das Dreifache an.
Dieser Ertragszuwachs war nur durch intensiven Einsatz von künstlicher Bewässerung, Düngern und Pestiziden möglich. Diese Vorgangsweise beschleunigt die Bodenerosion und minderte die natürliche Fruchtbarkeit der Erde, was wiederum einen noch höheren Einsatz besagter Hilfsmittel erfordert bzw. zur Verwüstung weiter Landstriche führt.
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Baumwolle wird nicht wie Kaffee an der Börse gehandelt. Die Preise sind von Land zu Land unterschiedlich und hängen stark von der Qualität der Baumwolle ab.
Durch Subventionen der Industrieländer - allen voran die USA - kommt es zur Senkung der Baumwollpreise und die Bauern und Bäuerinnen beziehen kein Einkommen, denn sie sind dann gezwungen ihre Ernte zu Dumpingpreisen zu verkaufen.
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Im Fairen Handel dagegen werden den ProduzentInnen feste Mindestpreise gezahlt, die über dem Weltmarktpreis liegen. Dadurch werden die Produktionskosten gedeckt und die Lebens- und Arbeitsbedingungen der ProduzentInnen deutlich verbessert. Außerdem können sie sich darauf verlassen, dass ihr Einkommen nicht innerhalb kurzer Zeit aufgrund sinkender Weltmarktpreise stark absinkt, sodass längerfristige Investitionen (wie sie etwa die Umstellung auch biologische Anbauformen erfordern) getätigt werden können.
Zusätzlich wird auch eine FAIRTRADE-Prämie bezahlt, die gezielt für die Finanzierung sozialer Projekte eingesetzt wird. So werden zum Beispiel Schulen für die Kinder der BaumwollpflückerInnen errichtet oder die ärztliche Versorgung verbessert.
Aber FAIRTRADE bedeutet noch mehr: Auch alle anderen HerstellerInnen innerhalb der Produktionskette wie Spinnereien, Webereien oder Konfektionäre müssen sich an soziale Standards halten. Sie verpflichten sich in Form einer Absichtserklärung gegenüber der FLO-Cert GmbH, die anerkannten Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) einzuhalten.
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